/* ]]> */
Banner bookdepository.com

Finder 1: Im Fadenkreuz  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 21. November 2008

Finder 1: Im Fadenkreuz

Autor: Ayano Yamane
Zeichner: Ayano Yamane

Originaltitel: Finder no Hyouteki
Reihe: Finder
1. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: September 2008
ISBN: 978-3-86719-542-3
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.8

Wertung:
6.8
von 10
Jetzt kaufen



Zum Inhalt:

Whrend eines Routineauftrags gert der freischaffende Fotograf Akihito Takaba in die Fnge des mysterisen Asami, einer berhmt-berchtigten Gre der japanischen Unterwelt. Aber nicht nur die japanische Mafia, sondern auch die chinesische hat sich an die Fersen von Akihito geheftet, denn in seinem Besitz befindet sich brisantes Datenmaterial. Und so muss der junge Fotograf von nun an zwischen allen Fronten seinen Mann stehen.

Meinung:

Angefangen zu zeichnen hat Ayano Yamane mit einer groen Menge Fanarbeiten zu dem Basketball-Manga "Slam Dunk". Ihre ersten professionellen Schritte machte sie mit Illustrationen von Romanen, bevor sie mit "Finder: Im Fadenkreuz" vor einigen Jahren einen Manga verffentlichte. Der Titel, in dem sich alles um die Liebe zwischen zwei Mnnern dreht, hatte in Japan groes Aufsehen erregt. Vor allem unterscheidet sich die Geschichte ber den Fotografen Akihito Takaba von den hnlich gelagerten Mangas durch den deutlichen Krimieinschlag. Da die Zielgruppe dieses Genres junge Frauen sind, findet man hier normalerweise eher romantische Themen.

Doch auch wenn das Grundthema "Sex and Crime" ist, ist der Krimianteil doch enttuschend gering ausgefallen. Die Geschichte um den jungen Fotografen, der im Besitz von brisantem Material ist, fr das sich sowohl die japanische als auch die chinesische Mafia interessieren, htte sehr viel mehr Potenzial gehabt. Auch fllt schon nach einem kurzen Blick auf, dass der erste Band von "Finder" nur drei Kapitel beinhaltet, die sich mit Akihito und dem Mafiaboss Asami beschftigen.

In diesen Kapiteln lernen sich die beiden gerade erst kennen. Dank eines Kontaktes bei der Polizei hat Akihito einen interessanten Tipp bekommen. Doch dass er sich durch das Fotografieren mit Asami, einer gefrchteten Mafiagre, anlegt, hatte der junge Mann wohl unterschtzt. Und Asamis Vorstellung von einer Bestrafung geht ein wenig ber das hinaus, was man sich blicherweise bei Schwerverbrechern vorstellt.

Ayano Yamane zeigt in aller Deutlichkeit sexuelle Szenen, wobei Zrtlichkeit in der Regel nicht im Spiel ist. Vergewaltigungen, Fesselspiele und SM-Einlagen bieten das Hauptthema in diesem Manga, wobei man der Zeichnerin zugestehen muss, dass sie auch noch so explizite Szenen recht geschmackvoll darzustellen wei. Doch fr empfindliche Gemter ist dieser Titel nicht zu empfehlen - nicht umsonst wird "Finder" eingeschweit und mit einer "ab 18"-Empfehlung in den Handel gebracht. Wer vor der Gewalt bei den Sexszenen nicht zurckschreckt - und wen der Mangel an Handlung und Charaktertiefe nicht strt -, den erwarten mit feinem Strich ausgefhrte Zeichnungen und Figuren mit hohem Wiedererkennungswert.

Die zwei folgenden Geschichten in diesem Manga haben einen normaleren Hintergrund als die Kapitel um Akihito und Asami. In "Love Lessons" geht es um einen Schler, der an seinem ersten Tag an der High School nicht nur im Bus begrabscht, sondern auch in der Schule vernascht wird. "Zwei blinde Hhner finden ... zueinander?" dreht sich um zwei Jungen, die ihre Vter verdchtigen, ein Verhltnis miteinander zu haben. Whrend die beiden ihren Vtern nachspionieren, entdecken sie ihre Neugierde aufeinander und verbringen eine Nacht im Hotel.

Die dritte Geschichte "Risky Society - God bless my Justice" hat von den zustzlichen Kapiteln den komplexesten Hintergrund. Hier verirrt sich Ayano Yamane auf das Gebiet der Science-Fiction. Todo, Rei und Yuto gehren einer geheimen Organisation der Regierung an. Die drei Jungen haben paranormale Fhigkeiten, die der Wissenschaftler Sashima zu gerne genauer erforschen wrde. Und auch wenn die drei ihre Krfte zur Verbrechensbekmpfung einsetzen, bietet ihnen das keinen Schutz davor, vielleicht eines Tages wirklich nur als Forschungsobjekt zu enden. Hier stehen der Autorin auf jeden Fall noch einige Mglichkeiten offen, um die Geschichte spannend weiterzufhren.

Fazit:

Ayano Yamane hat in ihrem Manga "Finder: Im Fadenkreuz" ungewhnlicherweise den Schwerpunkt der Handlung auf eine krimilastigere Geschichte gelegt, whrend normalerweise die explizite Darstellung von Liebe zwischen zwei Mnnern fr die Zielgruppe der jungen Frauen eher mit romantischen Elementen verknpft wird. Leider kommt die Handlung in diesem Band noch deutlich zu kurz und auch die Charakterisierung der Personen htte wesentlich tiefer gehen knnen. Wer sich aber an deutlichen Zeichnungen von sexueller Gewalt nicht strt, wird sich an den zarten und recht geschmackvollen Bildern erfreuen knnen.
Weiterfhrende Infos

 
Copyright 2008-2019 by booklove.de. Alle Rechte vorbehalten.