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Detektiv Conan 63  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 6. Dezember 2009

Detektiv Conan 63

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 63
63. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: August 2009
ISBN: 978-3-7704-7046-4
Preis: 6,00 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.5

Wertung:
7.5
von 10
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Zum Inhalt:

Conan ist vorübergehend wieder zu Shinichi geworden, doch die Wirkung der experimentellen Medizin ist höchst unzuverlässig! Obwohl er also gut daran täte abzutauchen, bevor er sich vor Ran & Co. zurückverwandelt und damit alles auffliegt, will es das Schicksal so, dass sie auf der Rückfahrt über einen höchst mysteriösen Mordfall stolpern. Auch ansonsten hagelt es knifflige Fälle: Mord im Dreh-Sushi-Restaurant, die Suche nach Japans Super-Kojima und die Legende von der silberweißen Rennfahrer-Hexe.

Meinung:

Der vielversprechende Fall um das allein in seinem fahrenden Auto gefundene Mordopfer, dessen Anfang bereits im 62. "Detektiv Conan"-Band erzählt wurde, erhält in Band 63 eine leider etwas unspektakuläre Auflösung. Doch das ist auch nicht weiter überraschend, geht es doch Gosho Aoyama weniger darum, die Geschichte des Opfers zu erzählen, als Conan wieder als Shinichi Kudo zu zeigen. Dank eines Gegenmittels war es dem Schülerdetektiv im vorhergehenden Band möglich, wieder seine natürliche Gestalt anzunehmen. Doch die Wirkung des Mittels wird nicht lange anhalten, sodass Shinichi befürchten muss, sich vor den Augen seiner Freundin Ran wieder in den Grundschüler Conan Edogawa zurückzuverwandeln.

Da ist es nicht gerade hilfreich, dass der Tatort eine übersichtliche Schnellstraße ist, an der sich auch noch eine Menge Polizisten herumtreiben. So müssen sich Shinichi und sein Freund Heiji Hatori wirklich ranhalten, um den rätselhaften Fall um den erdrosselten Mann am Steuer eines fahrenden Autos zu klären. Dabei lässt Ran ihren Shinichi nicht aus den Augen, während die Wissenschaftlerin Ai bei ihm schon die ersten Anzeichen erkennen kann, dass das Mittel seine Wirkung verliert.

Nach dieser nervenaufreibenden Situation ist der zweite Fall um so entspannender für den Leser. Während Conan zusammen mit Professor Agasa und den Detektiv-Boys ein Dreh-Sushi-Restaurant aufsucht, erliegt einer der Gäste einem Giftanschlag. Schnell stellt sich heraus, dass der Tote, Ryuzo Agatsuma, ein Restaurantkritiker war, der nicht nur dem Besitzer des Restaurants, sondern auch einigen anderen Gästen schon böse mitgespielt hat. Bei so vielen Verdächtigen wird es für die Polizei nicht gerade einfach, den richtigen Täter herauszufinden. Doch Conan und die Detective Boys können mit ihren Beobachtungen schnell den entscheidenden Hinweis liefern.

Der Wettbewerb "Japans Super-Kojima" führt den Leser zusammen mit den Detektiv-Boys in eine ungewöhnliche Situation: Genta Kojimas Vater wurde auserwählt, um bei dem Wettbewerb als Kandidat teilzunehmen. Dieser wird von dem reichen Gonsaku Kojima veranstaltet und als Gewinn winken 10 Millionen Yen und ein unschätzbar kostbares Bild von einem Wildschwein. Doch noch bevor die letzten drei Kandidaten ihre Fähigkeiten messen können, wird Gonsaku Kojima ermordet aufgefunden - und Gentas Vater gehört zu den Verdächtigen. Den Abschluss dieses Manga bildet das kurzweilige Rätsel um eine geheimnisvolle Rennfahrerin und die Legende von der silberweißen Hexe.

Abgesehen vom Anfang, wo Gosho Aoyama sich wieder mit Shinichis Verwandlung in den Grundschüler Conan und den damit verbundenen Problemen für die Beziehung zwischen Shinichi und Ran beschäftigt, setzt der Mangaka in diesem Band mehr auf humorvolle Elemente. Vor allem der Kojima-Wettbewerb und das Rätsel um die Rennfahrerin sind leicht und amüsant zu lesen, ohne dass dem Leser dabei die Möglichkeit genommen wird, seine kriminalistischen Neigungen auszuleben.

Zeichnerisch kann dieser Band mühelos mit der hohen Qualität der vorhergehenden Manga mithalten. Gosho Aoyamas detaillierter und liebevoller Zeichenstil ermöglicht es dem Leser, jeden Ermittlungsschritt nachzuvollziehen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Oft entsteht schon allein durch die ausgeprägten Charakterdarstellungen ein ansprechender Humor, der zum Lesevergnügen deutlich beiträgt. So spielt der Zeichner zum Beispiel in dem Fall um den Kojima-Wettbewerb mit den Erwartungen des Lesers, der neben der eigentlichen Auflösung des Mordes auch noch mit der Frage beschäftigt wird, welcher der drei Verdächtigen denn nun Gentas Vater sein könnte.

Fazit:

Auch wenn die Hauptgeschichte um Shinichi und die Schwarze Organisation im 63. "Detektiv Conan"-Band in keiner Weise vorangetrieben wird, macht es doch Spaß, den verschiedenen Fällen zu folgen und die vielen amüsanten Situationen mitzuerleben. Wie immer überzeugt Gosho Aoyama auch in diesem Manga durch seine detaillierten und liebevollen Zeichnungen und durch den augenzwinkernden Humor, der in seinen Geschichten immer wieder mitschwingt.
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