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Die Alchimistin 1: Der Stein der Weisen (Hörspiel)  Drucken E-Mail
Hörbücher: Unterhaltung Fantasy
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 7. Dezember 2008

Die Alchimistin 1: Der Stein der Weisen

Art der Lesung: Hörspiel
Medienanzahl: 1 CD

1. Teil der Reihe

Label: Lübbe Audio
Untergenre: Historisches
Erschienen: Mai 2008
ISBN: 978-3-7857-3546-6
Preis: 8,95 EUR
Inhalt
6.0
Sprecher
9.0
Bearbeitung
6.0
Preis/Leistung
6.0
Gesamtwertung
6.8

Wertung:
6.8
von 10
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Zum Inhalt:

Schloss Institoris, ein düsteres Gemäuer an einer einsamen Küste. Inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle wächst Aura heran, die älteste Tochter des Schlossherrn. Sie ist die Erbin eines uralten Rätsels, der Rezeptur des Steins der Weisen. Doch als ihr Vater im Auftrag seines Widersachers Lysander ermordet wird, schlägt die Stunde für Auras Stiefbruder Christopher - er beansprucht das Geheimnis der Unsterblichkeit für sich ...

Meinung:

Zusammen mit Christopher, der gerade von der Familie Institoris adoptiert wurde, entdeckt der Hörer in "Die Alchimistin" ein seltsames Schloss an der Küste mit noch ungewöhnlicheren Bewohnern. Charlotte Institoris scheint es ein Bedürfnis zu sein, ihrem Leben durch die Adoption von Waisen eine größere Bedeutung zu geben, während ihr Mann Nestor sich tagein, tagaus in seinem Turm einsperrt und seine Forschungen betreibt.

Schnell kommt Christopher dahinter, dass sich Nestor Institoris mit Alchimie beschäftigt - und wird sogar zu seinem Assistenten gemacht. Doch auch Aura, die älteste Tochter des Schlossherrn, ist in die Geheimnisse ihres Vaters eingeweiht. Während Christopher sich in seine Stiefschwester verliebt, fühlt diese sich nur mit Daniel, einem weiteren adoptierten Sohn der Familie, verbunden. Aufgrund der großen Nähe zwischen Aura und dem jungen Mann beschließt Nestor, das Mädchen in ein Internat in der Schweiz zu schicken.

Doch nicht nur der Schlossherr und seine Kinder sind an der Alchimie interessiert. Ein langjähriger Widersacher Nestors beschließt, dass es an der Zeit ist, etwas gegen die Fortschritte des Wissenschaftlers zu unternehmen, und beauftragt den Hermaphroditen Gillian, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Dessen Tage als Auftragsmörder sind eigentlich lange vorbei, doch den Argumenten des schurkischen Lysander kann er sich nicht entziehen, und so bricht er von Wien auf, um sich mit diesen Morden endlich seine Freiheit erkaufen zu können.

Vor zehn Jahren erschien der Roman "Die Alchimistin" von Kai Meyer, der nun im Mai 2008 von Lübbe Audio in vier Teilen als Hörspiel veröffentlicht wurde. Auch die Fortsetzung des Buches ("Die Unsterbliche") wird im August 2008 als "Die Alchimistin", Teil 5 bis 8, in den Handel kommen. Abgesehen davon, dass die Veröffentlichungspolitik von Lübbe Audio etwas fragwürdig ist, da sie den Hörer zwingt, für die gesamte Umsetzung des ersten Romans fast vierzig Euro (oder für die Teile 1 bis 8 zusammen über 70 Euro) auszugeben, besticht diese Hörspielversion durch eine wirklich gelungene Besetzung der verschiedenen Sprecher.

Vor allem der Erzähler Friedhelm Ptok trägt deutlich zum Aufbau einer erwartungsvollen und gespannten Stimmung beim Hörer bei - und im Gegensatz zu vergleichbaren Produktionen nimmt man jedem der vielen Sprecher seine Rolle auch wirklich ab. Timmo Niesner gibt einen wunderbar jungen, aber zielstrebigen Christopher, während Yara Blümel-Meyers die vielen verschiedenen Facetten Auras hervorragend beherrscht. So erlebt der Hörer eine junge und überhebliche Frau, die sich verzweifelt nach der Aufmerksamkeit ihres Vaters und der Liebe ihres Adoptivbruders Daniel sehnt - und deren Stimme zwischen Zerbrechlichkeit und Entschlossenheit schwankt, als sie erkennen muss, dass nun plötzlich sie in Lysanders Visier geraten ist.

Auch die übrigen Charaktere werden von Claudio Maniscalco (Gillian), Kerstin Sanders-Dornseif (Charlotte Institoris), Nicolas Artajo (Daniel) und den weiteren Beteiligten wunderbar in Szene gesetzt. Ebenfalls ist der Einsatz der Hintergrundgeräusche fast durchwegs gelungen, auch wenn hier und da die Effekte die Stimmen ein wenig zu sehr überlagern. Leider kann die Qualität der Kürzungen für diese Hörspielversion nicht mit den restlichen Vorzügen der CD mithalten. Für den Kenner der Buchvorlage ist es unübersehbar, dass relevante Szenen fehlen, und für denjenigen, der unvoreingenommen auf das Hörbuch zugeht, sind einige Entwicklungsschritte der Figuren und Handlungssprünge nur schwer nachvollziehbar.

Fazit:

Abgesehen von einer etwas fragwürdigen Veröffentlichungspolitik und den nicht ganz so geglückten Kürzungen bei diesem ersten Teil von "Die Alchimistin" erwartet den Hörer eine spannende und stimmungsvolle Geschichte rund um die Familie Institoris. Auch wenn diese CD gerade mal den Auftakt zu Kai Meyers Geschichte um Aura Institoris bildet, können vor allem die guten Leistungen der Sprecher den Hörer mitreißen. Im Gegensatz zu manch anderen Hörspielproduktionen fällt nicht einer der Sprecher negativ aus dem Rahmen, und so ist die Qualität der Besetzung mit ein Hauptgrund dafür, auch bei den folgenden Hörspielen zuzugreifen.
Weiterführende Infos

Hörprobe:

 
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