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Aishiteruze Baby 1  Drucken E-Mail
Comics: Manga Allgemeines
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 28. September 2008

Aishiteruze Baby 1

Autor: Yoko Maki
Zeichner: Yoko Maki

Originaltitel: Aishiteruze Baby
bersetzt von: Maria Rmer

1. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: September 2008
ISBN: 978-3-86719-513-3
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.5

Wertung:
7.5
von 10
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Zum Inhalt:

Kippei Katakura ist 17 und geniet sein High-School-Leben als Mdchenschwarm in vollen Zgen. Eines Tages wird seine fnfjhrige Kusine Yuzuyu von ihrer Mutter bei den Katakuras zurckgelassen - und ausgerechnet Kippei wird dazu verdonnert, sich um das kleine Mdchen zu kmmern! Yuzuyus zuckerse Art ist wirklich herzerweichend, aber kann sie auch den coolen Kippei, ihren neuen "groen Bruder", fr sich gewinnen?

Meinung:

"Aishiteruze Baby" von Yoko Maki ist ein klassischer Shojo-Manga mit allen dazugehrigen Komponenten, die eine Geschichte fr Mdchen beinhalten muss. Die mnnliche Hauptfigur Kippei ist ein Mdchenschwarm. Kaum betritt er morgens die Schule, hngen schon die ersten Mitschlerinnen an seinem Hals und versuchen, seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Seine nette Art macht nur einen Teil seines Reizes aus, der andere Grund fr seine Anziehungskraft sind die Gerchte, die ber ihn im Umlauf sind.

So heit es, dass er mit einer lteren Frau zusammen leben wrde und auch Nachwuchs trauen seine Anhngerinnen dem Jungen schon zu. Dabei lebt Kippei ganz normal bei seiner Familie. Nun, nicht ganz normal, denn weder seine Groeltern noch seine Eltern haben jemals wirklich Verantwortung fr ihre Kinder bernommen, und so wurde er praktisch von seiner lteren - und sehr resoluten - Schwester Reiko aufgezogen. Sie ist es auch, die bestimmt, dass sich der Siebzehnjhrige um seine kleine Kusine kmmern soll. Yuzuyu ist fnf Jahre alt und ihre Mutter hat sie einfach bei ihren Verwandten, der Familie Katakura, zurckgelassen. Nach dem Tod ihres Mannes fhlte sie sich nicht mehr in der Lage, das kleine Mdchen zu versorgen. Fr Yuzuyu bricht eine Welt zusammen, ihr kommt es so vor, als ob ihre Mama sie nicht mehr lieb hat - nicht gerade leichte Bedingungen, unter denen Kippei die Ersatzmutter spielen muss.

Der Schler ist eigentlich ein wirklich netter Kerl, doch er hat nie gelernt, Verantwortung zu bernehmen - oder sich gar um jemanden zu kmmern. Da er von seiner eigenen Kindheit ausgeht, macht er mit der kleinen Yuzuyu am Anfang eine Menge falsch. Allein sein Versuch, dem Mdchen ein Bento fr den Kindergarten zusammenzustellen, ist geradezu hinreiend beschrieben. Aber es dauert eine Weile, bis er - mit Hilfe seiner Klassenkameradinnen - herausgefunden hat, was ein Bento wirklich beinhalten sollte.

So kommt es zu einigen wirklich witzigen Situationen, in denen der berforderte Kippei lernt, was die kleine Yuzuyu braucht, um einigermaen versorgt zu sein. Doch vor allem ist es einfach zuckers mit anzusehen, wie der - oft noch recht gedankenlose - Schler versucht, Yuzuyu so viel Sicherheit und Zuneigung zu geben, dass das kleine Mdchen fr einen Moment vergessen kann, von der Mutter zurckgelassen worden zu sein. Auch wenn Yuzuyu ihren neuen "groen Bruder" wirklich lieb hat, macht die ganze Situation sie sehr verletzlich. Dieser Umstand wird von einer enttuschten Verehrerin Kippeis ausgenutzt. So durchzieht neben all den komischen und niedlichen Szenen auch eine leise Traurigkeit die Geschichte um Kippei und Yuzuyu, die den Leser wirklich bewegt.

ber die hervorragende Druckqualitt, die bei den Tokyopop-Mangas blich ist, braucht man ja kaum noch ein Wort zu verlieren, und auch die bersetzung fllt positiv ins Auge. Doch vor allem bezaubern die detaillierten Zeichnungen von Yoko Maki. Der Zeichnerin ist es gelungen, jedem Charakter individuelle Zge zu verleihen - was bei der Masse an Mdchen nicht gerade leicht ist - und gerade die feinen Ausdrcke in den Gesichtern von Kippei und Yuzuyu untersttzen die Stimmung der Geschichte sehr schn.

Fazit:

"Aishiteruze Baby" von Yoko Maki ist vielleicht nicht der originellste Manga, dafr wird die Geschichte von Kippei und Yuzuyu aber ganz besonders schn erzhlt. Trotz der vielen humorvollen Szenen und der niedlichen Augenblicke durchzieht eine Traurigkeit den Manga, die den Leser nicht unberhrt lsst. Unterstrichen wird diese gelungene Erzhlweise durch die individuellen Charaktere und ihr feines Mienenspiel. Die langsame Vernderung des Mdchenschwarms Kippei zu einem verantwortungsvollen Jungen und Yuzuyus wachsendes Vertrauen in ihren "groen Bruder" sind einfach bezaubernd anzusehen - und machen Lust auf die weiteren Bnde von "Aishiteruze Baby".
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