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Geisterjäger John Sinclair 46: Myxins Entführung (Hörspiel)  Drucken E-Mail
Hörbücher: Unterhaltung Horror
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 4. Januar 2009

Geisterjäger John Sinclair: Myxins Entführung

Art der Lesung: Hörspiel
Medienanzahl: 1 CD

46. Teil der Reihe

Label: Lübbe Audio
Erschienen: Juli 2008
ISBN: 978-3-7857-3371-4
Preis: 7,95 EUR
Inhalt
6.0
Sprecher
8.0
Bearbeitung
7.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
6.8

Wertung:
6.8
von 10
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Zum Inhalt:

Ewigkeiten schienen zwischen Myxins Geburt und der Gegenwart zu liegen. Eine Zeitspanne, die ein Mensch nicht erfassen konnte. Auf der Suche nach seinen alten Kräften hatte sich der Magier auf einen gefährlichen Pfad begeben. Zusammengekrümmt hockte er am Boden, sandte seinen Geist aus, um die Barrieren von Raum und Zeit zu durchbrechen. Myxin aktivierte alle seine Kräfte und stieß in Bereiche vor, in die er sich bisher nicht gewagt hatte.

Meinung:

Bot der vorherige Teil der Hörspielreihe um den Geisterjäger John Sinclair mit der Geschichte "Die Teufelsuhr" mal eine Abwechslung zu der Auseinandersetzung zwischen dem Sohn des Lichts und seinen dämonischen Gegenspielern, muss der Scotland-Yard-Ermittler nun wieder den Kampf gegen die Mord-Liga aufnehmen. "Myxins Entführung" setzt ein, während sich John und seine alte Freundin, die Schauspielerin Nadine Berger, noch auf dem Rückweg von der walisischen Küste befinden. Nadine, die gerade erst ihrem Verlobten Don aufgrund der Ereignisse in seinem Herrenhaus in Wales den Laufpass gegeben hatte, und John sind sich in der Nacht bei einigen Flaschen Wein nähergekommen.

Während sich der Geisterjäger für die Verlobungsfeier von Nadine und Don Urlaub von seinen mystischen Aufgaben genommen hatte, kämpft der Magier Myxin darum, seine Erinnerungen an sein Leben vor vielen Jahrhunderten wiederzufinden. Mit Hilfe von Kara versucht sich der kleine Magier an einer Rückführung, um mit seinen verschütteten Erinnerungen auch die übernatürlichen Fähigkeiten wiederzuerlangen, über die er zu seiner Zeit in Atlantis noch verfügte.

Um dieses Wiedererstarken zu verhindern, zwingt Asmodina die Mord-Liga dazu, Myxin während der mit Kara durchgeführten Beschwörung zu entführen. Da Kara nur mit Hilfe der Kämpfer des Lichts eine Chance hat, gegen Dr. Tod und seine Mitstreiter anzukommen, ruft sie John und Suko zur Hilfe. Und so kommt es zu einem dramatischen Kampf zwischen Gut und Böse an den Flammenden Steinen in Mittelengland.

Ob es nun wirklich nötig war, dass John Sinclair seine langjährige Freundin Jane Collins mit der Schauspielerin Nadine Berger betrügt, liegt wohl im Ermessen von Oliver Döring, der Jason Darks Heftromane für die Hörspielreihe überarbeitet. Aber die Vermutung liegt nahe, dass diese Handlung in der Zukunft noch einige Probleme im Sinclair-Team verursachen wird. Kara und Myxin hingegen finden durch die Geschehnisse in diesem 46. Teil der Serie endlich den perfekten Stützpunkt für ihre Aktionen gegen das Böse. Doch das schönste Element in diesem Teil der Geschichte ist die Darstellung der Beziehung zwischen Asmodina und den Mitgliedern der Mord-Liga.

Endlich wird für den Hörer wirklich deutlich, dass das Bündnis zwischen den beiden bösen Parteien eine reine Zweckgemeinschaft ist. Und Asmodina stellt klar, dass sie als Tochter des Teufels weit über Dr. Tod, Lady X und den anderen Verbündeten steht, dass ihr Wille allein ausschlaggebend ist und dass es in ihrer Macht liegt, die Mitglieder der Mord-Liga am Leben zu lassen oder nicht. Auch wenn es schon vorher zu Gezanke und Rangeleien kam, verleiht diese Auseinandersetzung der bösen Seite doch eindeutig mehr Glaubwürdigkeit.

Die durch die Geschehnisse in "Die Teufelsuhr" mögliche Auszeit von der Haupthandlung scheint dem Team gut getan zu haben. Während der Hörer den ewigen Kampf zwischen dem Geisterjäger und der Mord-Liga mittlerweile sehr ermüdend fand, kommt in "Myxins Entführung" keine Langeweile mehr auf und die rasanten Ereignisse halten einen ebenso bei der Stange wie die gelungenen Effekte. Auch die Sprecher zeigen sich wieder von ihrer besten Seite und vermitteln dem Hörer, dass es wohl eine Menge Spaß macht, an einer nicht ganz so ernst zu nehmenden Gruselreihe zu arbeiten.

Leider ist die CD mit knapp 47 Minuten wieder sehr kurz geraten. Zieht man dann noch die Szenen zwischen John und Nadine von der Zeit ab, fragt man sich schon, warum Oliver Döring der eigentlichen Haupthandlung nicht mehr Platz zur Entfaltung eingeräumt hat. Allein Asmodinas Fähigkeit, sich in die Höllenschlange Apep zu verwandeln, und die Tatsache, dass Kara diesem übernatürlichen Tier wohl schon einmal gegenübergestanden hat, hätte locker noch ein paar Minuten dieser Folge füllen können. Genauso hätte es nicht geschadet, wenn nicht schon wieder die Anrufung der Erzengel dem Ermittlerteam im Namen des Guten in einer kritischen Situation den Hintern gerettet hätte.

Fazit:

Der 46. Teil der John-Sinclair-Reihe, "Myxins Entführung", bietet dem Hörer Höhen und Tiefen. Das hervorragende Sprecherteam der Reihe weiß auch in dieser Folge wieder zu überzeugen, genauso wie die gelungenen Effekte. Vor allem ist positiv anzumerken, dass Oliver Döring es geschafft hat, in die schon so lange laufende Handlung um die Mord-Liga wieder etwas Schwung zu bringen. Zu kritisieren ist hingegen die Kürze dieser Geschichte, vor allem da ein paar Minuten mehr dem Autor die Gelegenheit geboten hätten, etwas intensiver auf die Handlung einzugehen - und so dem Hörer mehr Unterhaltung zu bieten.
Weiterführende Infos

Hörprobe:

 
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