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Spiral - Gefährliche Wahrheit 09  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 19. März 2011

Spiral - Gefährliche Wahrheit 09

Zeichner: Eita Mizuno

Originaltitel: Spiral Vol. 9
Übersetzt von: Miyuki Tsuji

9. Band der Reihe

Verlag: Carlsen Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Januar 2011
ISBN: 978-3-551-78709-5
Preis: 5,95 EUR

192 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
von 10
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Zum Inhalt:

Die Lage für Ayumu und seine Freunde scheint hoffnungslos. Kanon ist ihnen haushoch überlegen. Nur Ayumus Kombinationsgabe kann sie noch retten. Wird die Logik über die Gewalt siegen?!

Meinung:

Im neunten Band von "Spiral - Gefährliche Wahrheit" befinden sich Ayumu und die "Blade Children" immer noch in der Schule, während der "Hunter" Kanon Hilbert wild entschlossen ist, seine alten Kameraden zu töten. Doch mit der Kommissarin Madoka Narumi hat eine weitere Mitspielerin die Szene betreten und auch Ayumus Freundin Hiyomo ist nicht bereit, sich aus der Angelegenheit herauszuhalten.

Während Madoka Kanon mit Gewalt aufhalten will, gelingt es Rio, zu Ayumu zu gelangen und seine Fesseln zu lösen. Sie ist - ebenso wie Kousuke und Ryoko - schwer verletzt, will aber den Kampf gegen Kanon nicht aufgeben. Noch immer hoffen die drei "Blade Children", dass es ihnen gelingen kann, den "Hunter" zu überwältigen, ohne ihn töten zu müssen. Doch vor allem vertrauen sie darauf, dass Ayumu - so wie es sein großer Bruder Kiyotaka vorhergesagt hat - eine Lösung für ihre Probleme finden wird.

Aber der Schülerdetektiv hat immer noch kein Zutrauen zu seinen eigenen Fähigkeiten gefasst und fühlt sich nur als Marionette seines großen Bruders. Und da es Kanon gelungen ist, Ayumu davon zu überzeugen, dass er das Töten nur beenden kann, indem er selbst zum Mörder wird, greift Ayumu zu der Pistole, die ihm der "Hunter" überlassen hat. Doch diesen verzweifelten Schritt versuchen die "Blade Children" mit aller Macht zu verhindern. Denn wie sollte Ayumu all die Gräueltaten verhindern können, wenn er selbst zum Mörder wird und so einen entscheidenden Teil seiner Persönlichkeit verliert? Am Ende ist es Hiyono, die den Freund bittet, diesen Schritt noch einmal zu überdenken und sich stattdessen auf seine Stärken zu besinnen.

Im Vergleich zu den vorhergehenden Bänden ist dieser Manga recht ruhig. Kanon Hilbert hat Ayumu seine Sicht der Dinge nahegebracht und wartet nun auf seine Hinrichtung durch den jungen Detektiv. Die "Blade Children" hingegen sind am Ende ihrer Kräfte angelangt. Ihre Verletzungen sind so stark, dass an einen weiteren Kampf nicht zu denken ist, und auch Madoka kommt gegen den "Hunter" nicht an. Einzig Hiyono hat noch nicht vollständig den Mut verloren, ebenso wie die anderen glaubt sie an Ayumus Fähigkeiten und versucht deshalb, ihm - so weit es in ihrer Macht steht - beizustehen.

Für den Leser bieten sich hier sehr viele nachdenkliche Szenen, in denen Ayumu gemeinsam mit den "Blade Children" einen Weg zu finden versucht, um Kanon zu überwältigen, ohne ihn ermorden zu müssen. Das bedeutet zwar, dass sich der Zeichner Eita Mizuno mehr auf kleine Szenen und Feinheiten in der Mimik und Gestik als auf rasante Kampfszenen konzentrieren muss, aber das macht seine Arbeit nicht weniger ansehnlich.

Doch vor allem kann der Autor Kyo Shirodaira in diesem Teil der Handlung die komplexen Beziehungen zwischen den Figuren vollständig ausreizen und sich wieder auf die Grundlagen einer Kriminalgeschichte besinnen. Und zu denen gehören weniger die actionreichen Schusswechsel als ein gründliches Nachdenken und das Ziehen von Schlüssen aus den vorhandenen Tatsachen. So hält der Leser am Ende dieses Bandes gespannt den Atem an und hofft, dass Hiyonos Eingreifen und die Erkenntnisse, die Ayumu gewinnt, ausreichen, um - vielleicht schon im nächsten Band - alle Beteiligten heil aus der Schule retten zu können.

Fazit:

Obwohl die Handlung im neunten "Spiral - Gefährliche Wahrheit"-Band weniger actionreich ist als im achten Teil der Reihe, ist sie doch nicht weniger fesselnd. Ayumu, der immer noch nicht auf seine Fähigkeiten vertraut, steht kurz davor, selbst zum Mörder zu werden, während die "Blade Children" zu schwer verwundet sind, um weiterzukämpfen. Doch trotz all ihrer Verletzungen geben sie die Hoffnung nicht auf, dass Ayumu eine Lösung finden wird. So konzentriert sich Kyo Shirodaira auf die Basiselemente von Kriminalgeschichten und lässt seinen Charakteren Zeit, um über all die vorherigen Ereignisse nachzudenken und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Obwohl so auf den Bildern recht wenig geschieht, ist es für den Leser sehr spannend mitzuverfolgen, wie Ayumu und die "Blade Children" nach einem neuen Weg aus ihrer verzweifelten Situation suchen.
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