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Detektiv Conan 67  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 8. Januar 2011

Detektiv Conan 67

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 67
67. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Juli 2010
ISBN: 978-3-7704-7226-0
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.9

Wertung:
7.9
von 10
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Zum Inhalt:

Conan & Co. werden in einem Kaufhaus in ein Bombenattentat verwickelt ... Aber dort finden sich auch noch ganz andere Herrschaften ein: Shuichi Akai, Subaru Akiya und auch Gin! Die Situation ist also in jeder Hinsicht explosiv, wird Conan einen kühlen Kopf bewahren können? Natürlich wird auch noch der Mordfall um die Gothic Lolita vom letzten Mal aufgelöst und auch die Romanze zwischen Kommissar Shiratori und Fräulein Kobayashi macht Fortschritte!

Meinung:

Mit Band 67 der Detektiv-Conan-Reihe bietet Gosho Aoyama dem Leser all das, was seine Geschichte rund um den Schülerdetektiv Conan Edogawa so reizvoll macht. Mit der Weiterführung des Handlungsstrangs rund um die Gothic Lolita, die am Ende des vorhergehenden Bandes ermordet wurde, bekommt man eine klassische Ermittlung präsentiert, bei der Conan dem Detektiv Kogoro Mori mal wieder auf die Sprünge helfen muss.

Mit "Es gibt immer ein Morgen" gibt es für die Detective Boys ein kurzes Gastspiel, in dem sie einem alten Mann helfen, der beraubt wurde, bevor in dem Handlungsstrang, der im Baker-Kaufhaus stattfindet, wieder die schwarze Organisation auftaucht. Genau wie die CIA-Agentin Jodie haben Gin und Vodka den Verdacht, dass der Agent Shuichi Akai noch am Leben sein könnte. Denn die beiden Verbrecher haben ein Video des Banküberfalls gesehen, bei dem eine der Geiseln eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Mann aufwies, der angeblich von Kir erschossen wurde.

Sowohl Jodie als auch die Schwarze Organisation machen sich auf, um den vermeintlichen Shuichi Akai im Baker-Kaufhaus ausfindig zu machen, da er dort gesehen wurde. Doch während Jodie hofft, dass ihr Kollege noch am Leben ist, wartet Chianti im Auftrag von Gin darauf, den gesuchten Mann erschießen zu können. Derweil bewachen Gin und Vodka in einem Wagen in der Nähe des Kaufhauses Kir. Für sie, die im Auftrag des CIA Mitglied der Schwarzen Organisation wurde, könnte diese Episode tödlich ausgehen, wenn sich herausstellen sollte, dass sie Shuichi doch nicht auftragsgemäß ermordet hatte.

Von all diesen Verwicklungen ahnen Conan, Kogoro Mori und dessen Tochter Ran nichts, als sie wegen eines merkwürdigen Auftrags in das Baker-Kaufhaus bestellt werden - und sich dort dann mit einer Bombendrohung auseinandersetzen müssen. Während Kogoro versucht, die panischen Menschen zu beruhigen, kommt Conan schnell hinter das Rätsel, das sich hinter einem Haufen roter Pullover verbirgt. Doch damit ist die Gefahr noch lange nicht gebannt.

Nach all den rasanten Entwicklungen, die den Leser wieder über die Motive der verschiedenen Charaktere spekulieren und um das Leben einiger Figuren bangen lassen, bietet Gosho Aoyama in diesem Band einen amüsanten Ausklang. Denn in den letzten Kapiteln kann man die Liebesgeschichte zwischen dem Kommissar Shiratori und Conans Lehrerin Fräulein Kobayashi weiter verfolgen, nachdem diese Zeugin in einem Mordfall wurde.

Es ist schön zu sehen, wie der Mangaka die Geschichte um die Schwarze Organisation und die Frage, ob Shuichi Akai den Mordversuch von Kir überlebt hat, in dem vorliegenden Band weiterspinnt. So bleiben dem Leser die ganzen offenen Fragen ständig präsent, ohne dass man das Gefühl hat, auf die heiteren Episoden oder klassischen Kriminalfälle verzichten zu müssen. Diese abwechslungsreiche Mischung, die für die Detektiv-Conan-Serie so typisch ist, macht diesen Band zu einem sehr unterhaltsamen Leseerlebnis.

Da ist es doch etwas bedauerlicher, dass die deutschen Veröffentlichungen inzwischen mit den japanischen gleichauf sind und so die Wartezeit auf die Fortsetzung der Geschichte doch sehr lang ausfällt. Zum Zeichenstil von Gosho Aoyama lässt sich im 67. Teil der Reihe kaum noch etwas sagen. Der Mangaka hält sein hohes Niveau, besticht durch die ausdrucksvolle Mimik seiner Charaktere und den Detailreichtum seiner Zeichnungen. Diese geben nicht nur die Umgebung atmosphärisch wieder, sondern ermöglichen es dem Leser auch, bei jedem Fall mitzuraten und selbst auf die Lösung zu kommen.

Fazit:

Mit diesem Band der Detektiv-Conan-Reihe präsentiert Gosho Aoyama dem Leser all die Komponenten, die seine Serie über all die Jahre hinweg so reizvoll gemacht haben. Der 67. Manga bietet das Ende eines klassischen Kriminalfalls, einen kleinen Auftritt der Detective Boys, eine spannende Episode (in der auch die Schwarze Organisation wieder eine Rolle übernimmt) und einen amüsanten Abschluss, bei dem der Leser die Liebesgeschichte zwischen Kommissar Shiratori und der Lehrerin Fräulein Kobayashi weiter verfolgen kann. Bei einer so gelungenen Mischung ist es zudem erfreulich, dass der Mangaka weiterhin das hohe Niveau seiner Zeichnungen hält und so das Leseerlebnis durch detailreiche und ausdrucksvolle Darstellungen abrundet.
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