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Men who cannot get married  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Sabine Hut   
Mittwoch, 10. Dezember 2008

Men who cannot get married

Autor: Sakuya Fujii
Zeichner: Sakuya Fujii

Originaltitel: Kekkon Dekinai Otoko Tachi
Übersetzt von: Claudia Peter

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: November 2008
ISBN: 978-3-7704-6942-0
Preis: 6,50 EUR

176 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
6.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.8

Wertung:
6.8
von 10
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Zum Inhalt:

Das "Felino Felice" ist ein idyllisch gelegenes Nobel-Restaurant, in dem ausschließlich sehr gut aussehende Männer als Kellner angestellt sind. Ein Geheimtipp für Gourmets, sozusagen. Der Unternehmer Ryusei Kido, ein Stammkunde des Restaurants, zeigt eines Tages Interesse an dem Bediensteten Kazuki Ichinose. Doch mit dem standhaften Kazuki hat er zunächst kein leichtes Spiel. Zunächst. Denn langsam öffnet sich Kazukis Herz und eine leise Liebe kommt auf. Ob diese die Standesunterschiede der beiden nichtig machen kann und von Dauer sein darf, wird sich erst noch zeigen.

Meinung:

Der junge Mann Kazuki Ichinose arbeitet im "Felino Felice", dem Nobelrestaurant mit den hübschesten Kellnern der Stadt. Trotz seiner Schönheit wirkt Kazuki immer sehr verschlossen und auch abweisend. Dies liegt mit Sicherheit an seiner nicht ganz einfachen Vergangenheit. Er wuchs als Sohn eines gut betuchten Geschäftsmannes auf, musste sich keine Sorgen über sein Leben machen und hatte immer viele Menschen um sich. Doch dies alles änderte sich schlagartig, als die Firma seines Vaters bankrott ging. Sowohl Freunde der Familie als auch Verwandte zogen sich mit einem Mal zurück. Die Familie hatte kein Geld mehr und so brach Kazuki die Schule ab, um für seine Schwester das Schulgeld zu verdienen. Durch seine Erfahrungen hat er kein Vertrauen mehr in andere Menschen und wirkt deshalb oft sehr kühl. Der Unternehmer Ryusei Kido scheint sich genau dadurch angezogen zu fühlen. Doch auch er wird immer wieder zurückgewiesen. Wird es ihm gelingen, sich einen Platz in Kazukis Herz zu reservieren?

Kazuki ist durch seine Vergangenheit ein sehr kühler, reservierter Mensch geworden. Man hat das Gefühl, dass er innerlich regelrecht um Liebe und Geborgenheit bettelt, dies aber nie im Leben zeigen würde. Er versucht sich seine Gefühle äußerlich nicht anmerken zu lassen, was ihm jedoch nicht immer gelingt. Ryusei Kido hingegen ist ein Mann, der bisher alles, was er wollte, auch bekommen hat - im Geschäft wie auch in der Liebe. Durch sein gutes Aussehen hatte er noch nie Probleme, einen Partner oder eine Geliebte zu finden. In Kazuki findet er hier vorerst seinen Meister. Ryusei ist das komplette Gegenteil von Kazuki, denn er musste noch nie erfahren, was es heißt zu leiden und keinem Menschen mehr zu vertrauen. Manches Mal wirkt er dadurch etwas überheblich, macht dies jedoch durch seine Bemühungen um Kazuki wieder wett.

Die Zeichnungen von Sakuya Fujii wirken sehr hart, eckig und unfertig, teilweise sogar fehlerhaft. Beispielsweise ist bei der Seitenansicht eines Gesichtes die Nase so schroff angesetzt, dass dies einfach negativ auffällt. Auch sonst sind die Gesichter recht überproportioniert. Den sonst so feinen Zeichenstil von Shonen-Ai-Mangas sucht man hier vergebens. Hintergrundbilder sind sehr einfach gehalten bzw. existieren im Großteil des Mangas überhaupt nicht.

Die Story ist sicherlich ganz interessant: Ein reicher Mann, der um die Gunst eines kleinen Arbeiters buhlt. Dies ist zwar nichts wirklich Neues, aber durch die gute Umsetzung kann man trotzdem seinen Spaß mit der Geschichte haben. Vor allem die Anspielungen auf und Rückblenden in Kazukis Vergangenheit machen die sonst etwas schnöde Handlung lebhaft und interessant. Was der Titel "Men who cannot get married" mit der Geschichte zu tun hat, erfährt man jedoch nicht. Vielleicht soll dies eine Anspielung auf den Standesunterschied sein. Allerdings wird im Rahmen der Handlung nicht von Heiraten oder Ähnlichem gesprochen. Somit wäre ein anderer, passenderer Titel sicherlich angemessener gewesen.

Fazit:

"Men who cannot get married" von Sakuya Fujii bietet zwei Hauptcharaktere, die gut durchdacht sind und tiefgründig beschrieben werden. Alle anderen Figuren spielen Nebenrollen und erhalten hier kaum Beachtung. Der Zeichenstil ist durch seine Grobheit sehr gewöhnungsbedürftig. Immer wieder hat man das Gefühl, Zeichenfehler zu entdecken. Den sonst so feinen Zeichenstil, den man mit Shonen Ai im Normalfall verbindet, findet man hier nicht. Die Geschichte an sich ist zwar nichts Besonderes, aber ganz unterhaltsam. Wer kurzweiliges Lesevergnügen sucht, wird daher auch an "Men who cannot get married" seine Freude haben.
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