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Detektiv Conan 61  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Donnerstag, 18. Juni 2009

Detektiv Conan 61

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 61
61. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: April 2009
ISBN: 978-3-7704-7044-0
Preis: 6,00 EUR

192 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Für alle Fans von Kaito Kid ist dieser Band ein Fest! Denn diesmal verblüfft der geniale Meisterdieb mit ... einer Teleportation?! Zudem gibt es noch spannende Kriminalfälle um einen explodierenden Oldtimer und mysteriöse Papierflieger, die die Stadt in Atem halten.

Meinung:

Mit dem 61. Band der "Detektiv Conan"-Reihe hat der deutsche Markt die japanischen Veröffentlichungen eingeholt. Und auch wenn dieser Titel nicht gerade ein Höhepunkt der Serie ist, werden hier dem Leser wieder solide und unterhaltsame Kriminalfälle geboten. Zusätzlich kann man sich an einem Wiedersehen mit dem Meisterdieb Kaito Kid erfreuen, der - nachdem er schon früh von Gosho Aoyama für eine Kurzreihe geschaffen wurde - immer wieder Gastauftritte bekommt, bei denen sich der geniale Dieb mit dem Schülerdetektiv Conan messen muss.

So beginnt auch dieser Band damit, dass Sonokos steinreicher Onkel Jirokichi Suzuki mal wieder versucht, dem Meisterdieb Kaito Kid eine Falle zu stellen. Als Köder dient ein Paar juwelenverzierter Schuhe, welches angeblich der Kaiserin Maria Theresa gehört haben soll. Doch obwohl Herr Suzuki eine vollkommen andere Strategie ausprobiert und die Schuhe mitten auf der Straße zur Schau stellt, gelingt Kaito Kid wieder einmal ein meisterhafter Auftritt. Nur Conan hat einen Verdacht, wie es dem Dieb gelang, vor den Augen der Öffentlichkeit eine überzeugende Teleportation durchzuführen.

Nach einem so spektakulären Auftakt kann der Fall um den ermordeten Fahrer eines bemerkenswerten Oldtimers nicht ganz das Niveau halten. Hier findet der Leser einen klassischen Detektiv-Conan-Fall, bei dem der kleine Detektiv mit Hilfe von Professor Agasa und seinen Schulfreunden schnell herausfindet, wer der Täter ist und wie der vermeintliche Unfall vorgetäuscht wurde. Die geheimnisvollen Papierflieger, die seit ein paar Tagen in Tokyo auftauchen, sorgen wiederum für einen erneuten Auftritt von Subaru Okiya.

Der Doktorand wohnt, seitdem sein Apartment (in Band Nummer 60) abgebrannt ist, als Untermieter in dem Haus von Shinichi Kudo. Auch wenn so das Risiko besteht, dass Subaru dahinter kommen könnte, dass Conan Edogawa in Wirklichkeit der von der Schwarzen Organisation geschrumpfte Shinichi ist, kann der Detektiv auf diese Weise den Studenten am Besten im Auge behalten. Denn schließlich steht dieser im Verdacht, das geheimnisvolle Mitglied der Verbrecherbande zu sein, das unter dem Namen "Bourbon" bekannt ist.

Von dem letzen Fall in diesem 61. Band der "Detektiv Conan"-Reihe kann der Leser gerade einmal das erste Kapitel genießen, in dem er Kogoro Mori, seine Tochter Ran und Conan ins Cafe begleitet. Dort finden die drei heraus, dass der Bruder der freundlichen Bedienung in Verdacht steht, seinen Arbeitgeber ermordet zu haben. Als Appetithäppchen für den folgenden Band ist dieser erste Einblick gerade richtig, weist aber auch keine weiteren Besonderheiten auf, die diesen Manga über die anderen Geschichten rund um den Detektiv Conan hervorheben würden.

Nachdem Gosho Aoyama in den vorhergehenden Bänden die Handlung rund um die Schwarze Organisation recht rasant vorangetrieben hat, geht es der Autor nun eindeutig gemächlicher an. Mit der neuen Bedrohung durch "Bourbon" und der Frage, ob Subaru Okiya zur Schwarzen Organisation gehört oder einfach nur ein auffallend intelligenter junger Mann ist, bereitet der Mangaka ganz langsam einen neuen Handlungsstrang rund um Conans Kampf gegen die Verbrecherbande vor. Doch bis dieser Teil der Geschichte wirklich Tiefgang erreicht, wird der Leser sich wohl weiterhin mit den üblichen kleinen und sehr fein gemachten Kriminalfällen beschäftigen dürfen. Wie immer ist dabei ein großes Lob für die detaillierten Zeichnungen auszusprechen, die es einem ermöglichen, jeden Ermittlungsschritt zeitgleich mit den Detektiven durchzuführen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

Fazit:

Mit dem 61. "Detektiv Conan"-Band wird dem Leser wieder solide und sehr unterhaltsame Krimikost geboten. Doch ohne die amüsante Auseinandersetzung zwischen dem kleinen Detektiv und dem berühmten Meisterdieb Kaito Kid und der im Hintergrund schwelenden neuen Gefahr durch die Schwarze Organisation wäre dieser Mange kein besonders herausragender Teil der Reihe. So hingegen halten die kleinen Verweise auf den mysteriösen "Bourbon" und die Fragen, die die Figur Subaru Okiya aufwerfen, den Verstand des Lesers beschäftigt, während er an den weniger herausfordernden Fällen rätselt.
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