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CSI: Die Last der Beweise  Drucken E-Mail
Bcher: Belletristik Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Donnerstag, 22. Mai 2008

CSI: Die Last der Beweise

Originaltitel: CSI: Body of Evidence
bersetzt von: Frauke Meier

Verlag: vgs
Erschienen: Februar 2008
ISBN: 978-3-8025-1769-3
Preis: 9,95 EUR

405 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

In einer Werbeagentur tauchen Fotos missbrauchter Kinder auf. Doch von wem stammen sie? Anscheinend hatte jeder der Mitarbeiter die Mglichkeit, an das Passwort des Computers zu gelangen. Der hoch entwickelten EDV-Technik haben die Kriminalisten mit ihrem forensischen Wissen wenig entgegenzusetzen. Aber zum Glck knnen sie auf einen Fachmann zurckgreifen, den Computerguru Tomas Nuez, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Schon bald gibt es einen Verdchtigen und alle Puzzlestcke scheinen zusammenzupassen.

Meinung:

Max Allan Collins ist es gelungen, mit "CSI: Die Last der Beweise" einen Roman zu verfassen, der die Stimmung der beliebten Fernsehserie "CSI" hervorragend einfngt. Bcher zu Filmen oder Fernsehproduktionen sind in der Regel eher weniger empfehlenswert, da sie schnell und mit wenig Liebe zum Detail produziert werden, um im Fahrwasser des Erfolgs noch ein paar Dollar in die Kassen der Rechteinhaber zu splen. Und es wird immer Fans geben, die diese Politik des Geldraffens untersttzen, indem sie - unabhngig von der Qualitt - mit dem Bcherkauf die Zeit bis zur nchsten Ausstrahlung zu berbrcken versuchen.

Mit "Die Last der Beweise" hingegen bekommt der Zuschauer der "CSI"-Serie einen soliden Krimi in die Hnde. Dieser bietet zwar nicht den Tiefgang, den man von einem "normalen" Roman dieses Genres erwarten wrde, wei aber den Leser durchaus zu unterhalten. Max Allan Collins war wirklich eine gute Wahl fr ein solches Buch. Der Autor kann auf eine lange und vielfltige Karriere als Schriftsteller zurckblicken, wobei er sich (unabhngig davon, ob er Bcher, Comics oder Drehbcher geschrieben hat) immer im Bereich des Kriminalromans bewegte.

Gil Grissoms Mitarbeiter haben es in diesem Buch mit zwei unterschiedlichen Fllen zu tun. Einerseits mssen Catherine Willows und Nick Stokes sich um die in einer Werbeagentur aufgetauchten pornografischen Fotos kmmern und auf der anderen Seite beschftigt sich Grissom zusammen mit Sara Sidel und Warrick Brown mit dem Fund einer unbekannten Toten in der Nhe einer Militrbasis. Whrend Catherine und Nick mit ihrem Fall aufgrund persnlicher Vorgeschichten Probleme haben, findet sich das andere Team schnell in einem Sumpf aus politischen Verwirrungen wieder.

Nach dem gewohnten Schema der Serie hat der Autor zwei unterhaltsame und spannende Kriminalgeschichten entwickelt. Wie es der Zuschauer aus dem Fernsehen gewohnt ist, ermitteln beide Gruppen unabhngig voneinander und profitieren dabei doch von dem Erfahrungsaustausch am Arbeitsplatz. Auch Captain Jim Brass und der Gerichtsmediziner Doc Robbins sind in den Fall mit der toten Unbekannten involviert und tragen ihren Teil zur Ermittlung des Tters bei.

Ohne das Vorwissen aus der Fernsehserie bekommt der Leser nicht mehr als einen einfachen und soliden Kriminalroman zur Lektre, der ihn fr ein paar Stunden recht gut unterhlt. Doch wer gern die "CSI"-Flle am Bildschirm verfolgt und mit den Charakteren einigermaen vertraut ist, der kann anerkennen, wie gut es Max Allan Collins gelungen ist, die Figuren in sein Buch zu bertragen. Kleine Eigenheiten und Gesten werden beschrieben, die fr die Schauspieler typisch sind und den besonderen Reiz der "CSI"-Mitwirkenden auf den Zuschauer ausmachen. Egal, ob es um Grissoms bemhten Umgang mit Politikern geht oder die Reaktion seiner Mitarbeiter auf die Ansprche, die er an sie stellt - vor dem inneren Auge des Lesers luft beim Genuss des Buches ein stimmiger Film ab. Dabei bietet der Roman dem Autor die Mglichkeit, bestimmte Gedankengnge in Worte zu fassen, statt sie allein mit Mimik oder Gestik andeuten zu mssen.

Fazit:

Mit "CSI: Die Last der Beweise" legt Max Allan Collins ein berzeugendes Buch zur beliebten Fernsehserie "CSI: Crime Scene Investigation" vor. Whrend man normalerweise von einem Roman zum Film nicht viel erwarten darf, bietet sich dem Leser hier nicht nur spannende Unterhaltung, sondern auch eine stimmige literarische Umsetzung der Serien-Vorlage. Die Flle sind recht gut konstruiert und die Charaktere werden so berzeugend beschrieben, dass sie sich nahtlos in das Bild einfgen, das sich der "CSI"-Zuschauer von ihnen gemacht hat. Auch wenn man hier kein kriminalistisches Meisterwerk erhlt, sorgt "Die Last der Beweise" doch fr unterhaltsame Lektre bis zur nchsten "CSI"-Folge im Fernsehen.

 
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