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Geisterjäger John Sinclair Classics 07: Die Töchter der Hölle (Hörspiel)  Drucken E-Mail
Hörbücher: Unterhaltung Horror
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 22. August 2011

Geisterjäger John Sinclair Classics 07: Die Töchter der Hölle

Art der Lesung: Hörspiel
Medienanzahl: 1 CD

7. Teil der Reihe

Label: Lübbe Audio
Erschienen: Juni 2011
ISBN: 978-3-7857-4292-1
Preis: 7,99 EUR
Inhalt
7.0
Sprecher
8.0
Bearbeitung
7.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
7.3

Wertung:
7.3
von 10
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Zum Inhalt:

Jim Cody und Laura Patton hielten den Atem an. Seit hunderten von Jahren hatte niemand mehr die Gruft betreten. Unzählige Male hatten Jim und Laura das sagenumwobene, mit gotischen Figuren verzierte Portal auf alten Fotos betrachtet. Für die beiden Journalisten ging in diesem Moment ein Traum in Erfüllung. Endlich würden sie das Geheimnis der Lady Barthony lüften können. Als sie die uralte Grabstätte betraten, ahnten sie nicht, welch schrecklicher Fluch bereits auf ihnen lastete.

Meinung:

Auf der Suche nach einer sensationellen Story bestechen die beiden Journalisten Jim Cody und Laura Patton einen Diener der Adelsfamilie Cheldham, um einen Blick in die berühmte Gruft der Gräfin Barthony werfen zu können. Seit 1724 hat angeblich kein Mensch mehr einen Fuß in die Ruhestätte der Barthonys gesetzt und so hoffen die beiden Reporter auf noch nie zuvor entdeckte Beweise dafür, dass die Gräfin eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Mit dieser Entdeckung hätten sie genug Material in der Hand für eine weitere aufsehenerregende Folge ihrer Artikelreihe rund um totgeschwiegene Mordfälle in britischen Adelshäusern. Doch Laura wird die Gruft nicht mehr lebend verlassen, während Jim nur mit viel Glück die Flucht aus der Begräbnisstätte gelingt.

Kurz darauf stellt Bill Conolly den Kontakt zwischen Jim Cody und John Sinclair her. Der Reporter berichtet dem Mann von Scotland Yard, dass er mit ansehen musste, wie eine Frau - seiner Meinung nach Lady Cheldham - Laura Patton aufgefressen hat. Entsetzt über den Mord an seiner Kollegin und die Entdeckung von Kannibalismus in einem der ältesten Adelshäuser Britanniens, besteht Jim darauf, gemeinsam mit John Sinclair zurück nach Longford zu reisen, um dafür zu sorgen, dass die Lady für ihre Taten büßen wird.

Auch die siebte Folge der Sinclair-Classics wartet wieder mit einer eher simplen, aber recht atmosphärischen Geschichte rund um unnatürliche Vorfälle in einem kleinen englischen Ort auf. Obwohl die Legende von dem Fluch der Gräfin Barthony in der Gemeinde Longford zur allgemeinen Dorfgeschichte gehört, nimmt niemand der Einheimischen diese Geschichte mehr ernst. Auf der anderen Seite steht für den Hörer schnell der Zusammenhang zwischen der 1724 wegen Hexerei hingerichteten Gräfin und den Vorfällen in der Gruft fest.

Doch vor allem fällt ins Auge, wie ungeübt John Sinclair noch im Umgang mit dem Übernatürlichen ist. So beobachtet er nicht nur ein Ritual der Lady Cheldham und beschließt daraufhin, sich erst einmal zurückzuziehen, statt einzugreifen, sondern er lässt auch zunächst seinen Vorgesetzten Sir James Powell einen Durchsuchungs- und Haftbefehl ausstellen, bevor er sich an die ernsthafte Aufklärung der Todesfälle auf dem Schloss Cheldham macht. Eine solche Verzögerung hätte der erfahrene Geisterjäger niemals riskiert, wohl wissend, dass beim Kampf gegen das Böse jede Sekunde zählt.

Neben der recht gelungenen - wenn auch wenig gruseligen - Umsetzung der Geschichte bieten die kleinen Anspielungen (zum Beispiel auf Bill, der an diesem Einsatz nicht teilnimmt, weil er lieber Zeit mit seiner neuen Freundin Sheila verbringen will) kleine unterhaltsame Momente für den Hörer, während die diversen sexuellen Anspielungen rund um Lady Cheldham eher fehl am Platz wirken. Aber auch einen ersten Hinweis auf John Sinclairs berühmtes Silberkreuz bietet diese Folge, sodass sich beim Hörer erste Befürchtungen regen, dass der Geisterjäger bald wieder auf die Übermacht dieses heiligen Gegenstands zurückgreifen kann.

Auffällig bei der Auswahl der Sprecher ist, dass auch in dieser Folge Marion von Stengel, die schon in "Friedhof der Vampire" Lilian Mannering gesprochen hat, zum Einsatz kommt. Zum Glück unterscheidet sich ihr Part als Laura Patton deutlich von ihrer Rolle als verunsicherte Ehefrau - und so fällt diese zeitnahe Doppelbesetzung nicht negativ auf. Als kleines Gimmick kann man den Auftritt von Dietmar Wunder (dem Sprecher von Don Harris) werten, der in dieser Folge einen kleinen Part als Diener hat.

Fazit:

Wie schon bei den vorhergehenden Classic-Folgen bietet auch "Die Töcher der Hölle" dem Hörer eine etwas einfache, aber dafür sehr unterhaltsam gestrickte Gruselgeschichte. Dabei sorgt nicht nur eine atmosphärische und moderne Umsetzung der Handlung für den Hörgenuss, sondern auch kleine Anspielungen auf die vertrauten Nebenfiguren und ihr Privatleben. Doch besonders schön ist es für den John-Sinclair-Fan zu erleben, wie sich der Scotland-Yard-Inspektor in kleinen Schritten allmählich vom "einfachen" Polizisten zum "Geisterjäger" entwickelt.
Weiterführende Infos

Hörprobe:

 
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