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Akihabara Shojo 3  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 2. April 2010

Akihabara Shojo 3

Zeichner: Rize Shinba

Originaltitel: Fujoshi Kanojo Vol. 2
bersetzt von: Claudia Peter

3. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Oktober 2009
ISBN: 978-3-7704-7119-5
Preis: 6,50 EUR

176 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.7

Wertung:
6.7
von 10
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Zum Inhalt:

Wenn sich Student Muto ein kuscheliges Weihnachtsfest mit Freundin Yuiko erhofft hat, so wird er bald eines Besseren belehrt! Denn das se Boys-Love-Fangirl verbringt die Freizeit lieber mit ausgeflippten Freundinnen auf berfllten Manga-Conventions, als Schmusestunden zu zweit zu genieen. Ein neckisches Katzenkostm und liebevolle Streicheleinheiten besnftigen vorerst Mutos strapazierte Nerven ... wie lange das wohl anhlt?

Meinung:

Im dritten Band der Reihe "Akihabara Shojo" wird die Handlung wieder etwas unterhaltsamer fr den Leser, nachdem der zweite Teil doch etwas enttuscht hat. Hatte sich der Student Taiga Muto anfangs noch bemht, jeder Idee seiner Freundin Yuiko verstndnisvoll zu begegnen, zieht er inzwischen auch Grenzen. So ist es kein Wunder, dass er ihrem Vorschlag, gemeinsam auf die Winter-Comi (eine Messe fr Fan-Fiction rund um Manga-Verffentlichungen) zu gehen - und dabei auch noch als Rentier verkleidet herumzulaufen - nicht gerade begeistert gegenbersteht.

Auch die neue Freundschaft zwischen Yuiko und Akari Seto, der kleinen Schwester seines besten Freundes Koji, bringt Taiga in Schwierigkeiten. Noch hat er vor seinen Studienkollegen verbergen knnen, dass Yuiko ein besessenes Boys-Love-Fangirl ist, aber diese Bekanntschaft macht die Heimlichtuerei fr ihn nicht einfacher. Denn er muss nicht nur befrchten, dass Koji hinter Yuikos Fangirl-Dasein kommt, sondern auch, dass er sich gegenber dem Freund verplappert, der von der Leidenschaft seiner kleinen Schwester fr Cosplay und Boys-Love-Veranstaltungen nichts wei.

Doch noch weitere Heimlichkeiten halten den Studenten auf Trab. Von Koji bekommt er einen Job als Nachhilfelehrer bei einem Schler vermittelt. Und da er Yuikos ausschweifende Fantasie frchtet, verschweigt er seiner Freundin diese neue Beschftigung. So wird es nicht gerade einfach fr ihn, ihr zu erklren, warum er in letzter Zeit so wenig erreichbar ist und stndig sein Handy abgeschaltet hat. Yuiko hingegen muss sich inzwischen mit den unwillkommenen Aufmerksamkeiten eines Vorgesetzten befassen, der nicht akzeptieren will, dass sie einen Freund hat.

Fr den Leser ist es sehr angenehm mitzuerleben, dass Taiga sich so langsam nicht mehr von Yuikos Boys-Love-Leidenschaft gngeln lsst. Auch wenn so mancher geschlossene Kompromiss - wie zum Beispiel die Frage, wie die beiden ihren Weihnachtstag verbringen - natrlich ganz anders ausgeht, als es sich der Student erhofft hatte. Doch noch mehr bringt es einen zum Schmunzeln, wenn sich Taiga dabei ertappt, wie sehr er sich schon von Yuikos Fantasiewelt hat anstecken lassen. So bietet "Akihabara Shojo 3" wieder so einige amsante Momente fr den Leser, die vor allem durch die Versuche Taigas entstehen, die Seltsamkeiten seiner Yuiko vor seinen Freunden zu verbergen. Und die - fr Taiga peinliche - Szene am Ende dieses Bandes lsst auf weitere unterhaltsame Entwicklungen hoffen.

Zustzlich zu der Geschichte um Taiga und seine Freundin Yuiko enthlt dieser Band noch ein Kapitel des bislang fiktiven Manga, fr den das Boys-Love-Fangirl so sehr schwrmt. "Sepak-Takraw" handelt von einem Jungen, der von einem Geist besessen ist und deshalb zu einem herausragenden Sportler wird. Auch wenn dieser zustzliche Einblick in Yuikos Fan-Dasein ein netter Service fr den Leser ist, hat man doch nicht das Gefhl, dass dieses Kapitel gro zur Geschichte oder gar zur Qualitt des Manga beitrgt. Eher kommt die Frage auf, warum die junge Frau gerade fr diese Figuren schwrmen sollte.

Fazit:

Im dritten "Akihabara Shojo"-Band kommt die Geschichte um Taiga und seine Freundin Yuiko wieder etwas in Schwung. Der Student ist vollauf damit beschftigt, die Boys-Love-Leidenschaft seiner Freundin vor seinen Studienkollegen zu verheimlichen und jede Situation zu vermeiden, die Yuiko zu neuen Fantasien anregen knnte. So entstehen fr den Leser einige amsante Szenen, die in den Momenten, in denen klar wird, wie sehr Taigas Verhalten schon durch seine Freundin beeinflusst wurde, besonders witzig wirken. Nach einem eher enttuschenden zweiten Teil lsst das Ende dieses Manga auf eine ebenso lustige Fortsetzung der Geschichte in "Akihabara Shojo 4" hoffen.
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