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Die Alchimistin 5: Die Unsterbliche (Hörspiel)  Drucken E-Mail
Hörbücher: Unterhaltung Fantasy
Geschrieben von Konstanze Tants   
Mittwoch, 1. April 2009

Die Alchimistin 5: Die Unsterbliche

Art der Lesung: Hörspiel
Medienanzahl: 1 CD

5. Teil der Reihe

Label: Lübbe Audio
Untergenre: Historisches
Erschienen: August 2008
ISBN: 978-3-7857-3610-4
Preis: 8,95 EUR
Inhalt
5.0
Sprecher
9.0
Bearbeitung
7.0
Preis/Leistung
6.0
Gesamtwertung
6.5

Wertung:
6.5
von 10
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Zum Inhalt:

Zehn Jahre später. Aura Institoris hat die Unsterblichkeit gewonnen. Doch ihre große Liebe ist daran zerbrochen, ihre Familie in alle Winde verstreut. Während die Welt in einen großen Krieg taumelt, taucht Aura einsam und verzweifelt in Paris unter. Ein geheimes Zeichen, der blutige Abdruck einer Hand mit sechs Fingern, ändert alles. Auras Nachforschungen führen auf die Fährte eines Mörders, dem jedes Mittel recht ist, um die Geheimnisse der Alchimistin zu offenbaren.

Meinung:

Mit dem fünften Teil der "Die Alchimistin"-Hörspielreihe beginnt die Umsetzung des Romans "Die Unsterbliche" von Kai Meyer, während die vorhergehenden vier CDs auf dem Buch "Die Alchimistin" basierten. Zwischen den Ereignissen in "Das Kloster im Kaukasus" und "Die Unsterbliche" liegen zehn Jahre. Aura Institoris ist allein in Paris und arbeitet weiter an ihren alchimistischen Forschungen, während ihre Familie an ihrer Besessenheit für ihre Studien zerbrochen ist.

Schnell erfährt der Hörer, dass die jungen Aura in ihrer verzweifelten Liebe für den Hermaphroditen Gillian heimlich dafür gesorgt hat, dass auch er das Gilgamesch-Kraut zu sich nahm und so Unsterblichkeit erlangte. Kaum war Gillian bewusst geworden, was Aura getan hatte, verließ er sie und die Kinder und ging zurück zu den Templern in Venedig, deren Großmeister er inzwischen ist.

Sein Sohn Gian und das Mädchen Tess hingegen befinden sich in der Obhut eines Archäologen in Mesopotamien. Während Tess recht gut mit der Situation fertig wird und Auras und Gillians Beweggründe verstehen kann, fühlt sich Gian von seinen Eltern - vor allem aber von seiner Mutter - im Stich gelassen. So muss sich Tess nicht nur Sorgen um die Albträume machen, die sie seit einigen Wochen immer wieder heimsuchen, sondern auch um den Pflegebruder.

Auch Auras Studien in Paris verlaufen nicht ungestört. Eines Nachts dringt ein Unbekannter in ihr Hotelzimmer ein und hinterlässt den blutigen Abdruck einer Hand mit sechs Fingern auf ihrem Bettlaken. Auf der Suche nach dem Eindringling und der Bedeutung des Handabdrucks muss sich Aura mit einem für sie ganz neuen Bereich der Alchimie befassen. Unterstützung bekommt sie hierbei von Phillippe Monteillet, einem alten Freund der Familie Institoris.

Dadurch, dass der Hörer erst einmal erfahren muss, was in den letzten zehn Jahren mit Aura und ihrer Familie geschehen ist, läuft dieser Teil der "Die Alchimistin"-Reihe etwas schleppend an. Europa steht kurz vor dem Ersten Weltkrieg, während die verschiedenen Mitglieder der Familie Institoris ihren eigenen Interessen nachgehen - und diese bestehen wie immer aus der Erforschung der Vergangenheit und der Alchimie. Die Sprünge zwischen den verschiedenen Schauplätzen und Figuren verhindern, dass man wirkliches Interesse für die verschiedenen Charaktere entwickelt, auch wenn genügend Grundlagen für eine spannende Fortführung der Geschichte gelegt werden.

Ein großer Pluspunkt an diesem Hörspiel ist wieder die musikalische Untermalung, genauso wie die Sprecher, die die Reihe zu einem Hörvergnügen machen. In "Die Unsterbliche" wird ein noch größerer Schwerpunkt auf den Einsatz der Orchestermusik gesetzt als in den vorhergehenden Folgen, wobei die etwas pompöse Musik schon fast einen tieferen Eindruck hinterlässt als die Handlung. Das Synchronsprecherteam wurde um einige bekannte Stimmen erweitert und vor allem Frank Glaubrecht als Philippe Monteillet und Dietmar Wunder als Konstantin dürften dem Hörer - nicht nur durch ihre Synchrontätigkeit für die beiden James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan und Daniel Craig - bekannt vorkommen.

Aber auch die ebenfalls neu eingesetzten Sprecher Marie-Luise Schramm (Tess) und Kim Hasper (Gian) leisten sehr gute Arbeit und verleihen den beiden Teenagern recht große Glaubwürdigkeit. Yara Blümel-Meyers liefert auch in diesem Teil der Hörspiel-Reihe eine sehr gute Darstellung der Aura. Es ist wirklich schön, wie es ihr gelingt, im Laufe der Serie Auras Entwicklung vom impulsiven Teenager bis hin zu der etwas bedrückten und gereiften Frau, die in Paris einem Geheimnis auf der Spur ist, durchgehend überzeugend zu interpretieren.

Fazit:

Der fünfte Teil der Hörspiel-Reihe "Die Alchimistin" beginnt zehn Jahre nach den Ereignissen aus "Das Kloster im Kaukasus". Und so muss der Hörer erleben, dass der neue Handlungsstrang, der auf dem Roman "Die Unsterbliche" von Kai Meyer basiert, etwas schleppend anläuft. Die Spannung hält sich in Grenzen, die Sprünge zwischen den verschiedenen Orten und Charakteren lassen keine Sympathie mit den Figuren aufkommen und die musikalische Untermalung hinterlässt einen tieferen Eindruck als die Handlung. Trotzdem werden in diesem Hörspiel einige Grundlagen gelegt, die dafür sorgen könnten, dass die nächsten CDs deutlich mehr Spannung zu bieten haben. Eine besonders lobende Erwähnung verdient wieder das Sprecherteam, welches eine sehr gute und hörenswerte Leistung abliefert - und für diese Folge um einige angenehme Stimmen erweitert wurde.
Weiterführende Infos

Hörprobe:

 
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