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Morgens, Mittags, Abends 2  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 14. Mrz 2010

Morgens, Mittags, Abends 2

Autor: Kotomi Aoki
Zeichner: Kotomi Aoki

Originaltitel: Asa mo hiru mo yoru mo Vol. 2
bersetzt von: Monika Hammond

2. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Dezember 2009
ISBN: 978-3-7704-7149-2
Preis: 6,00 EUR

192 Seiten
Inhalt
3.0
Zeichnungen
4.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
4.4

Wertung:
4.4
von 10
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Zum Inhalt:

Pltzlich diese Umarmung, obwohl er gesagt hatte, er wolle nichts dergleichen mehr tun. Shinobu nimmt sich vor, Yokomizo nicht mehr zu vertrauen. Und doch wird sie seltsam nervs, wenn sie den Mdchenschwarm anblickt. Dann gesteht er ihr auch noch vor der gesamten Klasse seine Liebe, und sie ergreift instinktiv seine Hand. Und aus irgendeinem Grund hat Shinobu nicht das geringste Bedrfnis, seine Hand wieder loszulassen ...

Meinung:

Mit dem zweiten Teil von "Morgens, Mittags, Abends" schliet Kotomi Aoki direkt an die Vorgnge im ersten Band an. Shinobu, die langsam Vertrauen zu Yokomizo gefasst hatte, wurde am Ende des ersten Manga von seiner spontanen Umarmung berrascht. Diese Annherung berzeugt das Mdchen davon, dass es zu Recht der Meinung war, dass man einem Jungen nicht trauen kann - und doch fllt es ihr schwer, ihr Bedrfnis nach seiner Nhe zu unterdrcken.

Yokomizo hingegen wei so langsam nicht mehr, wie er mit Shinobus Angst vor ihm umgehen soll. So nutzt er das Schulfest, um das Mdchen eiferschtig zu machen, was ihm auch hervorragend gelingt. Doch auch Yokomizo fllt es schwer, mitanzusehen, wie Shinobu sich dazu zwingt, am Stand der Klasse anderen Jungen aus der Hand zu lesen. Er wei, wie schwer es ihr fllt, einen ihrer Mitschler zu berhren und welche ngste das Mdchen bei einer solchen Nhe durchleidet. Umso berraschter ist Yokomizo, als Shinobu dann doch endlich all ihren Mut zusammennimmt und ihm ihre Hand reicht. Doch damit sind noch nicht alle Schwierigkeiten dieses ungewhnlichen Paares aus dem Weg gerumt.

Ein Teil dieses Bandes wird wieder von einer zustzlichen Geschichte beansprucht. In "Nur Augen fr dich" erfhrt der Leser endlich, warum Yokomizo von Shinobu so hingerissen ist, dass er trotz aller Schwierigkeiten immer weiter versucht, ihr nherzukommen. Obwohl sich das Mdchen nicht an diesen Moment erinnert, hatten sich die beiden schon einmal getroffen, bevor Shinobu durch ein traumatisches Erlebnis so eine Angst vor Jungen entwickelte. Und Yokomizo setzt alles daran, um Shinobu noch einmal so glcklich zu sehen wie an diesem einen Tag.

Trotz der durchaus niedlichen Grundidee gelingt es Kotomi Aoki nicht, mit "Morgens, Mittags, Abends" zu berzeugen. Shinobus Angst vor Jungen, ihre Eifersucht auf jedes Mdchen, das Yokomizo nher kommt und seine Besessenheit von ihr - die erst nach Ende dieser Geschichte in einem Extrakapitel erklrt wird - ist fr den Leser einfach nicht nachvollziehbar. All die kleinen Probleme und Schwierigkeiten zwischen den beiden wirken an den Haaren herbeigezogen, um aus einer Geschichte, die gerade mal genug Material fr ein Kapitel bietet, irgendwie eine zweiteilige Mangareihe zu produzieren.

Auch zeichnerisch ist dieser Band ebenso wenig berzeugend wie der erste Teil. Kotomi Aoki beherrscht Perspektiven nur unzureichend und die Proportionen ihrer Figuren lassen diese hufig lcherlich wirken. Zu kleine Kpfe auf eher massiv wirkenden Krpern und ein statischer Bildaufbau sorgen dafr, dass die wenigen anrhrenden Momenten in der Handlung aufgrund der optischen Mngel schnell bersehen werden. Wer eine rhrende Liebesgeschichte mit ansprechenden Zeichnungen sucht, sollte eher zu einer anderen Reihe dieses Verlages, wie zum Beispiel "An deiner Seite", greifen und damit ein paar schne Lesestunden genieen.

Fazit:

Auch mit dem zweiten Band von "Morgens, Mittags, Abends" gelingt es Kotomi Aoki nicht, den Leser von ihrer Geschichte zu berzeugen. Shinobus Angst vor Jungen wird ebenso wenig nachvollziehbar dargestellt wie ihre Eifersucht auf jedes Mdchen, das mit Yokomizo redet. Und da die Mangaka erst nach Abschluss der Hauptgeschichte in einem Extrakapitel erklrt, warum Yokomizo von dem Mdchen so fasziniert ist, lsst sich auch seine Motivation nicht nachvollziehen. Neben der wenig ansprechenden Handlung bietet "Morgens, Mittags, Abends" auch noch ungelenke Zeichnungen, die weder in der Perspektive noch bei den Proportionen der Figuren berzeugen knnen. Wer eine romantische Liebesgeschichte sucht, der sollte sein Geld vielleicht besser fr einen der ansprechenderen Titel aus dem EMA-Programm ausgeben.
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