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Vampire und andere Katastrophen  Drucken E-Mail
Bcher: Belletristik Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 29. August 2011

Vampire und andere Katastrophen

Originaltitel: The Immortal Hunter
bersetzt von: Ralph Sander

11. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: LYX
Erschienen: August 2011
ISBN: 978-3-8025-58467-1
Preis: 9,99 EUR

368 Seiten
Inhalt
5.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
5.3

Wertung:
5.3
von 10
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Zum Inhalt:

Auch Vampire mssen mal Urlaub machen. Doch der Polizist Decker Argeneau wird abrupt von seinem Job wieder eingeholt, als eine Gruppe abtrnniger Vampire auftaucht, die Menschen umbringt. Die Vampire halten zwei junge Frauen gefangen, um ihr Blut zu trinken. Decker und seinem Partner gelingt es, die hbsche Dr. Danielle McGill zu befreien. Danielles Schwester wird jedoch von einem der Vampire entfhrt. Decker verspricht Danielle, ihre Schwester zurckzuholen. Doch die Spur des Entfhrers ist nicht leicht zu finden. Und auch Danielles Leben ist schon bald erneut in Gefahr ...

Meinung:

Mit "Vampire und andere Katastrophen" knpft Lynsay Sands direkt an den vorherigen Band "Im siebten Himmel mit einem Vampir" an. Nachdem die drei Jger Decker Argeneau, Garrett Mortimer und Justin Bricker herausgefunden hatten, dass kein Abtrnniger fr die "Vampirangriffe" am See verantwortlich war, und Mortimer in Samantha (Sam) Willan seine Lebensgefhrtin gefunden hatte, scheint der Auftrag fr die drei Vampire vorbei zu sein. Doch dann sagt ein Augenzeuge aus, dass sich Nicholas Argeneau - ein gesuchter Abtrnniger - in der Nhe aufhlt. Sofort machen sich alle Jger auf die Suche nach dem Verbrecher, doch dieser flchtet nicht wie erwartet, sondern nimmt sogar Kontakt mit seinen Verfolgern auf.

Denn Nicholas ist ber eine Gruppe von "Schlitzern" gestolpert und bentigt die Hilfe der Jger, um diese zur Strecke zu bringen. Diese abtrnnigen Vampire haben keine Eckzhne und sind deshalb nicht in der Lage, auf die bliche Weise Blut zu trinken. Stattdessen entfhren sie junge Frauen und foltern sie auf bestialische Weise, um an ihr Blut zu kommen. Auch Dr. Danielle McGill und ihre gerade mal fnfzehnjhrige Schwester Stephanie werden von den verbrecherischen Vampiren entfhrt und mssen um ihr Leben bangen.

Dank Nicholas' Hilfe gelingt es Decker und Justin, die sechs Vampire zu berraschen, in deren Gewalt sich die beiden Schwestern befinden. Doch whrend Danielle (Dani) gerettet wird und vier der Abtrnnigen berwltigt werden knnen, flieht einer der Schlitzer, indem er Stephanie als Schutzschild verwendet. Obwohl Dani sich sicher ist, dass sie Decker und seinen Kollegen nicht vertrauen kann, da diese ihr einige unglaubwrdige Lgen aufgetischt haben, sieht sie in ihnen ihre einzige Chance, ihre kleine Schwester wiederzufinden. Fr die Jger hingegen ist es nicht gerade einfach, Nicholas und den anderen Abtrnnigen zu folgen, ohne sich dabei Dani gegenber als Vampire zu erkennen zu geben.

Denn Decker erlaubt eine Gedankenmanipulation nicht, da er gleich bei seinem ersten Kontakt mit der jungen rztin feststellen musste, dass sie seine potenzielle Lebensgefhrtin ist. Und auch Dani fhlt sich zu ihrer eigenen berraschung stark von Decker angezogen, obwohl sie die Sorgen um ihre kleine Schwester nicht vergessen kann. So spannend die Grundsituation ist und so interessant die Informationen rund um diese ungewhnlichen Vampire ohne Eckzhne sind, so bedauerlich ist es, dass sich Lynsay Sands in diesem Band leider vor allem darauf konzentriert, die gegenseitige Anziehung zwischen Dani und Decker in den Mittelpunkt zu stellen.

Dabei strapaziert die Autorin die Geduld ihrer Leser nicht nur whrend einer theoretisch spannenden Verfolgungsjagd mit einer intimen Szene in einem Auto, sondern auch mit stundenlangem Wlzen im Stroh, whrend alle darauf warten, einen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Entfhrers zu bekommen. Dieses Verhalten wird im Buch sehr passend mit dem von lufigen Hunden verglichen und sorgt leider dafr, dass sich die amsanten Momente, die sonst Lynsay Sands Strke sind und den Leser ber das eine oder andere schwache Element der Geschichte hinwegsehen lassen, in Grenzen halten. Einzig Lucian Argeneau, der eine kleine, aber feine Nebenrolle als Vorgesetzter der Jger hat, sorgt mit seiner trockenen und direkten Art immer wieder fr ein Schmunzeln beim Leser.

Dafr ist die Grundidee aufgrund der Konfrontation zwischen den Jgern, dem abtrnnigen Nicholas und den Schlitzern deutlich spannender als in dem vorherigen Band, "Im siebten Himmel mit einem Vampir", und dank des offenen Endes bietet sich fr den Anfang 2012 erscheinenden Roman "Vampire ksst man nicht" eine gute Ausgangsbasis. Hauptfigur dieses Buchs wird Nicholas Argeneau sein, der in "Vampire und andere Katastrophen" sehr schn eingefhrt wurde und dessen Geschichte hoffentlich so interessant weitergefhrt wird, wie sie hier angefangen hat.

Fazit:

Trotz der Einfhrung einer neuen und gefhrlichen Vampirunterart kann Lynsay Sands mit "Vampire und andere Katastrophen" nicht so recht berzeugen. Whrend in den anderen Romanen der Autorin der leichte Erzhlstil und die vielen amsanten Momente ber die verschiedenen Schwachpunkte hinwegsehen lieen, muss man hier die lustigen Szenen fast suchen. Auch liegt eine viel zu groe Gewichtung auf der gegenseitigen krperlichen Anziehung zwischen der rztin Danielle und dem Jger Decker, worunter die Spannung bezglich des Schicksals der entfhrten Stephanie deutlich leidet. Immerhin bietet dieser Band eine gute Basis fr den folgenden Roman rund um den abtrnnigen Nicholas Argeneau.
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