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Oh mein Gott 01  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 1. Mrz 2015

Oh mein Gott 01

Autor: Tooko Miyagi
Zeichner: Tooko Miyagi

Originaltitel: Seirei Produce Vol. 01
bersetzt von: John Schmitt-Weigand

Reihe: Oh mein Gott
1. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Juni 2014
ISBN: 978-3-770-48245-0
Preis: 7,00 EUR

176 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.6

Wertung:
7.6
von 10
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Zum Inhalt:

"Du hast noch keinen Gott? Dann glaube ab heute an mich!!" Wrdest du auf so ein Angebot von einem wildfremden Kerl eingehen? Nein? Dann geht es dir wie Shiina! Fr die schusselige Schlerin ist alles, was sie nicht mit eigenen Augen sehen kann, Humbug: Horoskope, Talismane, Religion ... Klar erteilt sie dem Mchtegern-Gott eine deutliche Abfuhr. Doch so einfach scheint das nicht zu gehen: Irgendwie scheint ihr Schicksal an den Kerl gebunden zu sein. Als sich dieser dann auch noch kurzerhand bei ihr einquartiert, ist das Chaos perfekt ...

Meinung:

Nachdem EMA vor einigen Jahren "Byakuya Zoushi - Weie Nacht" auf den deutschen Markt brachte, wird nun der Zweiteiler "Oh mein Gott" von Tooko Miyagi verffentlicht. Wie bei "Byakuya Zoushi" spielt die Mangaka auch hier mit Elementen der japanischen Mythologie, doch statt damit eine gruselige Atmosphre zu schaffen, setzt Tooko Miyagi bei "Oh mein Gott" auf humorvolle Szenen. Schon auf der ersten Seite lernt der Leser die sechzehnjhrige Schlerin Momose kennen, die in ihrem Bekanntenkreis den Spitznamen "Gttin der Zerstrung" trgt, weil sie stndig - ohne es zu wollen - Dinge kaputt macht. Shiina Momose ist ein etwas dickkpfiges Mdchen, das sich recht vehement zu dem Aberglauben in seiner Umgebung uert. Horoskope, Gtter, Weissagungen - all dies ist in Shiinas Augen Unsinn und sie weigert sich, von so etwas ihr Leben bestimmen zu lassen.

So ist es auch kein Wunder, dass sie unwirsch reagiert, als sie auf dem Schulweg von Amane angesprochen wird. Dieser behauptet, im Himmel, in einem Land der vergessenen Gtter, als Geist Mizukagami geboren worden zu sein. Nun ist er aus dem Himmel herabgestiegen, um gemeinsam mit seinem Untergebenen Goya gengend Anhnger zu finden, um zum Gott aufsteigen zu knnen. Natrlich ist Shiina fest davon berzeugt, dass sie von zwei ausgemachten Spinnern verfolgt wird, und versucht zu flchten. Doch dummerweise besteht zwischen ihr und Amane eine geheimnisvolle Verbindung, die verhindert, dass sie sich mehr als ein kurzes Stckchen von ihm entfernen kann. Als dann auch noch durch ihre Schuld Amanes Fcher, in dem seine gttliche Kraft verborgen liegt, zerbricht, steht Shiina in Amanes Schuld. Kurzerhand quartiert sich der potenzielle Gott mitsamt seinem Gefolgsmann bei dem Mdchen und seiner Mutter ein und sorgt so fr einigen Trubel.

Tooko Miyagi legt bei der Handlung von "Oh mein Gott" ein ganz schnes Tempo vor. So beinhaltet der erste Band der Reihe nicht nur das Kennenlernen der Protagonisten, sondern es kommen im Laufe der Kapitel auch noch einige weitere Charaktere hinzu, die dafr sorgen, dass Shiina sich mit bernatrlichen Elementen auseinandersetzen muss. Schnell kommt man zu der berzeugung, dass die Mangaka aus der - wenn auch nicht gerade innovativen - Grundidee sogar eine etwas lngere Reihe htte machen knnen, doch immerhin kommt so beim Lesen des Manga definitiv keine Langeweile auf. Besonders die gegenstzlichen Charaktere von Amane und Shiina sorgen immer wieder fr amsante Momente.

Whrend Amane fest davon berzeugt ist, dass Shiina ihm zu huldigen hat, und deshalb recht herrisch und arrogant auftritt, verteidigt sie als moderne junge Frau vehement ihre Unabhngigkeit und ihre eigene Meinung. Auch wenn die merkwrdige Verbindung zwischen ihr und Amane dafr sorgt, dass sie an ihn gebunden ist, entdeckt sie doch ganz schnell, dass sie ihm nicht machtlos ausgeliefert ist. Mit einem gehrigen Schuss Boshaftigkeit und vor allem dank ihres nicht zu unterschtzenden Dickkopfs zeigt sie dem Mchtegern-Gott immer wieder seine Grenzen auf, was fr den Leser zu sehr amsanten Szenen fhrt. Dass sie im Laufe des ersten Bandes ebenfalls bemerkt, dass auch so ein weltfremdes himmlisches Wesen seine sympathischen Seiten hat, kommt bei einer romantisch-lustigen Geschichte dann auch nicht ganz unerwartet.

Auch bei den Zeichnungen kann Tooko Miyagi die Erwartungen des Lesers erfllen. Die mnnlichen Charaktere sind durchgehend sehr gut aussehend und unterscheiden sich vom Typ her so weit, dass fr jeden Geschmack etwas dabei sein drfte. Shiina hingegen ist ein hbsches Mdchen, dessen Willensstrke sich nicht nur in ihren Gesichtszgen, sondern auch in ihrer Gestik und Mimik spiegelt. Die Hintergrnde hat die Mangaka so weit ausgearbeitet, dass eine passende Atmosphre aufkommt, auch wenn man leider keine allzu detaillierten Darstellungen prsentiert bekommt. Dafr gnnt EMA dem Leser zwei Farbseiten zu Beginn des Manga und die Skizzen von Tooko Miyagi am Ende des Bandes zeigen sehr schn, welche Gedanken sich die Zeichnerin zu den verschiedenen Figuren gemacht hat und welche Entwicklung diese von den ersten Entwrfen bis zur Verffentlichung der Geschichte durchliefen.

Fazit:

Der erste Band von "Oh mein Gott" liefert genau das, was man von einer romantischen Komdie erwartet: Eine amsante und leicht erzhlte Geschichte rund um ein attraktives (und angenehm willensstarkes) Mdchen und einen etwas weltfremden, aber nicht weniger gut aussehenden Mann. Die Grundidee rund um ein himmlisches Wesen, das zum Gott werden mchte, und die besondere Verbindung zwischen Shiina und Amane bietet Tooko Miyagi viele Mglichkeiten fr lustige und skurrile Momente, whrend weitere Figuren neue Komplikationen fr den zweiten (und leider schon abschlieenden) Band der Reihe versprechen.
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