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Happy Hour in der Unterwelt (Hörbuch)  Drucken E-Mail
Hörbücher: Unterhaltung Fantasy
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 13. Dezember 2009

Happy Hour in der Unterwelt

Gelesen von: Nana Spier
Originaltitel: Undead and Unappreciated
Art der Lesung: gekürzt
Medienanzahl: 3 CDs

Reihe: Betsy Taylor
3. Teil der Reihe

Untergenre: Liebe & Romantik
Erschienen: Oktober 2009
ISBN: 978-3-86610-837-0
Preis: 14,95 EUR
Inhalt
5.0
Sprecher
9.0
Bearbeitung
8.0
Preis/Leistung
6.0
Gesamtwertung
6.6

Wertung:
6.6
von 10
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Zum Inhalt:

So sexy, schlagfertig und umwerfend komisch war noch keine Vampirin! Betsy muss feststellen, dass das Dasein als Königin der Vampire jede Menge Turbulenzen mit sich bringt. Einmal abgesehen davon, dass sie beim Mitternachts-Schnäppchen-Shopping stets in der ersten Reihe steht. Die Angestellten ihres Nachtclubs machen ihr das Leben zur Hölle, seit sie die ehemalige Chefin getötet hat. Und der Vampirkönig an ihrer Seite, der ebenso attraktive wie geheimnisvolle Sinclair, geht eigene Wege - was Betsy zu ihrer eigenen Überraschung gar nicht gefällt ...

Meinung:

In "Happy Hour in der Unterwelt", dem dritten Teil der Betsy-Taylor-Reihe von Mary Janice Davidson, geht es weiter um Betsys Alltag als Vampirin. Die untote Königin wird gebeten, eine Hochzeitszeremonie zwischen einer Vampirin und einem Menschen durchzuführen. Doch bevor sich Betsy überhaupt Gedanken darüber machen kann, wie so eine Veranstaltung ablaufen - und vor allem, was man bei einer solchen Gelegenheit anziehen - sollte, kommt ihr mal wieder ihre Familie in die Quere.

Von ihrem Vater erfährt die Vampirkönigin, dass ihre verhasste Stiefmutter nicht nur schwanger ist, sondern auch schon vor vielen Jahren eine Tochter bekam. Während Betsy aus allen Wolken fällt, gestehen ihr ihr Gemahl Eric und seine Assistentin Tina, dass diese Halbschwester - laut dem Buch der Toten - die Tochter des Teufels sei. Nun heißt es, Betsys Halbschwester ausfindig zu machen, bevor sie im Namen des Leibhaftigen die Weltherrschaft an sich reißen kann.

Auf der Suche nach weiteren Informationen über die Tochter des Teufels beschäftigt sich die Vampirkönigin intensiv mit dem Buch der Toten und gerät dadurch in große Schwierigkeiten. Denn obwohl Betsy gegen viele Dinge immun ist, die für normale Vampire vernichtend wären, gelingt es dem Buch, von ihr Besitz zu ergreifen. Innerhalb einer Nacht wird dadurch Betsys Leben vollständig auf den Kopf gestellt. Unter dem Einfluss dieser Lektüre zerstört die Vampirkönigin beinahe alles, was ihr lieb und wichtig ist - und auch die Beziehung zu Eric wird durch diese Ereignisse nicht gerade einfacher. Bei so vielen Problemen scheint die Tatsache, dass Betsys Nachtclub nur noch rote Zahlen schreibt, nur noch eine vernachlässigbare Bagatelle zu sein.

Wie schon in "Süß wie Blut und teuflisch gut" kommt einem beim Hören von "Happy Hour in der Unterwelt" der Verdacht, dass der dringend benötigte rote Faden in der Handlung fehlt. Mary Janice Davidson lässt Betsy auf ihren High Heels von einer Katastrophe in die nächste stolpern, ohne dabei die einzelnen Handlungselemente wirklich überzeugend auszubauen. Und während Betsys Unvermögen, zwischen wichtigen und unwichtigen Dingen zu unterscheiden, anfangs noch recht belustigend war, ermüden ihre Hohlköpfigkeit und ihr Selbstmitleid den Hörer inzwischen ein wenig.

Trotzdem gelingt es der Autorin, einen mit ihren Nebenfiguren und der Interaktion zwischen Betsy und ihrem "Hofstaat" zu überzeugen. Auch die neu eingeführte Laura, Betsys Halbschwester und Tochter des Teufels, bringt einen wirklich amüsanten neuen Aspekt in die Geschichte ein und lässt die Hoffnung aufkommen, dass ihre Abstammung noch für so manche Verwicklung im Leben der Vampirkönigin sorgen wird.

Doch vor allem der wirklich gelungene Vortrag von Nana Spier lässt den Hörer über die Schwächen der Geschichte hinwegsehen. Die Sprecherin verkörpert die verschiedenen Figuren auch in diesem Hörbuch wieder so hervorragend, dass jeder Charakter seine ganz persönliche Note bekommt - und sogar Betsys Anfälle von Selbstmitleid amüsant anzuhören sind. Die für das Hörbuch nötigen Kürzungen fallen im Vergleich zum Roman zwar auf, aber trotzdem bekommt man nicht das Gefühl, auf wichtige Szenen und Handlungsentwicklungen verzichten zu müssen.

Fazit:

Auch der dritte Titel der Betsy-Taylor-Reihe kann inhaltlich leider nicht an das Niveau des ersten Bandes "Weiblich, ledig, untot" anknüpfen. Bei "Happy Hour in der Unterwelt" fehlt dem Hörer ein roter Faden, der die verschiedenen Handlungselemente verknüpfen und dafür sorgen würde, dass man nicht ebenso orientierungslos wie die Hauptfigur von einer Szene in die nächste stolpert. Trotz der Schwächen der Geschichte sorgt die wieder einmal sehr qualitative Arbeit der Sprecherin Nana Spier dafür, dass dieses Hörbuch für drei unterhaltsame Stunden gut ist. Ihr gelingt es, jedem Charakter stimmlich ein eigenes Profil zu verpassen und die Lücken der Handlung zu überspielen.
Weiterführende Infos

Hörprobe:

 
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