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Spiral - Gefährliche Wahrheit 02  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Donnerstag, 18. März 2010

Spiral - Gefährliche Wahrheit 02

Zeichner: Eita Mizuno

Originaltitel: Spiral Vol. 2
Übersetzt von: Miyuki Tsuji

2. Band der Reihe

Verlag: Carlsen Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Oktober 2009
ISBN: 978-3-551-78702-6
Preis: 5,95 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

Ayumu ist ein begnadeter Hobbydetektiv. Das zeigt er immer wieder auf der Suche nach seinem verschwundenen Bruder. Seine Recherchen in mysteriösen Mordfällen bringen ihn auf die richtige Spur. Sie führt ihn zu den so genannten "Blade Children". Nun muss er all seine Kombinationsgabe unter Beweis stellen ... wenn er nicht sterben will!

Meinung:

Der erste Band von "Spiral - Gefährliche Wahrheit" endete mit einem mysteriösen Mord in einem geschlossenen Raum in der "Villa des Todes". Mit der Aufklärung dieses Falles beweist Ayumu Narumi wieder einmal seine detektivischen Fähigkeiten und es gelingt ihm sogar, ein kleines bisschen mehr über die "Blade Children" zu erfahren, die mit dem Verschwinden seines älteren Bruders Kiyotaka zusammenzuhängen scheinen. Doch trotz seiner erfolgreichen Detektivarbeit will seine Schwägerin, die Polizistin Madoka, ihn nicht in die Suche nach ihrem Mann, der im Laufe seiner dienstlichen Ermittlungen verschwand, mit einbinden.

Schnell beschäftigen neue Probleme Ayumus Verstand: Der bekannte Pianist Eyes Rutherford erklärt in einem Fernseh-Interview, dass er unbedingt den jüngeren Bruder von Kiyotaka Narumi sehen will. Der verschwundene Polizist war nicht nur ein anerkannter Kriminalist, sondern auch in seiner Jugend ein gefeierter Klavierspieler. Nun möchte sich Eyes mit Ayumu messen, um herauszufinden, ob dieser mit der gleichen Begabung gesegnet ist, wie Kiyotaka es war.

Doch hinter dieser Herausforderung steht weitaus mehr, als für den Unbeteiligten zu vermuten wäre. Eyes Rutherford ist ebenfalls ein Mitglied der "Blade Children" und scheint Ayumus Bruder persönlich zu kennen. Über ihn könnte der Schüler endlich etwas über den Verbleib von Kiyotaka erfahren. Doch dafür muss sich der Schülerdetektiv verschiedenen Aufgaben der mysteriösen Organisation stellen, die schnell tödlich für ihn enden könnten - und dabei spielen die "Blade Children" nur selten fair.

Mit dem Übergang zum zweiten Spiral-Band entwickelte sich der Autor Kyo Shirodaira schnell weg von den einzelnen Kriminalfällen und konzentriert sich nun auf die Auseinandersetzung zwischen Ayumu und den "Blade Children". Obwohl der Leser dabei über so einige Informationen verfügt, die der Hauptfigur des Manga nicht bekannt sind, gibt es so viele offene Fragen über die Gegenspieler in dieser Geschichte und ihre Verbindung zu dem verschwundenen Kiyotaka, dass man sich während des Lesens unzählige Gedanken zu den Hintergründen machen kann.

Das Spekulieren über das, was hinter all den Andeutungen stecken könnte, macht "Spiral" zu einer wirklich spannenden Lektüre, bei der allerdings auch die komischen Momente nicht zu kurz kommen. Vor allem das Spiel zwischen Ayumu und seiner Assistentin Hiyono sorgt immer wieder für amüsante Szenen. Während man sich im ersten Teil noch ein wenig darüber ärgerte, dass die hilfsbereite Schülerin Ayumu immer mit den passenden Informationen zur Lösung seiner Fälle versorgte, ohne dass man eine Ahnung hatte, woher diese ihr Wissen bezog, wird nun auch dieser Punkt geklärt.

Dabei überraschen die skrupellosen Methoden Hiyonos den Leser - und stehen in angenehmem Kontrast zu ihrem etwas naiv anmutenden Äußeren. Überhaupt wirkt der gesamte Zeichenstil von Eita Mizuno ungewöhnlich niedlich für die Hintergrundhandlung von "Spiral". Doch obwohl die verschiedenen Charaktere optisch eher in eine zuckersüße High-School-Geschichte zu passen scheinen, unterstützen diese harmlos und kindlich scheinenden Figuren die unheimliche Atmosphäre, die sich in diesem zweiten Band deutlich verdichtet. Diese Disharmonie zwischen Kulleraugen und wuscheligen Frisuren einerseits und den eher brutal und skrupellos agierenden Kindern andererseits lässt einen nur umso mehr der Auflösung all der verschieden Fragen, die die Handlung aufwirft, entgegenfiebern.

Fazit:

Schon mit dem zweiten Band dieser Manga-Reihe entfernt sich der Autor Kyo Shirodaira von den einzelnen Kriminalfällen und konzentriert sich auf die spannende Hintergrundhandlung rund um die "Blade Children". Es gelingt ihm, durch Preisgabe kleiner Details die leicht unstimmigen Elemente des ersten Teils von "Spiral - Gefährliche Wahrheit", wie zum Beispiel die Frage nach Hiyonos Informationsquellen, auszugleichen. So führt die Auseinandersetzung des Schülers Ayumu mit der mysteriösen Organisation in diesem Manga zu deutlich mehr Spannung, als im Auftaktband der Serie vorhanden war. Auch bietet der reizvolle Kontrast zwischen den eher niedlichen Zeichnungen von Eita Mizuno und den skrupellosen Aktionen der "Blade Children" ein überraschend stimmiges Gesamtbild.
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