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Spiral - Gefährliche Wahrheit 08  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 6. März 2011

Spiral - Gefährliche Wahrheit 08

Zeichner: Eita Mizuno

Originaltitel: Spiral Vol. 8
Übersetzt von: Miyuki Tsuji

8. Band der Reihe

Verlag: Carlsen Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: November 2010
ISBN: 978-3-551-78708-8
Preis: 5,95 EUR

192 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
8.0

Wertung:
8.0
von 10
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Zum Inhalt:

Kanon hält Meisterdetektiv Ayumu gefangen und tötet die ersten "Blade Children". Kommissarin Madoka Narumi versucht alles, um das Blutvergießen zu beenden. Kann sie es mit dem eiskalten Killer Kanon aufnehmen?!

Meinung:

Die Geschichte um Ayumu und die "Blade Children" spitzt sich im achten Band von "Spiral - Gefährliche Wahrheit" immer weiter zu. Der "Hunter" Kanon Hilbert hält inzwischen Ayumu als Geisel im Musikraum gefangen und versucht weiterhin, alle "Blade Children" zu töten. Währenddessen wurde die Schule, in der sich die Jugendlichen aufhalten, von der Polizei umstellt. Doch die Beamten haben von höchster Stelle die Order bekommen, sich nicht in die Geschehnisse im Gebäude einzumischen - ein Befehl, den sie nur ungern einhalten, als Gewehrschüsse aus der Schule zu hören sind. Kanon liefert sich mit den "Blade Children" Kousuke, Ryoko und Rio ein Feuergefecht im Flur der Schule. Obwohl der "Hunter" nun seine ehemaligen Kameraden jagt, versuchen diese, ihn zu überwältigen, ohne ihn zu töten. Doch Kanon ist wild entschlossen, alle "Blade Children" auszulöschen, auch wenn es ihm nicht gelungen war, seinen ehemals besten Freund Eyes Rutherford zu töten.

Kyo Shirodaira konzentriert sich in diesem Teil der Serie vor allem auf die Figur des Kanon Hilbert und die Versuche der "Blade Children", ihn zu besiegen, ohne selbst zu sterben oder ihn dabei gar umzubringen. Das führt zwar dazu, dass Ayumu (und seine Freundin Hiyono) kaum eine Rolle in der Handlung spielen, aber dafür erfährt man mehr über die Beweggründe des "Hunters". Wie schon bei den "Blade Children" ist sich der Leser schnell sicher, dass der Junge nicht so handelt, weil er von Natur aus böse ist, sondern weil er verzweifelt und ohne Hoffnung ist. Jedes dieser Kinder scheint nur eine Marionette zu sein, die durch die Befehle einer unbekannten Macht zu ihren Taten gezwungen wird. Auch die Polizistin Madoka Narumi kommt langsam dahinter, was es wirklich mit den "Blade Children" auf sich hat - und dass ihr vor Jahren verschwundener Mann Kiyotaka (der gleichzeitig Ayumus großer Bruder ist) eine wichtige Rolle in diesem makabren Spiel einnimmt.

Während in den vorhergehenden Teilen vor allem die Frage nach den Hintergründen der "Blade Children" im Raum stand, konzentriert sich die Neugier des Lesers inzwischen vor allem auf eine Lösung für diese verzwickte Situation. Rio, Kousuke, Ryoko und die anderen scheinen ebenso wie Kanon nur ein Opfer der Umstände zu sein. Und während die "Blade Children" von Kiyotaka davon überzeugt wurden, dass nur Ayumu sie vor ihrem schlimmen Schicksal erretten kann, will der Schüler dieses böse Spiel nicht mitmachen. Aber auch die Passivität seines kleinen Bruders scheint Kiyotaka in seine Pläne miteinbezogen zu haben. Spannend ist nun, ob sich wirklich alle Beteiligten so berechenbar verhalten, wie Kiyotaka es vorhergesehen hat, oder ob es nicht mindestens eine Figur gibt, die außerhalb seines Drehbuchs steht und gerade deshalb einen unkontrollierbaren Einfluss auf die Geschehnisse hat.

In diesem achten Band überzeugt der Zeichner Eita Mizuno vor allem durch seine Fähigkeit, Actionszenen dazustellen. Gerade der Kampf zwischen den drei "Blade Children" und Kanon bietet dem Mangaka zahlreiche Möglichkeiten für dynamischen Bildaufbau und rasante Schnitte. Im starken Kontrast dazu stehen die ruhigen Szenen zwischen Ayumu und dem "Hunter", bei denen man mehr über Kanons Motive erfährt. Noch immer wirken die jugendlichen Figuren in den Zeichnungen sehr niedlich, doch keiner von ihnen macht noch einen so unschuldigen Eindruck wie zu Beginn der Geschichte. Sei es, dass sie keine Rolle mehr spielen müssen, wie es anfangs bei den "Blade Children" der Fall war, oder weil sie inzwischen wie Ayumu zu viel gesehen und erfahren haben.

Besonders beeindruckend an dieser Zusammenarbeit zwischen Kyo Shirodaira und Eita Mizuno ist, dass es den beiden gelingt, über so viele Bände die Spannung aufrecht zu erhalten. Jede neue Information wirft weitere Fragen auf und so gut wie jede Szene oder auch nur eine kleine Unstimmigkeit in der Mimik oder der Körperhaltung einer Person lässt den Leser von Neuem über die Beweggründe einer Figur und die Hintergründe der gesamten Geschichte spekulieren.

Fazit:

Auch mit dem achten Band von "Spiral - Gefährliche Wahrheit" können Kyo Shirodaira und Eita Mizuno das hohe Niveau der Serie halten. Während sich drei der "Blade Children" mit dem "Hunter" Kanon Hilbert ein Gefecht in der Schule liefern, wird Ayumu von diesem gefangen gehalten. Dies bietet Kyo Shirodaira die Möglichkeit, Kanon mehr Hintergrund zu verleihen und seine Beweggründe aufzudecken. Eita Mizuno hingegen kann diesen Manga nutzen, um die Kämpfe zwischen den "Blade Children" und dem "Hunter" in dynamischen Szenen darzustellen. Doch vor allem steigert jeder weitere "Spiral"-Band die Neugier des Lesers darauf, wie es in Zukunft in dieser Geschichte weitergehen und ob es für die "Blade Children" doch noch eine friedvolle Lösung geben wird.
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