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Violetta 3: Die Eisenkralle  Drucken E-Mail
Comics: Frankobelgier Funnys & Humor
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 13. Juni 2009

Violetta 3: Die Eisenkralle

Autor: Tronchet
Originaltitel: Violine: Le bras de fer
bersetzt von: Dr. Marcus Schweizer

Reihe: Violetta
3. Band der Reihe

Verlag: Finix Comics
Format: Softcover
Erschienen: Dezember 2008
ISBN: 978-3-941236-02-8
Preis: 11,80 EUR

48 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

Jetzt geht's richtig rund in Afrika! Violetta strzt auf der Suche nach ihrem Vater von einem turbulenten Abenteuer ins andere und erlebt dabei so manche berraschung. Eben noch musste sie verdauen, doch kein Spross kniglichen Geblts zu sein, da stolpert sie auch schon Hals ber Kopf in einen Volksaufstand. Ihre Gabe des Gedankenlesens gert schnell mal zum Fluch und sie hat bei dem ganzen Durcheinander alle Hnde voll zu tun, ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Doch das ist erst der Anfang! Schon hat Mutters zwielichtiger Doktor ihre Spur aufgenommen. Verbirgt vielleicht er sich hinter der tdlichen Eisenkralle?

Meinung:

Der Verein "Finix Comics" hat es sich zur Aufgabe gemacht, frankobelgische Comicreihen, die aus irgendeinem Grund von den ursprnglichen deutschen Verlagen nicht zu Ende gefhrt wurden, zu vervollstndigen. So auch "Violetta", eine Serie, deren erste beiden Bnde im Carlsen-Verlag erschienen. Da es schon fnf Jahre her ist, dass "Ich sehe was, was du nicht siehst" und "Bse Augenblicke" in Deutschland verffentlicht wurden, sind diese Teile der Reihe nur noch gebraucht oder von Dritthndlern zu bekommen. Doch auch ohne das Vorwissen aus diesen Comics macht es Spa, Violettas Abenteuer zu verfolgen.

Auf der Suche nach ihrem verschollenen Vater hatte es das kleine Mdchen nach Afrika verschlagen, wo es sich gleich kopfber in eine Revolution strzte. Mit Violettas Hilfe gelang es ihrem Freund Retter, die alte Regierung zu strzen und der neue Prsident des Staates Zongo zu werden. So ist es nur selbstverstndlich, dass Retter Violetta untersttzt, als sie mit Hilfe alter Briefe ihres Vaters herausfindet, dass sich dieser vermutlich zu den Kupferminen im Gebiet der Yaka begeben hat.

Zusammen mit dem trinkfreudigen Medizinmann Kombo und ihrer kleinen Maus Belphegor macht sich Violetta auf den Weg zu den Minen. Doch nicht nur der Schrumpfkpfe liebende Pygmenstamm der Yaka stellt fr das aufgeweckte Mdchen eine Bedrohung dar. Auch der Hausarzt ihrer Mutter hat sich - samt seiner nicht gerade ungefhrlichen Pillensammlung - auf den Weg gemacht, um Violetta wieder zurckzubringen. Und dann gibt es noch den geheimnisvollen Verfolger mit der Eisenkralle, der dem Mdchen mit den ungewhnlichen Augen auf der Spur ist. Gegen solche Widersacher hilft es nur bedingt, dass Violetta in der Lage ist, Gedanken zu lesen.

Auch wenn der Humor an einigen Stellen in diesem Comic sehr vorhersehbar ist, versetzt dies den Leser eher in freudige Erwartung, statt das Gefhl hervorzurufen, dass man sich doch ein wenig mehr Anspruch wnschen wrde. Violetta in ihrer teils naiven, teils sehr gewitzten Art ist wirklich eine liebenswerte Hauptfigur, deren Abenteuer in Afrika man gern begleitet. Und obwohl die Figur des Medizinmanns Kombo an Klischees kaum zu berbieten ist, bietet seine zgerliche und selbstbezogene Art eine schnen Hintergrund fr das kleine, unerschrockene Mdchen.

Whrend die Zeichnungen von Fabrice Tarrin und Jean-Marc Krings dem frankobelgischen Funny-Standard entsprechen, muss der Qualitt des Albums wirklich Lob gezollt werden. Finix hat hier sehr auf die Papier- und Druckqualitt geachtet, so dass die Farben schn klar und frisch erscheinen und sich angenehm von so manchen matten Bildern der Konkurrenz abheben. Auf jeden Fall macht diese liebevolle Aufarbeitung zusammen mit der unterhaltsamen Handlung dieses Violetta-Comics Lust auf die folgenden zwei Teile der Serie.

Fazit:

An die ersten beiden Teile der "Violetta"-Serie kommt man zwar nur noch gebraucht heran, doch auch ohne das Vorwissen aus diesen Comics kann man "Die Eisenkralle" genieen. Die Abenteuer des kleinen Mdchens mit den violetten Augen bieten wunderbaren franko-belgischen Humor, der zwar an manchen Stellen etwas vorhersagbar ist, aber trotzdem gut zu unterhalten wei. Dank der guten Druck- und Papierqualitt, die Finix Comics dem Leser hier bietet, kommen auch die Farben ganz wunderbar zur Geltung und knnen sogar darber hinwegtuschen, dass die Zeichnungen von Fabrice Tarrin und Jean-Marc Krings ber ein durchschnittliches Niveau nicht hinausgehen.
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