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Finder 4: In Gewahrsam  Drucken E-Mail
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 14. März 2009

Finder 4: In Gewahrsam

Autor: Ayano Yamane
Zeichner: Ayano Yamane

Originaltitel: Finder no Ryoshuu
Reihe: Finder
4. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: Februar 2009
ISBN: 978-3-86719-545-4
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

Seit Feilong Akihito nach Hongkong entführt hat, muss ihm dieser als Spielzeug seiner Lüste dienen. Trotz seiner Schmach kann Akihito jedoch nur an eines denken: Asami! Zum Glück hat dieser bereits einen Spitzel unter Feilongs Männern eingeschleust, um seinen geliebten Akihito zu befreien. Doch die Rettungsaktion ist alles andere als ungefährlich und so folgen bange Stunden der Angst ...

Meinung:

Mit Ayano Yamanes viertem Band der Finder-Serie, "In Gewahrsam", geht die Geschichte langsam ihrem Ende entgegen. Nur noch ein finaler Teil wartet auf den Leser - und der Cliffhanger am Schluss dieses Mangas verspricht einen spannenden Ausgang. Doch erst einmal kann der Leser verfolgen, wie es dem Fotografen Akihito in der Gefangenschaft des Chinesen Feilong ergeht.

Der impulsive Akihito findet sich in Hongkong in einem Käfig eingesperrt wieder, versorgt von Feilongs Vertrautem, Tao. Der Junge macht Akihito für Feilongs Verletzung verantwortlich und versucht erst einmal, den Fotografen auszuhungern. Während Feilong sich von der Verwundung erholt, sinniert der Chinese weiter über sein Verhältnis zu dem japanischen Verbrecher Asami. Um sich an diesem zu rächen, hat er Akihito in seine Gewalt gebracht und macht ihn nun - nachdem er den jungen Mann genügend eingeschüchtert hat, um nichts von ihm befürchten zu müssen - zu seinem Sexspielzeug.

Akihito kann aber nur an Asami denken, der sich in Japan schützend vor den Fotografen geworfen hatte, als Feilong diesen erschießen wollte. Und auch der japanische Mafiaboss macht sich Sorgen um seinen entführten Freund, obwohl ein Spion in Feilongs Reihen ihn über den Zustand des Fotografen auf dem Laufenden hält. Kaum genesen, bringt Asami wichtige Dokumente in seinen Besitz, die er gegen Akihito austauschen möchte. Doch so einfach wird es nicht, die Konflikte zwischen den beiden Organisationen zu klären, gibt es doch eine dritte Partei, die von den Auseinandersetzungen zwischen Asami und Feilong profitieren möchte.

Zeichnerisch kann "In Gewahrsam" mit den vorhergehenden Titeln dieser Reihe wieder mithalten und auch in diesem Band sorgen eher die Sex- als die Actionszenen für die "ab 18"-Empfehlung des Verlages. Die intimen Handlungen zwischen Feilong und Akihito wurden von Ayano Yamane wieder sehr direkt, aber dennoch recht geschmackvoll gezeichnet - und doch irritiert Akihitos Haltung in dieser Situation den Leser ein wenig. Normalerweise lässt sich der junge Fotograf nicht so schnell verängstigen und ohne Gewalt zu etwas zwingen, sodass seine Handlungen gegenüber Feilong nicht so ganz nachvollziehbar erscheinen. Immerhin ist es der Mangaka glaubwürdig gelungen, die langsame Veränderung in Feilongs Verhalten darzustellen. Der Chinese hat einfach zu viele Probleme in seiner eigenen Organisation, um sich weiterhin mit einem privaten Krieg aufhalten zu können.

Diese Krimielemente machen den ganz besonderen Reiz der Serie aus und heben sie deutlich von anderen Geschichten dieses Genres ab. In "In Gewahrsam" führt Ayano Yamane eine dritte Partei ein, die sich in die Auseinandersetzung zwischen Asamis japanischer und Feilongs chinesischer Verbrecherorganisation einmischt. Alle Beteiligten versuchen ihre Gegner zu übervorteilen, auszuspionieren und Druckmittel gegen sie in die Hand zu bekommen. Doch während Feilong und Asami einander nur zu genau kennen, ist die Russenmafia eine noch recht unbekannte Größe, die letztendlich auch für - den an den verbrecherischen Vorgängen eigentlich unbeteiligten - Akihito zu einer Gefahr für sein Leben wird. In dieser Situation sorgen vor allem die verschiedenen Motivationen der Mitglieder von Feilongs Organisation für überraschende Wendungen in der Geschichte.

Die Zusatzstory "Ein Arbeitstag im Leben von Akihito Takaba" zeigt genau das, was der Titel verspricht: Der Fotograf darf an diesem Tag einem etwas überheblichen Kollegen als Assistent zur Seite stehen - zu seinem großen Schrecken stellt er am Ort des Fotoshootings fest, dass Asami anwesend ist und genau mitbekommt, wie dem jungen Mann vor lauter Nervosität Anfängerfehler passieren. Frustriert von seinem ungeschickten Verhalten an diesem Tag betrinkt sich Akihito während der Mittagspause und landet - wie man es als Leser schon erwarten konnte - in Asamis Bett.

Fazit:

Während in diesem vierten Band der Finder-Reihe die Figur des Fotografen Akihito nicht so ganz überzeugen kann, ist es Ayano Yamane gelungen, die Charaktere Feilong und Tao recht stimmig darzustellen. Doch besonders reizvoll ist es für den Leser, dass die Auseinandersetzung zwischen Asamis japanischer Verbrecherorganisation und Feilongs chinesischer Mafia durch eine dritte Partei neue Impulse bekommen hat. Das gegenseitige Bedrohen und Bespitzeln birgt einige Überraschungen für den Leser und verspricht im nächsten Teil einen spannenden Showdown für diese Serie.
Weiterführende Infos

 
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