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Morgens, Mittags, Abends 1  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 2. April 2010

Morgens, Mittags, Abends 1

Autor: Kotomi Aoki
Zeichner: Kotomi Aoki

Originaltitel: Asa mo, Hiru mo, Yoru mo Vol. 1
bersetzt von: Monika Hammond

1. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Oktober 2009
ISBN: 978-3-7704-7095-2
Preis: 6,00 EUR

192 Seiten
Inhalt
4.0
Zeichnungen
5.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
5.2

Wertung:
5.2
von 10
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Zum Inhalt:

Eigentlich ist Shinobu eine ganz normale Oberstufenschlerin ... wre da nicht ihre extreme Abneigung gegen Jungs. Ein Schler, der unter Prfungsangst litt, hatte sie frher einmal belstigt, seither sind ihr alle Jungs ein rotes Tuch. Und dann taucht eines Tages Yokomizo auf, der ihrem verhassten Peiniger von damals aufs Haar gleicht. Natrlich will sie mit ihm am allerwenigsten zu tun haben, doch pltzlich sind sie zusammen in einem Schlerkomitee. Und dann kommt auch noch ein Liebesgestndnis von ihm ...

Meinung:

Mit diesem Band von "Morgens, Mittags, Abends" legt Kotomi Aoki den Anfang ihrer zweiteiligen Serie rund um Shinobu und Yokomizo vor. Shinobu geht in die Oberstufe und hegt eine extreme Abneigung gegen Jungen, seitdem sie in der Mittelschule von einem Schler belstigt wurde. Umso schlimmer ist es in ihrer Situation, dass Yokomizo, der dem Jungen von damals unglaublich hnlich sieht, in ihre Klasse geht.

Eigentlich msste Shinobu mit dem Mitschler zusammen in einem Schlerkomitee zur Organisation des Schulfestes arbeiten. Aber ihre Angst vor Yokomizo verhindert, dass sie unbefangen mit ihm umgehen kann. So hilft es ihr auch nicht, dass der Junge ihr gesteht, dass er sie sehr gern hat und sie nher kennenlernen mchte. Panisch luft Shinobu vor ihm davon und versucht weiteren Begegnungen aus dem Weg zu gehen. Doch Yokomizo will nicht nur mit Shinobu zusammen sein, sondern auch herausfinden, warum das Mdchen auf ihn so ngstlich reagiert - und wie er ihr helfen kann.

Mit sehr viel Geduld gelingt es ihm, mehr ber den damaligen Vorfall zu erfahren, und ihm wird klar, dass das Mdchen sehr wohl wieder ein normales Verhltnis zu Jungen aufbauen mchte. Doch ihre Angst ist grer als jeder Wunsch nach Nhe, und so wird jeder kleine Schritt, den Shinobu auf Yokomizo zugehen kann, durch seine gefhlvollen Erwiderungen schnell wieder zunichte gemacht.

Das grte Manko an dieser Geschichte ist die seltsame Grundvoraussetzung: Der Leser kann zwar akzeptieren, dass Shinobu aufgrund eines traumatischen Erlebnisses Angst vor Jungen - und speziell vor Yokomizo - hat, aber die detaillierte Erklrung, dass ein "Schler, der unter Prfungsangst litt, sie belstig hatte", hrt sich doch zu seltsam an, als dass man das so hinnehmen knnte. Doch auch zeichnerisch kann die Hauptgeschichte des Manga nicht berzeugen.

Vor allem perspektivische Fehler und unausgewogene Proportionen sorgen dafr, dass die Bilder zum groen Teil unstimmig und wenig ansehnlich wirken. Da gehen die wenigen hbschen und anrhrenden Momente schnell in der Masse der seltsamen Anblicke unter. Eine Vorschau auf den zweiten und abschlieenden Band der Reihe verspricht dem Leser, dass sich die beiden Figuren doch noch etwas nher kommen, doch wirklich neugierig ist man auf die Entwicklungen zwischen Shinobu und Yokomizo nicht.

Der Band enthlt darber hinaus eine zustzliche Geschichte, die etwa ein Viertel dieses Manga ausmacht. Dieses Mal geht es um eine niedliche Romanze zwischen einem Snger und einem Mdchen, das hinter der Bhne beim Merchandise-Verkauf hilft. Whrend Maiko nur wenig fr diese Musik brig hat, leidet der Snger Shogo Takasuka darunter, dass seine Songs inzwischen fr ihn keine Bedeutung mehr haben. Erst Maiko gelingt es, ihm die Augen dafr zu ffnen, welche Wirkung seine Texte auf einen Zuhrer haben knnen.

So vorhersehbar und banal diese zweite Geschichte ist, so ist sie doch deutlich ansprechender als die Haupthandlung von "Morgens, Mittags, Abends". In klaren Szenen wird die zwar etwas dnne, aber stimmige Liebesgeschichte erzhlt. Und auch die Zeichnungen fallen hier deutlich weniger negativ auf, da die Perspektiven und Proportionen deutlich besser eingehalten werden.

Fazit:

Leider kann Kotomi Aoki mit "Morgens, Mittags, Abends" den Leser nicht wirklich fesseln. Die Begrndung fr Shinobus Angst vor Jungen klingt zu abwegig, um ihr extremes Verhalten gegenber Yokomizo zu erklren, und irritiert so den Leser. Und auch die Annherungsbemhungen des Jungen sind nicht mehr als leidlich unterhaltsam. Etwas stimmiger wird da noch die zustzliche Geschichte erzhlt, in der man die niedliche Romanze zwischen Maiko und einem Snger mitbekommt. Zeichnerisch schwankt die Qualitt zwischen unproportionalen Darstellungen voller Perspektivfehler und ganz akzeptablen und niedlichen Bildern. Alles in allem macht dieser Band eher wenig Lust auf den Abschluss der Geschichte im zweiten Teil von "Morgens, Mittags, Abends".
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