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Codex Alera 1: Die Elementare von Calderon  Drucken E-Mail
Bcher: Belletristik Fantasy
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 9. Juni 2014

Codex Alera 1: Die Elementare von Calderon

Originaltitel: Codex Alera 01: Furies of Calderon
bersetzt von: Andreas Helweg

Reihe: Codex Alera
1. Band der Reihe

Untergenre: High Fantasy
Verlag: Blanvalet
Erschienen: September 2013
ISBN: 978-3-442-26937-2
Preis: 9,99 EUR

608 Seiten
Inhalt
8.0
Preis/Leistung
9.0
Gesamtwertung
8.1

Wertung:
8.1
von 10
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Zum Inhalt:

Alera ist das grte Reich, das die Menschen je errichtet haben. Durch die Macht seiner Elementare und der Ritter, die diese beherrschen, regieren Wohlstand und Stabilitt. Doch in der Hauptstadt schmieden die Frsten ihre Intrigen und ein Brgerkrieg steht kurz bevor. Da fallen die brutalen Marat mit ihren riesigen Bestien in Alera ein und die Aufmerksamkeit aller richtet sich auf das Calderon-Tal - und auf Tavi, der dort nicht nur um sein Leben kmpft, sondern auch um die Sicherheit Aleras!

Meinung:

Mit "Die Elementare von Calderon", dem ersten Band der sechsteiligen "Codex Alera"-Reihe von Jim Butcher, erwartet den Leser eine spannende und reizvolle High-Fantasy-Geschichte. In dem fantastischen Land Alera verfgen die Menschen ber die Fhigkeit, sich mit Elementaren zu verbnden und ihre Krfte fr sich zu nutzen. Dabei entscheiden die Elementare, die zu den Elementen Wasser, Luft, Erde, Holz, Feuer oder Metall gehren, darber, mit welchen Personen sie sich verbinden - und einigen besonders magiebegabten Menschen gelingt es sogar, sich gleich mit mehreren dieser Kreaturen zusammenzutun. Einzig der fnfzehnjhrige Tavi, der auf einem Hof an der Grenze des Landes aufwchst, beherrscht keine Magie, obwohl er in seinem Alter schon lngst eine Verbindung mit einem Elementar htte eingehen mssen.

Als Tavi eines Tages gemeinsam mit seinem Onkel Bernard nach ein paar verstreuten Schafen sucht, begegnen die beiden einem Marat-Krieger. Die barbarischen Marat leben auf der anderen Seite der Grenze und waren vor fnfzehn Jahren in einem schrecklichen Krieg aus Alera vertrieben worden. Dass sich ein Angehriger dieses Volkes mitsamt seinen Herdenttern (mannsgroe Raubvgel, die sich einem bestimmten Marat-Volk verbunden fhlen) auf Bernards Land zeigt, scheint ein Beweis dafr zu sein, dass sich erneut ein Krieg ankndigt. Doch bevor Tavi und sein Onkel ihre Nachbarn warnen knnen, werden die beiden bei einem Angriff getrennt.

Zur selben Zeit geht die frisch ernannte Kursorin Amara gemeinsam mit ihrem Ausbilder und Mentor Fidelias Hinweisen nach, die von einer sehr groen Sldnerarmee berichten. Die Existenz einer solchen Armee kann eigentlich nur eins bedeuten: Dass ein Regierungsputsch ausgefhrt werden soll, um den Kaiser von seinem Thron zu stoen. Denn schon lnger herrscht innerhalb der Adelskreise von Alera Unruhe, da der alternde Kaiser seit dem Verlust seines Sohnes keine Erben mehr hat und sich bislang auch weigerte, einen anderen Nachfolger zu benennen.

Die Geschichte wird von Jim Butcher vor allem aus den Perspektiven der Kursorin Amara, des jungen Tavi und seiner Tante Isana erzhlt, die einige entscheidende Vorkommnisse auf dem Hof der Familie erlebt. Dabei steht von Anfang an fest, dass all die kleinen und greren Ereignisse letztlich zu einem Handlungsstrang zusammenlaufen, was der Spannung aber nur zutrglich ist. Denn whrend die eine Person noch hofft, dass sie zum Beispiel nur einen bestimmten Ort erreichen muss, um endlich in Sicherheit zu sein, wei der Leser schon, dass an genau diesem Ort gerade eine Schlacht geschlagen wird, die ber das Schicksal des Tals - und somit des ganzen Landes - entscheiden kann. Auch erzeugt der Autor durch die hufigen Perspektivwechsel durchgehend ein hohes Tempo, das sich zum Schluss der Geschichte hin noch steigert.

Jim Butcher spielt sehr schn mit den verschiedenen klassischen Fantasyelementen, indem er nicht nur eine Bedrohung von auen (durch die Marat) schafft, sondern auch die Intrigen innerhalb der Adelskreise darstellt. Auch wenn seine Charaktere hufig etwas klischeehaft schwarz-wei ausgearbeitet wurden, sind die Figuren - besonders auf der Seite der "Guten" - sehr reizvoll gestaltet worden. Jeder scheint ein Geheimnis zu bewahren, das wohl erst im Laufe der folgenden Bnde enthllt wird, und jeder weist neben all seinen sympathischen Seiten auch gengend Schwachpunkte auf, um nicht unrealistisch zu wirken. Doch vor allem die Details rund um die Elementare und ihre Einbindung in die Gesellschaft sowie das ungewhnliche Leben der Marat - die ber keine Magie verfgen, dafr aber eine enge Bindung mit bestimmten Tieren eingehen - sorgen dafr, dass man stets neugierig auf weitere Facetten dieser Welt bleibt.

Fazit:

"Die Elementare von Calderon" bieten dem Leser spannende und unterhaltsame Lesestunden voller liebens- und hassenswerter Charaktere, reizvoller Details rund um eine schn ausgearbeitete Fantasywelt sowie eine temporeiche Handlung. Jim Butcher hat mit diesem Reihenauftakt das High-Fantasy-Genre nicht gerade revolutioniert, aber dafr eine gut erzhlte, stimmige und fesselnde Geschicht geschaffen, die groe Lust auf weitere Abenteuer des jungen Tavi und seiner Freunde macht.
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