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Don Harris, Psycho-Cop 4: Das Erbe der Wächter (Hörspiel)  Drucken E-Mail
Hörbücher: Unterhaltung Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Mittwoch, 9. September 2009

Don Harris, Psycho-Cop 4: Das Erbe der Wächter

Art der Lesung: Hörspiel
Medienanzahl: 1 CD

Reihe: Don Harris
4. Teil der Reihe

Label: Folgenreich
Untergenre: Fantasy
Erschienen: Januar 2009
ISBN: 978-3-8291-2256-6
Preis: 11,99 EUR
Inhalt
6.0
Sprecher
8.0
Bearbeitung
8.0
Preis/Leistung
6.0
Gesamtwertung
6.8

Wertung:
6.8
von 10
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Zum Inhalt:

Die Jagd nach dem magischen Amulett hat begonnen. Die Profikillerin Azucena entscheidet sich gegen ihren Auftrag und versucht, sich und das entwendete Amulett in Sicherheit zu bringen. Dabei geht sie den "Höllensöhnen", dem mysteriösen Geheimbund, in die Falle und wird in eine verlassene Bunkeranlage in den Schweizer Bergen verschleppt ... Indessen offenbaren sich Don Harris die wahre Funktion und die Ziele des ESI sowie seine neue Rolle innerhalb dieser Organisation.

Meinung:

In "Das Erbe der Wächter" zeigt die Profikillerin Azucena eine ganz neue Seite. Hat sie in "Das schwarze Amulett" noch Don Harris und seine Geliebte Elektra bedroht und ihnen das Amulett abgenommen, das Don für seine neue Aufgabe als Wächter ausgewählt hatte, wirkt die sonst so beherrschte Frau in den ersten Szenen dieses Hörbuchs erstaunlich unsicher. Schnell wird klar, dass der Kontakt mit der geheimnisvollen Elektra die Profikillerin erschüttert hat.

Entgegen ihrem Auftrag beschließt Azucena, das Amulett per Post an seinen Zielort zu bringen, was dazu führt, dass die Männer, die sie kurz darauf entführen, das Schmuckstück nicht finden können. Die Profikillerin wird in eine alte Bunkeranlage in der Schweiz verschleppt und dort gefoltert, damit sie den Aufenthaltsort des Amuletts verrät. In der Zwischenzeit muss sich Don Harris mit seinem Vorgesetzten Jack O'Donnell auseinandersetzen. Zu seiner großen Überraschung erfährt der Psycho-Cop, dass sein Chef nicht nur von seinen besonderen Fähigkeiten weiß, sondern auch, dass zwischen dem ESI (European Special Intelligence) und Dons Familie eine langjährige Verbindung besteht.

Nun, da der Ermittler vom schwarzen Amulett seine neue Aufgabe übertragen bekommen hat, kann er auch vom ESI für ganz andere Herausforderungen eingesetzt werden. Doch dann erhält Don einen Anruf von den "Höllensöhnen", in denen diese ihm Azucena im Tausch gegen das schwarze Amulett anbieten. Da der Psycho-Cop keine Ahnung hat, wo das mächtige Artefakt zu finden ist, muss er sich schnell etwas einfallen lassen, um die entführte Frau zu retten.

Wieder einmal beweist Jason Dark, dass er seine Don-Harris-Reihe deutlich härter anlegen wollte als die Geschichten um den Geisterjäger John Sinclair. Die Folterszenen, in denen dem Hörer gegenüber angedeutet wird, mit welchen Mitteln die "Höllensöhne" Azucena bearbeiten, aktivieren die Fantasie und lassen ein grausames Szenario entstehen. Und auch Dons Versuch, in den Schweizer Bunker einzudringen, wird sehr plastisch beschrieben.

Während Don Harris im Laufe der Hörspiele immer mehr Profil verliehen bekommt, verläuft die Charakterisierung von Elektra und Azucena nicht ganz so stimmig. Die Auftragsmörderin, die jahrelang professionell und abgebrüht ihrer Tätigkeit nachging, entwickelt sich von einem Moment zum anderen in eine ängstliche Frau. Auch wenn Folter einen Menschen zerbrechen kann, erscheint dieser Wandel im Hörspiel doch zu schnell vonstatten zu gehen. Aber vielleicht ist das auch den Kürzungen zu verdanken, die für eine solche Umsetzung vorgenommen werden müssen.

Bei aller Dramatik gibt es auch immer wieder Momente, in denen der Hörer über die Geschehnisse schmunzeln kann. Sehr schön ist es, dass Don Harris kein Superagent ist, der ohne mit der Wimper zu zucken jede Gefahr bewältigt. Gerade die Tatsache, dass es ihm beispielsweise sehr schwerfällt, den einzigen Weg zum Bunker zu bewältigen, macht den Psycho-Cop sympathisch. Diese kleinen Schwächen bilden ein willkommenes Gegengewicht zu den Szenen, in denen er durch seine übernatürlichen Fähigkeiten anscheinend unüberwindbare Hindernisse mit einer Handbewegung beseitigt.

Wie schon bei den vorhergehenden CDs kann man die Leistung der Sprecher in "Das Erbe der Wächter" nur loben. Jeder von ihnen beherrscht sehr gut die verschiedenen Facetten seiner Figur und bringt dem Hörer die so unterschiedlichen Charaktere näher. Sehr schön ist es, Bernd Rumpf als grummeligem Jack O'Donnell zu lauschen und sich vom Erzähler Douglas Welbat von einer Szene zur anderen begleiten zu lassen. Besonders muss aber die Arbeit von Katrin Fröhlich betont werden, deren Rolle als Azucena äußerst vielseitig ist und der Sprecherin somit einiges abverlangt.

Fazit:

Die Handlung in Jason Darks viertem Teil der Don-Harris-Hörspielreihe, "Das Erbe der Wächter", konzentriert sich auf die Entführung der Auftragsmörderin Azucena sowie Don Harris' Versuch, die Frau aus den Händen der "Höllensöhne" zu retten. Aber neben der rasanten Action bekommt der Hörer auch ein paar interessante Hintergrundinformationen zum European Special Intelligence geboten, die für die Zukunft weitere spannende Einsätze für den Psycho-Cop versprechen. Wieder einmal zeigt das Sprecherensemble eine sehr gute Leistung, wobei besonders die Arbeit von Katrin Fröhlich herauszustreichen ist, die mit ihrer Interpretation der Azucena zu überzeugen weiß.
Weiterführende Infos

Hörprobe:

 
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