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Meinem Herzen so nah  Drucken E-Mail
Bcher: Belletristik Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 12. April 2010

Meinem Herzen so nah

Originaltitel: Love Child
bersetzt von: Elisabeth Liebl

Verlag: Goldmann
Erschienen: Januar 2008
ISBN: 978-3-442-46600-9
Preis: 8,95 EUR

416 Seiten
Inhalt
2.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
2.6

Wertung:
2.6
von 10
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Zum Inhalt:

Kaum hat Joanna Brennan ihre kleine Anwaltskanzlei in Dublin erffnet, liegt bereits der erste Fall auf ihrem Schreibtisch. Agnes, die beste Freundin ihrer Mutter, ist gestorben und Joanna, die das Testament vollstrecken soll, steht vor lauter Rtseln. Agnes' letzter Wille bringt Dinge ans Licht, die niemand geahnt htte. Und dann bietet ihr noch ausgerechnet Agnes' Sohn Tom, ihr heimlicher Jugendschwarm, seine Hilfe an. Ihre Nachforschungen fhren Joanna in die Jugendzeit von Agnes und ihrer eigenen Mutter - und nach und nach kommt sie hinter lang gehtete Geheimnisse, die auch ihr Leben von Grund auf verndern ...

Meinung:

Linda Kavanagh greift mit ihrem Roman "Meinem Herzen so nah" keine neue, aber eine doch eigentlich immer ganz reizvolle Grundidee auf: Die Anwltin Joanna Brennan soll das Testament von Agnes Kilmartin vollstrecken und stt dabei auf ein unglaubliches Geheimnis, in das auch ihre eigene Mutter Catherine verstrickt ist. Die verstorbene Agnes war schon seit der Schulzeit die beste Freundin von Catherine Brennan und ihr ganzes Leben lang haben die beiden einander bei den verschiedenen Schicksalsschlgen beigestanden.

Fr Joanna ist dies einer der ersten Flle ihrer gerade erst erffneten Anwaltspraxis und die Abwicklung des Testaments gestaltet sich erstaunlich schwierig. Agnes hat ihr - nicht gerade geringes - Vermgen nicht nur ihrem Sohn Tom, sondern auch anderen Personen hinterlassen. Doch weder Joanna noch Tom haben eine Ahnung, wer diese Erben sind und wie Joanna sie finden soll. Auch hatte Agnes darauf bestanden, nicht neben ihrem Ehemann, sondern neben einem der Familie unbekannten Mann bestattet zu werden.

Auf die Hilfe ihrer Mutter kann Joanna bei den Nachforschungen nicht rechnen, denn Catherine leidet seit Jahren an Alzheimer und ist nicht in der Lage, auf Fragen zu reagieren. Doch dafr findet die Anwltin Untersttzung bei Agnes' Sohn Tom, ihrer besten Freundin, der Journalistin Orla, und dem attraktiven Privatdetektiv Ronan. Gemeinsam finden sie mehr heraus ber die Geschehnisse von vor ber dreiig Jahren, die zu den seltsamen Formulierungen in Agnes' Testament gefhrt haben.

Romane, die auf zwei Zeitebenen erzhlt werden und deren Handlung sich um ein Familiengeheimnis dreht, das in der Vergangenheit liegt, gibt es zuhauf. Und so prsentiert Linda Kavanagh mit "Meinem Herzen so nah" dem Leser keine besonders ungewhnliche Geschichte. Doch whrend eine gute Autorin aus diesem Thema eine reizvolle, rtselhafte und spannende Handlung ersinnen kann, bietet dieser Roman nur einen vielversprechenden Anfang, der Erwartungen weckt, die letztendlich nicht erfllt werden.

Die verschiedenen Charaktere sind nicht wirklich sympathisch, die Geheimnisse der Vergangenheit sind fr den Leser vorhersehbar und sorgen leider in keiner Weise fr Spannung und gegen Ende bertreibt Linda Kavanagh es so sehr mit dem Verbinden der einzelnen Handlungsstrnge, dass der Leser sein letztes bisschen Geduld mit diesem Roman verliert. Neben den Passagen, die vor ber dreiig Jahren spielen, verwebt die Autorin auch noch die Liebesgeschichten von Joanna und ihrer Freundin Orla mit den aktuellen Geschehnissen.

Doch auch diese mehr oder weniger romantischen Elemente sind nicht gerade vergnglich zu lesen. Zum einen ist der Umgang der beiden Frauen mit Mnnern ein wenig irritierend, was aber auch ein wenig auf die Tatsache zurckgefhrt werden kann, dass die Handlung im katholischen Irland spielt. Zum anderen verliert jede Liebesszene aufgrund der unpassenden Ausdrucksweise von Linda Kavanagh jeden Hauch von Romantik. So bleibt der Leser nach der letzten Seite von "Meinem Herzen so nah" frustriert zurck, da die Geschichte - trotz der netten Grundidee - langweilig, vorhersehbar und absolut nicht ansprechend ist.

Fazit:

Linda Kavenagh vermag es leider nicht, mit ihrem Roman "Meinem Herzen so nah" den Leser zu unterhalten, obwohl die Handlung um die Anwltin Joanna und das rtselhafte Testament der Agnes Kilmartin einiges an Potenzial bietet. Die eigentlich ganz nette Grundidee geht neben den wenig sympathischen Charakteren, den beraus vorhersehbaren Wendungen und den wenig romantischen Liebesszenen vollstndig unter. Der Autorin gelingt es nicht, Spannung aufkommen zu lassen oder den Leser gar mit ihrer Geschichte zu fesseln, und am Ende des Buches bedauert man, dass man berhaupt Zeit in diesen Roman investiert hat.
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