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Cubitus 20: Ausflug ins Grüne  Drucken E-Mail
Comics: Frankobelgier Funnys & Humor
Geschrieben von Jano Rohleder   
Montag, 1. März 2010

Cubitus 20: Ausflug ins Grüne

Autor: Dupa
Zeichner: Dupa

Originaltitel: Cubitus 26: Cubitus se met au vert
Übersetzt von: Martin Surmann

Reihe: Cubitus
20. Band der Reihe

Verlag: Piredda
Format: Softcover
Erschienen: April 2009
ISBN: 978-3-941279-03-2
Preis: 11,50 EUR

48 Seiten
Inhalt
5.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
6.7

Wertung:
6.7
von 10
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Zum Inhalt:

Cubitus, der weiße Wuschelhund mit der philosophischen Ader, erlebt mehrere Abenteuer in Form von Kurzgeschichten, die sich fast alle um das Thema "Grün" drehen: Neben einer ausgedehnten Landpartie zusammen mit Herrn Bojenberg und einer Fahrt in der grünen Minna steht auch eine Begegnung mit den grünen Männchen auf dem Programm. Und auch dem grüne-Hölle-erprobten Barney Jordan aus der klassischen Serie Andy Morgan ist eine eigene Story gewidmet ...

Meinung:

Mit "Ausflug ins Grüne" liegt der 20. Band der roten Cubitus-Reihe vor und der vierte im Piredda-Verlag erschienene. Enthalten sind wieder diverse Gag-Einseiter sowie ein paar längere Geschichten, die diesmal - wie der Titel bereits andeutet - alle zum größten Teil in der schönen freien Natur spielen.

Die erste der elf Storys dieses Bandes ist der Einseiter "Ein Entschluss mit Genuss", in der sich Cubitus tatsächlich - zum großen Erstaunen Bojenbergs - in eine Badewanne begibt. Die Pointe ist etwas platt, aber der Gag gehört trotzdem zu den lustigeren Cubitus-Einseitern.

Weiter geht es mit dem Vierseiter "Bojenberg schnuppert Landluft". Boje und Cubitus machen sich darin - samt einem riesigen Haufen Gepäck - zu einem Camping-Wanderausflug auf und bekommen es mit einem übereifrigen "Ortsfeldhüter" zu tun, der ihnen diverse Ordnungswidrigkeiten vorwirft, aber immer wieder aufs Neue "ruhig gestellt" werden kann. Die Geschichte hat einige nette Gags sowie einen absehbaren - aber lustigen - Schluss zu bieten.

"Mögen Sie Vivaldi" ist mit sieben Seiten eine der längsten Geschichten des Bandes. Diesmal fahren Cubitus und Boje ins Grüne, um dort ein Picknick zu veranstalten ... bei dem gerade gelandete Mini-Außerirdische mit Bojes Transistorradio herumspielen, das daraufhin ein Eigenleben entwickelt. Der Schluss ist relativ lahm und die Gags zünden auch nicht immer, aber die Außerirdischen sehen putzig aus und die Idee des plötzlich "beseelten" Radios ist auch ganz unterhaltsam.

Mit "Einszweieinszwei" liegt als Nächstes ein völlig unlustiger Dreiseiter vor, bei dem Boje und Cubitus im Park zufällig Dreharbeiten zu einem neuen Werbespot stören. Das Witzigste an der Geschichte ist, dass der Wuschelhund vom Kameramann als "Eisbär" bezeichnet wird.

Fünf Seiten hat die Story "Was ist grün und sitzt im Teich, ist aber kein Frosch?". Cubitus und Bojenberg begeben sich ins Grüne, um mit dem kleinen Boot von Bojes Freund Gustav eine Runde zu drehen. Leider ist auch diese Geschichte völlig unlustig und wenn die Wasserschutzpolizei anrückt, um die "Terroristen" auf ihrem Holzboot "festzunehmen", ruft das beim Leser nur ein verwundertes Kopfschütteln hervor. Zum Glück ist der Einseiter "Naturschutz", der auf die Geschichte folgt, wieder etwas lustiger und zeigt die Probleme, die Cubitus mit seiner naturgetreuen Malerei hat.

