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Buffy - The Vampire Slayer 2: Wie tötet man eine Jägerin?  Drucken E-Mail
Comics: Amerika Horror & Mystery
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 1. Januar 2010

Buffy - The Vampire Slayer 2: Wie tötet man eine Jägerin?

Originaltitel: Buffy - The Vampire Slayer, Season 8: No Future for You
Übersetzt von: Claudia Kern

2. Band der Reihe

Verlag: Panini Comics
Format: Softcover
Erschienen: Juli 2008
ISBN: 978-3-86607-550-4
Preis: 14,95 EUR

128 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
7.5

Wertung:
7.5
von 10
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Zum Inhalt:

Faith wandelte schon immer auf dem schmalen Grat zwischen gut und böse - aber als Jägerin ist sie die einzige, die Buffy eventuell das Wasser reichen kann. Und als einsame Kämpferin, die versucht, die Taten ihrer Vergangenheit zu sühnen, pulverisiert sie nach wie vor Vampire, aber sie wird auch noch immer als Mörderin gesucht, ist stets auf der Flucht und unberechenbar. Ausgerechnet sie sucht Giles auf, mit einem sehr speziellen Auftrag - und nicht nur Faith fragt sich: Wie tötet man eine Jägerin?!

Meinung:

Mit "Die Rückkehr der Jägerin" hat Joss Whedon einen sehr interessanten Auftakt zur achten "Buffy"-Staffel geschaffen. Doch schon beim zweiten Band "Wie tötet man eine Jägerin?" bekommt mit Brian K. Vaughan ein anderer Autor die Chance, die Handlung weiterzuführen. Dieses Mal konzentriert sich die Handlung mit der Geschichte "Ohne Zukunft" auf Faith, die von Giles einen ungewöhnlichen Auftrag bekommt.

Buffys ehemaliger Wächter hat von seinen Weissagern erfahren, dass eine bestimmte junge Frau das Ende der Welt herbeiführen wird, wenn sie bis zum Herbst überlebt. Doch Genevieve ist keine gewöhnliche Frau, sie gehört dem britischen Hochadel an und ist - genau wie Faith - eine Jägerin. Aber im Gegensatz zu den Jägerinnen rund um Buffy, die es als ihre Aufgabe ansehen, die Menschheit vor dem Bösen zu bewahren, wird die Engländerin von Allmachtsfantasien beherrscht und will sich an die Spitze der Jägerinnen setzen, um die Welt zu beherrschen. Um ihre Kräfte zu trainieren, scheut die junge Adlige nicht einmal vor der Jagd auf Menschen zurück.

Schweren Herzens beauftragt Giles Faith mit der Ermordung der Adligen und verspricht ihr als Entschädigung die Ausreise in ein Land ihrer Wahl und eine lebenslange Rente. Obwohl dies für die Jägerin die Chance auf ein sicheres und relativ friedliches Leben bedeuten würde, in dem sie nicht mehr tagtäglich auf der Flucht vor dem Gesetz wäre, fällt ihr der Gedanke schwer, einen Menschen zu töten. Und so überrascht es auch nicht, dass Faith erst einmal zögert und sich stattdessen mit Genevieve anfreundet.

Eigentlich könnte die Herkunft der beiden jungen Frauen nicht unterschiedlicher sein, denn während die Adlige wohlbehütet aufwuchs, musste Faith schon früh um ihr Überleben kämpfen. Trotzdem fühlen sich die beiden seltsam verbunden, teilen bestimmte Vorlieben und Erfahrungen, was dazu führt, dass Faith ihr Opfer am liebsten retten würde. Doch da auch in diesem Fall die Organisation der "Dämmerung" ihre Hand im Spiel hat, geht es nicht nur darum, Genevieve zum Umdenken zu bewegen. Dabei ist es erstaunlich, wie gut Brian K. Vaughan mit "Ohne Zukunft" den Ton der "Buffy"-Serie trifft und wie hervorragend es ihm gelingt, die Vielschichtigkeit von Faiths Charakter darzustellen.

"Überall und nirgends" wird wieder von Joss Whedon erzählt, der dieses Kapitel nutzt, um ein paar Ereignisse zwischen dem Ende der Fernsehserie und dem Beginn der Comic-Reihe darzustellen. Buffy und Willow versuchen mehr über die "Dämmerungs"-Organisation herauszufinden, indem sie einen gefangenen Dämonen befragen. Doch der Besuch bei dem Dämonen bringt die beiden Frauen dazu, sich einigen unangenehmen Wahrheiten über ihr Leben und ihre Freundschaft stellen zu müssen. Für Joss Whedon ergibt sich so die Gelegenheit, die Beziehung zwischen Buffy und Willow genauer zu beleuchten und aufzuzeigen, wie sehr sie sich im Laufe der Jahre verändert haben. Und so schön es ist, das vertraute Zusammenspiel der Freundinnen zu beobachten, erwartet den Leser doch auch eine kleine Enttäuschung bei der Aufdeckung der wahren Quelle der finanziellen Unterstützung von Buffys Jägerinnen-Organisation.

Bei den Zeichnungen von Georges Jeanty ("Ohne Zukunft") ergeben sich auch hier die gleichen Probleme wie beim ersten Band. So ganz gelingt es dem Künstler leider nicht, die Proportionen der Gesichter stimmig darzustellen, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch dazu führt, dass man die verschiedenen Charaktere nicht immer auf Anhieb erkennt. Dafür sind die von ihm gezeichneten Monster - auch in Bezug auf die Proportionen - deutlich besser gelungen. "Überall und nirgends" wurde von Cliff Richards gezeichnet, dessen feinerer Zeichenstil eine gefälligere Linienführung aufweist, während die Kolorierung von Dave Stewart auch in diesem Band die Vorzüge der verschiedenen Zeichnungen betont.

Fazit:

Schon im zweiten "Buffy"-Band darf mit Brian K. Vaughan ein anderer Autor als Joss Whedon seinen Teil zur Geschichte beitragen. Dabei hat Vaughan mit "Ohne Zukunft" eine fesselnde und wunderbar stimmige Fortsetzung der Handlung geschaffen, in der Faith die Hauptrolle spielt. Bei den Zeichnungen muss man leider wieder die misslungenen Perspektiven der Gesichter bei Georges Jeanty kritisieren, auch wenn er die verschiedenen Monster sehr schön darzustellen weiß. Der Zeichenstil von Cliff Richards ist dagegen angenehmer und weist eine feinere Strichführung auf.
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