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B.A.D. 1  Drucken E-Mail
Comics: Manga Horror & Mystery
Geschrieben von Konstanze Tants   
Dienstag, 25. November 2014

B.A.D. 1

Autor: Keiji Ayasato
Zeichner: Sousou Sakakibara

Originaltitel: B.A.D. Vol. 1
bersetzt von: Rie Kasai

Reihe: B.A.D.
1. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Juni 2014
ISBN: 978-3-770-48238-2
Preis: 7,50 EUR

208 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.5
von 10
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Zum Inhalt:

B.eyond A.nother D.arkness - Azaka Mayuzumi hat eine Detektei fr bernatrliche Flle. Sie luft den ganzen Tag im Gothic-Lolita-Outfit mit einem roten Papierschirm rum und ernhrt sich nur von Schokolade: Eines Tages gabelt sie ihren "Sidekick" Odagiri auf, der sterbend vor einem Tempel liegt, und heilt ihn. Jetzt hilft er ihr bei ihren unheimlichen Auftrgen ...

Meinung:

Die zweiteilige Mangaserie "B.A.D.", gezeichnet von Sousou Sakakibara, basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Keiji Ayasato. Aus selbigem Roman auch das Figurendesign von kona. Die Geschichte wird erzhlt aus der Perspektive von Odagiri, der zu Beginn des ersten Bandes aus einer schweren Bauchwunde blutend vor einem Tempel liegt. Sein Tod scheint schon unausweichlich zu sein, als ein Mdchen in einem Gothic-Lolita-Outfit auftaucht und Odagiri heilt. Von nun an lebt der Junge als (unwilliger) Diener an der Seite seiner Retterin Azaka Mayuzumi.

ber Odagiri oder Azaka Mayuzumi erfhrt der Leser zu Beginn recht wenig. Bei ihm wei man anfangs nur, dass er anscheinend von jemandem verletzt wurde und immer wieder an ein Mdchen mit dem Namen Shizuka denken muss. Azaka Mayuzumi hingegen betreibt eine "Privatdetektei fr bernatrliche Flle" und abgesehen davon, dass sie sich ausschlielich von Schokolade ernhrt, fllt in erster Linie ins Auge, dass sie erstaunlich gleichgltig auf Odagiris Verwundung und sein offensichtliches Leid reagiert.

So beherrscht einen als Leser anfangs vor allem Verwirrung, und es ist eher die Frage nach dem weiteren Verlauf der Geschichte und den Hintergrnden fr die diversen seltsamen Momente, die einen bei der Stange halten. Erst nach und nach erfhrt man mehr ber Odagiris Vergangenheit, ber seine Mitschlerin Shizuka und ber einen gemeinsamen Freund der beiden. Doch wirklich durchschauen kann man das Ganze auch am Ende des ersten Bandes noch nicht. Auch die wenigen Andeutungen, die man ber Azaka Mayuzumi und ihre ungewhnliche Aufgabe erfhrt, fhren eher zu neuen Rtseln.

Es ist immer schwierig, eine lngere Romanhandlung so als Manga umzusetzen, dass der Leser gengend Informationen erhlt, um der rtselhaften Geschichte folgen zu knnen. So ist auch "B.A.D." vor allem fr Leser geeignet, die etwas Geduld haben und sich erst einmal auf eine Handlung voller Lcken einlassen knnen. Gerade zu Beginn scheint es einige Zeitsprnge zu geben, die es einem nicht leichter machen, in die Handlung hineinzufinden. Dafr kann man - whrend man sich seine Gedanken ber Odagiris Erlebnisse und Azakas Herkunft macht - die atmosphrischen Zeichnungen von Sousou Sakakibara genieen.

Detaillierte Elemente oder gar sorgfltig ausgearbeitete Hintergrnde sucht man in "B.A.D." in der Regel vergeblich, dafr werden die Zeichnungen von Kontrasten dominiert, die sehr gut zur Handlung passen und besonders schn in den harten Schattierungen zum Ausdruck kommen. Selbst bei den scheinbar harmonischen Szenen in Odagiris Erinnerungen beherrscht eine sprde Zerbrechlichkeit die Darstellung, die deutlich macht, wie vergnglich dieser schne Moment ist. So schwebt selbst bei den alltglichen oder scheinbar friedlichen Begebenheiten eine Bedrohung ber den Protagonisten, was dafr sorgt, dass man als Leser jede Aussage, jedes Bild hinterfragt und stndig auf der Hut vor einer unbekannten Gefahr ist.

Fazit:

Nach einem etwas anstrengenden Einstieg entwickelt "B.A.D." eine spannende Anziehungskraft auf den Leser. Wei man anfangs so gut wie gar nichts ber die beiden Protagonisten Azaka Mayuzumi und ihren "Assistenten" Odagiri, so bekommt man doch mit jedem Kapitel ein kleines Puzzlestck in die Hand gedrckt, ohne sich je ein vollstndiges Bild machen zu knnen. Die Frage nach der Vergangenheit und den Motiven der verschiedenen Figuren und den bislang noch unentdeckten Elementen der Geschichte macht einen neugierig auf die weiteren Entwicklungen. Zu der rtselhaften und unheimlichen Handlung kommen noch die kontrastreichen und sehr atmosphrischen Zeichnungen von Sousou Sakakibara, die die bedrohliche Stimmungs des Manga gekonnt unterstreichen.
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