Im Vierseiter "Wenn der Zeichner mal in Urlaub fährt" bekommt der Leser das wahre Gesicht von Cubitus, Boje und Kater Paustian zu sehen, da Zeichner Dupa überraschend in Urlaub gefahren ist. Diese Gelegenheit muss natürlich sofort für ein ausgiebiges Grillfest ausgenutzt werden, denn ohne Dupa gibt es niemanden, der "sich all diese Missgeschicke ausdenkt", die den Dreien ständig zustoßen. Eine durchaus lustige Kurzgeschichte mit einigen Schmunzelmomenten ... zu dumm nur, dass Dupa früher als erwartet zurückkehrt, weil ihm ein Reifen geplatzt ist.

In "Cubitus in der grünen Hölle ..." begibt sich der Wuschelhund auf Entdeckungsreise in den Dschungel von Gatto Grosso, wo ihm ständig jemand Geld abzuknöpfen versucht, der merkwürdigerweise erstaunliche Ähnlichkeit mit Paustian hat. Ein ganz netter Fünfseiter, der allerdings ohne wirkliche Gag-Highlights daherkommt.

"Cubitus und die vergängliche Sorglosigkeit" dürfte die älteste Story des Bandes sein, hat Cubitus hier doch noch sein ursprüngliches Aussehen mit dem Fellpuschel über den Augen. In dem unterhaltsamen Siebenseiter kauft sich Boje günstig einen Kahn (von einem Skipper, der erstaunliche Ähnlichkeit mit Barney Jordan aus der Reihe "Andy Morgan" hat) ... der natürlich wenig seetauglich ist. Zum Schluss machen es sich Herr und Hund aber doch noch gemütlich, wenn auch etwas anders als zunächst gedacht.

"Blauer Himmel, blaues Meer (na ja, eher grau, oder zumindest blassgrün)" zeigt auf vier Seiten Cubitus und Boje im Urlaubsstress und verdeutlicht den beiden Faulpelzen mal wieder, dass es daheim doch immer noch am schönsten ist. Eine nette, augenzwinkernde Geschichte, die zu den lustigsten des Bandes gehört.

In "Grün-dlichkeit", der letzten Story, bekommt Boje auf einmal Lust zum Wandern und so machen sich er und Cubitus zu einem Ausflug ins Grüne auf. Dieser plätschert auf fünf Seiten vor sich hin und macht mit dem völligen Fehlen jeglicher Gags und Lustigkeit den Tiefpunkt des Bandes aus.

Die Verarbeitung des Albums ist - wie vom Piredda-Verlag gewohnt - sehr gut. Das Softcover bietet kräftiges Papier und beste Druckqualität. Bei ein paar wenigen Seiten (wie z.B. Seite 32) lag allerdings wohl keine richtige Druckvorlage mehr vor und es musste auf einen Scan zurückgegriffen werden, was sich an schlechterer Farbqualität sowie der Tatsache bemerkbar macht, dass die Rückseite der Vorlage leicht durchschimmert. Dies kann allerdings den positiven Eindruck genauso wenig trüben wie der auf Seite 42 fälschlich gesetze "Ende"-Schriftzug.

Fazit:

"Cubitus 20: Ausflug ins Grüne" bietet wieder zahlreiche Abenteuer mit dem knudelligen weißen Wuschelhund Cubitus und seinem Herrchen, dem schrulligen Ex-Seemann und Erfinder Bojenberg. Wie schon in den vorherigen Bänden schwankt die inhaltliche Qualität der Storys sehr stark, die Zeichnungen sind aber mal wieder durchweg gelungen. Auch die Verarbeitung bietet keinen Grund zur Klage, sodass Cubitus-Fans bei dieser Veröffentlichung des Piredda-Verlags bedenkenlos zugreifen können.
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