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Cirrus Flux - Der Junge, den es nicht gab (Hörbuch)  Drucken E-Mail
Hörbücher: Unterhaltung Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 30. Juli 2010

Cirrus Flux - Der Junge, den es nicht gab

Gelesen von: Stefan Kaminski
Originaltitel: The Story of Cirrus Flux
Art der Lesung: gekürzt
Medienanzahl: 4 CDs

Untergenre: Fantasy
Erschienen: August 2009
ISBN: 978-3-86717-471-8
Preis: 19,95 EUR
Inhalt
7.0
Sprecher
10.0
Bearbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
7.9

Wertung:
7.9
von 10
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Zum Inhalt:

London, 1783. Die Welt des zwölfjährigen Cirrus Flux steht Kopf, als er ein Erinnerungsstück seines verschollenen Vaters findet: Einen Anhänger in Form einer kleinen Weltkugel, in die ein seltsames blaues Licht eingeschlossen ist. Mit einem Mal interessieren sich auffällig viele Leute für den Jungen. Nicht nur Madame Orrery, die mit Magnetismus und Hypnose die Menschen manipuliert, auch Mr. Sidereal, der ganz London überwacht, macht Jagd auf ihn.

Meinung:

Mit der Hörbuchversion seines zweiten Romans, "Cirrus Flux - Der Junge, den es nicht gab", führt Matthew Skelton den Hörer in ein fantastisches London im Jahr 1783. In einer Welt, in der Elektrizität und Naturwissenschaften wie Magie erscheinen, wächst der elternlose Cirrus Flux in einem Waisenhaus auf. Er hat keinerlei Besitz und weiß nichts über seine Herkunft, und so verwundert und ängstigt es ihn, dass anscheinend mehrere Parteien ihn - und eine rätselhafte Kugel, die er haben soll - in ihre Gewalt bringen wollen.

Auch Pandora wächst im Waisenhaus auf und als sie eines Tages ein Gespräch zwischen dem Heimvorsteher und der unheimlichen Madame Orrery belauscht, bekommt sie die Gelegenheit, in den Dienst der Mesmerismuskünstlerin zu treten. Im Haus der Madame Orrery erfährt das Mädchen mehr über die Suche nach der rätselhaften Kugel. Als sie versucht, Cirrus vor ihrer Arbeitgeberin zu beschützen, gerät Pandora selbst in große Gefahr.

Parallel zu den beiden Handlungssträngen um Cirrus und Pandora erzählt Matthew Skelton auch noch die Geschichte des Seemanns James Flux und welche Ereignisse dazu führten, dass er vor zwölf Jahren seinen Sohn Cirrus im Waisenhaus abgeben musste. Nur durch James' Erlebnisse wird klar, was es mit der wundersamen Kugel auf sich hat, die der Seemann seinem Sohn vererbte - und warum so viele Menschen diese Kugel und das damit verbundene Geheimnis in ihre Hände bekommen wollen.

Leider zieht sich der Anfang der Geschichte ein wenig hin. Matthew Skelton muss erst einmal die Handlungsstränge um die drei verschiedenen Personen aufbauen und die unterschiedlichen Gegenspieler einführen, bevor Cirrus und Pandoras Abenteuer richtig Fahrt aufnehmen können. So sind dem Hörer die beiden Hauptfiguren zwar sehr sympathisch, aber richtig mitleiden kann er mit ihnen nicht. Umso beeindruckender ist das Bild, das der Autor vom historischen London zeichnet.

Neben der Armut und der Brutalität, der die Waisenkinder durch ihre Lehrherren ausgesetzt sind, entwickelt sich vor den Augen des Hörers eine magische Welt voller Wunder und unglaublicher Technik. Dinge, die für den heutigen Menschen ganz natürlich sind, wie zum Beispiel elektrische Vorgänge, schienen damals reine Magie zu sein. Mesmerismuskünstler wie Madame Orrery, Wissenschaftler wie der unheimliche Mr. Sidereal oder Zauberer wie der skrupellose Lehrherr von Cirrus' bestem Freund Bottletop standen auf einer Stufe und verzauberten die leichtgläubigen Menschen mit ihren Fähigkeiten.

Bei all diesen befremdlichen und wundervollen Dingen, die die beiden Kinder in ihrer Stadt entdecken, wünscht man sich, dass sich Matthew Skelton mehr Zeit genommen hätte, um diese faszinierende Welt zu beschreiben. Und auch die Charaktere hätten mehr Raum benötigt, um mehr Tiefe entwickeln zu können. So gibt es für den Hörer nach einem eher langsamen Anfang einen kurzen und fesselnden Blick auf die Magie dieser Zeit, bis die Geschichte mit einem rasanten Finale beendet wird.

Gelesen wird dieses ungewöhnliche Buch von dem Schauspieler und Sprecher Stefan Kaminski. Ihm gelingt es - ohne große Übertreibungen - den Charakter einer jeder Figur zu betonen und sie so zum Leben zu erwecken. Jeder bekommt seinen eigenen Klang, seinen eigenen Sprechrhythmus und wird so für den Hörer unverwechselbar. Stefan Kaminskis facettenreiche Stimme nimmt einen mit in die dreckigen Straßen Londons, in die warme und heimelige Küche des Waisenhauses und über die Dächer einer Stadt, die von Wissenschaft und Magie erfüllt zu sein scheint.

Fazit:

"Cirrus Flux - Der Junge, den es nicht gab" ist die gelungene Hörbuch-Umsetzung des zweiten Romans von Matthew Skelton. Zusammen mit Cirrus Flux und dem Waisenmädchen Pandora muss der Hörer das Rätsel der geheimnisvollen Kugel lüften, die der Junge von seinem Vater geerbt hat, während die unterschiedlichsten Parteien Jagd auf das Kleinod machen. Der Sprecher Stefan Kaminski unterstützt mit seiner Stimme gelungen die Eigenheiten der verschiedenen Charaktere und nimmt einen mit in eine beinah magische Welt, in der Naturwissenschaft, Technik und Magie das Leben der Menschen bestimmen.
Weiterführende Infos

Hörprobe:

 
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