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Buffy - The Vampire Slayer 3: Wölfe!  Drucken E-Mail
Comics: Amerika Horror & Mystery
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 1. Januar 2010

Buffy - The Vampire Slayer 3: Wölfe!

Zeichner: Georges Jeanty

Originaltitel: Buffy - The Vampire Slayer, Season 8: Wolves at the Gate
Übersetzt von: Claudia Kern

3. Band der Reihe

Verlag: Panini Comics
Format: Softcover
Erschienen: November 2008
ISBN: 978-3-86607-656-3
Preis: 14,95 EUR

128 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
7.9

Wertung:
7.9
von 10
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Zum Inhalt:

Vampire, die sich nach Belieben in Wölfe, Panther, Insekten oder Nebel verwandeln können, fallen in den Norden Schottlands ein. Und als wäre das noch nicht genug, stehlen sie auch noch Buffys Sense, das Symbol für die Macht aller Jägerinnen weltweit. Die Jagd nach den neuen Feinden führt Buffy und ihre Truppe ins ferne Tokio, während Xander in Transsylvanien den verzweifelten Versuch startet, die Hilfe Draculas zu gewinnen.

Meinung:

Der dritte Band der Reihe "Buffy - The Vampire Slayer" mit dem Titel "Wölfe!" beginnt mit dem Kapitel "Ein schöner Sonnenuntergang", in dem Buffy zum ersten Mal auf "Dämmerung" trifft. Dieser ist der Kopf hinter der militärisch anmutenden Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Jägerinnen zu vernichten. Ein Argument der Organisation ist es, dass die jungen Frauen ihre Kräfte nicht unbedingt zum Guten einsetzen müssen und so zu einer neuen und gefährlichen Macht werden - eine Gefahr, die auch Buffy schon erkannt hat, da einige der Jägerinnen, die von Andrew ausgebildet wurden, bewaffnete Überfälle durchgeführt haben.

Während dieser von Joss Whedon geschriebene Teil der Handlung nicht nur überraschend nachdenklich geraten ist, sondern auch die Vermutungen des Lesers zu den Hintergründen von "Dämmerung" anheizt, erlebt man mit der längeren Geschichte "Wölfe vor dem Tor" eine klassische "Buffy"-Episode. Diese vier Kapitel wurde in Zusammenarbeit mit Drew Goddard verfasst, der schon bei der Fernsehserie Erfahrungen als "Buffy"-Autor sammeln konnte. So ist es kein Wunder, dass diese Erzählung vor typischen Elementen der "Buffy"-Serie nur so strotzt.

In "Wölfe vor dem Tor" wird die schottische Burg, die den Jägerinnen inzwischen als Hauptquartier dient, von einer Gruppe gestaltwandelnder japanischer Vampire überfallen. Natürlich geschieht dies prompt an einem Abend, an dem Xander zusammen mit der Jägerin Renee Wache schiebt und sich die beiden endlich ein wenig näher kommen. Aber auch für Buffy ist der Zeitpunkt denkbar ungünstig, da sie zum ersten Mal seit langer Zeit die Nacht nicht alleine verbringt. Doch all die persönlichen Probleme sind erst einmal unwichtig, als es den Vampiren gelingt, die Streitaxt zu stehlen, durch deren magische Kräfte die Jägerin siegreich aus dem Kampf am Ende der siebten Staffel hervorgehen konnte.

Es bleibt Buffy nichts anderes übrig, als mit den anderen Jägerinnen zusammen nach Tokio zu reisen, um gegen den japanischen Vampirclan anzugehen und die Waffe wieder in ihren Besitz zu bringen. Doch vorher müssen sie die Frage klären, wie man gegen Vampire kämpfen kann, die sich nicht nur in Wölfe, Panther und Bienenschwärme verwandeln, sondern auch in Rauch auflösen können. Der Einzige, der ihnen dieses Rätsel vielleicht erklären kann, ist Dracula. Und da den uralten Vampir und Xander eine besondere Beziehung verbindet, liegt es nun an ihm, eine Lösung für das Problem der Jägerin zu finden.

"Wölfe vor dem Tor" bietet nicht nur eine wunderbare "Jägerinnen jagen Vampire"-Geschichte, sondern auch sehr viele Momente, in denen der Leser bei den Dialogen breit grinsen muss, weil sie so typisch für Buffy und ihre Mitstreiter sind. Aber auch die vielen Anspielungen auf kleine Momente, die die Fernsehserie damals so reizvoll gemacht haben, und das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere sind wunderbar zu verfolgen. Doch dieser Teil des Comics bietet nicht nur amüsante Unterhaltung, sondern auch bedrückende und traurige Szenen, die einen mit den verschiedenen Figuren mitfühlen lassen.

So hat man beim dritten Band der "Buffy - The Vampire Slayer"-Reihe das Gefühl, endgültig wieder im "Buffy"-Universum angekommen zu sein. Und auch Georges Jeanty, der für den gesamten Band verantwortlich ist, kann mit seinen Zeichnungen überzeugen. Obwohl es an manchen Stellen noch immer leichte Probleme mit den Proportionen gibt, gelingt es ihm inzwischen, den verschiedenen Charakteren mehr Profil zu verleihen. Doch besonders seine Darstellung von Tokio und den Bewohnern dieser japanischen Großstadt fesselt die Aufmerksamkeit des Lesers. Die Kolorierungen wurden dieses Mal nicht von Dave Stewart, sondern von Michelle Madsen übernommen, und auch ihr gelingt es sehr gut, die Details in den Zeichnungen hervorzuheben.

Fazit:

Mit dem dritten "Buffy"-Band, "Wölfe!", hat man das Gefühl, dass Joss Whedon und seine Co-Autoren endgültig den Ton der Fernsehserie getroffen haben. Nach einer eher nachdenklichen Episode, in der Buffy auf "Dämmerung" trifft, kann der Leser eine amüsante, actionreiche und traurige Handlung rund um den Kampf gegen einen japanischen Vampir-Clan verfolgen. Auch zeichnerisch kann dieser Comic mehr überzeugen als die beiden vorangegangenen Teile, da Georges Jeanty deutlich weniger Schwächen bei der Darstellung der Charaktere zeigt und dafür mit sehr schönen Straßenszenen glänzt.
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