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The Devil Within 1  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 10. April 2011

The Devil Within 1

Autor: Ryo Takagi
Zeichner: Ryo Takagi

Originaltitel: Tenshi no naka ni akuma ari Vol. 1
bersetzt von: Costa Caspary

1. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Juli 2010
ISBN: 978-3-7704-7296-3
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
4.0
Zeichnungen
5.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
5.2

Wertung:
5.2
von 10
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Zum Inhalt:

Nachdem die junge Rion zufllig ber einen Film fr Erwachsene gestolpert war, blieb sie vllig verstrt zurck. Seitdem ist sie davon berzeugt, dass alle Mnner Teufel sind und ihr Vater der schlimmste von allen! Denn er konfrontiert Rion mit drei Typen - und mit einem davon muss sie sich verloben! Kann sie ihre Angst lange genug im Zaum halten, um den geheimen Plan ihres Vaters zu vereiteln und der drohenden Heirat entrinnen?

Meinung:

In "The Devil Within" dreht sich alles um Rion, die als kleines Mdchen einen Film fr Erwachsene gesehen hat. Seitdem hat sie groe Angst vor Mnnern und ist sich sicher, dass jeder Junge, der die Pubertt schon erreicht hat, sich in einen Dmon verwandelt. Nur kleine Jungs findet Rion niedlich und bezeichnet sie aufgrund ihrer Unschuld als Engel. So ist es kein Wunder, dass das Mdchen - im Gegensatz zu ihren Schulfreundinnen - keine Jungs anschwrmt und lieber einen Bogen um jedes mnnliche Wesen macht.

Doch ihr Vater kann das nicht lnger mit ansehen und hat deshalb die drei Shne eines Geschftspartners eingeladen. Diese soll Rion nher kennenlernen, um sich dann mit einem von ihnen zu verloben. Und damit das Mdchen auch mglichst viel Zeit mit den dreien verbringt, leben sie fr die nchsten Wochen im Stockwerk unter Rion und ihrem Vater - und haben freien Zugang zu ihrer Wohnung. Fr Rion beginnt mit dieser Aktion ihres Vaters eine teuflische Zeit, denn stndig wird sie von einem der jungen Mnner bedrngt und hat - aufgrund ihres Kindheitstraumas - immer wieder das Gefhl, in Lebensgefahr zu schweben.

Einziger Lichtblick in dieser Situation ist Tenshi Kogai, ein weiterer Nachbar von Rion. Kennengelernt haben sich die beiden im Treppenhaus, als Rion lieber mit all ihren Einkufen zu Fu die einundzwanzig Stockwerke hinaufging, als den Fahrstuhl mit einem Mann teilen zu mssen. Schon auf den ersten Blick war Rion von dem engelhaften Aussehen ihres Nachbarn hingerissen, auch wenn sein Verhalten eher unverschmt und alles andere als unschuldig ist. So flchtet Rion immer wieder zu ihm, wenn sie Schutz vor den Aufmerksamkeiten ihrer drei potenziellen Verlobten sucht - und geht Tenshi damit gehrig auf die Nerven.

Besonders viel Realismus darf man bei einer Geschichte nicht erwarten, die darauf aufgebaut ist, dass ein Mdchen krankhafte Angst vor jedem mnnlichen Wesen hat. Aber obwohl die Grundidee die Ausgangslage fr eine wirklich lustige Handlung bieten knnte und der eine oder andere witzige Moment einen doch etwas zum Schmunzeln bringt, gelingt es Ryo Takagi nicht, den Leser mit diesem Manga durchgehend zu unterhalten.

Neben Rions irrationalem Verhalten gegenber jedem Mann und ihrer unerklrlichen spontanen Zuneigung zu Tenshi bleibt gengend Raum fr die drei Mnner, die als zuknftige Verlobte zur Verfgung stehen. Dabei stellen sich Koki, Fuya und Somi ganz besonders ungeschickt an, wenn es darum geht, Rion davon zu berzeugen, dass sie keine Dmonen sind. Da hilft es auch nicht, dass das Mdchen bei ihrer ersten Begegnung in einem Park von Koki um Essen angebettelt wurde, whrend sich Fuya deswegen beinah mit ihm vor Rions Augen geprgelt htte. Obwohl die drei von Rions krankhafter Angst wissen, bedrngen sie das Mdchen immer wieder und treiben es so erst recht von sich fort.

So sorgt vor allem das Wissen, dass mehr hinter Rions Engel- und Dmonen-Theorie, der geplanten Verlobung und Tenshis unschuldigem uerem steckt, dafr, dass der Leser neugierig genug auf die Geschichte bleibt, um auch noch zum zweiten und abschlieenden Band von "The Devil Within" zu greifen. Auch zeichnerisch kann Ryo Takagi mit diesem Manga nicht so ganz berzeugen. Nur manchmal bekommt der Betrachter eine Ahnung davon, warum Rion als wunderschnes Mdchen bezeichnet wird, whrend die verschiedenen mnnlichen Charaktere zwar attraktiv, aber auch recht beliebig dargestellt werden. Und die SD-Darstellungen bei besonders berzogenen Szenen sind - ebenso wie die Katze, die eine Verbindung zwischen Rion und Tenshi schafft - weniger witzig als unsthetisch.

Fazit:

Obwohl man aus der berzogenen Grundidee rund um Rion, die panische Angst vor Mnnern hat, eine lustige Geschichte htte machen knnen, lsst einen die Handlung des ersten Teils von "The Devil Within" eher unbeteiligt zurck. Nicht einmal die Zeichnungen von Ryo Takagi knnen den Betrachter wirklich erfreuen, da ihr Stil recht beliebig gehalten ist. Einzig die Neugier auf die wahren Hintergrnde der Geschichte kann den Leser noch dazu bringen, den zweiten und abschlieenden Band der Reihe zu lesen.
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