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Detektiv Conan 56  Drucken E-Mail
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Mittwoch, 29. Oktober 2008

Detektiv Conan 56

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 56
56. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Juni 2008
ISBN: 978-3-7704-6887-1
Preis: 5,00 EUR

192 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

In einem alten Haus mitten in den Bergen ereignet sich ein Mord, und die Detective Boys sind mal wieder zufällig vor Ort! War es die alte Dame, die dort wohnt und an eine Hexe erinnert? Was steckt hinter dieser Tragödie? Außerdem kommen spannende Erkenntnisse zur Vergangenheit des mysteriösen neuen Mitschülers von Ran Mori, Eisuke Hondo, ans Tageslicht, und auch ein raffinierter Überweisungsbetrug will vereitelt werden!

Meinung:

In dem inzwischen 56sten Band der "Detektiv Conan"-Reihe präsentiert der Autor und Zeichner Gosho Aoyama dem Leser zwei abgeschlossene Mordfälle und viele neue Informationen über Ran Moris neuen Mitschüler Eisuke Hondo. Wieder einmal geht es in erster Linie darum, dass der kleine Conan Edogawa - der in Wirklichkeit der berühmte Schülerdetektiv Shinichi Kudo ist -, Detektiv Kogoro Mori zur Lösung der verschiedensten Verbrechen verhilft. Seitdem Conan von der Schwarzen Organisation mittels eines geheimnisvollen Giftes verjüngt wurde, wohnt er bei seiner Schulfreundin Ran Mori und ihrem Vater, der sich inzwischen (dank Conans Hilfe) einen Ruf als brillanter Ermittler gemacht hat.

In dem Fall "Ein Verlobungsring?" hat Detektiv Kogoro Mori einen Geschäftstermin mit dem bekannten Kriminalschriftsteller Masataka Moroguchi. Die beiden Kriminalisten wollen am nächsten Morgen über neue Trends im Mystery-Genre diskutieren, und Kogoro verbringt die Nacht vor dem Termin zusammen mit seiner Tochter Ran und Conan im Haus des Schriftstellers. Doch am nächsten Morgen wird der unsympathische und detailbesessene Autor tot in einem verschlossenen Raum aufgefunden, und Conan macht sich an die Lösung des Verbrechens.

Auch die Geschichte "Die alte Hexe" fordert von Conan wieder seine ermittlerischen Fähigkeiten. Zusammen mit seinen Schulfreunden Ai, Ayumi, Genta und Mitsuhiko macht Conan einen Ausflug mit seinem ehemaligen Nachbarn, Professor Agasa. Wie so oft, wenn dieses Gespann zusammen unterwegs ist, gibt es eine Autopanne und die sechs sind gezwungen, in einem in der Nähe liegenden Haus Unterschlupf zu suchen. Kurz darauf trifft eine Gruppe von drei jungen Leuten aus Tokio ein, die ebenfalls im Wald mit ihrem Auto stehen geblieben sind - und in der Nacht wird einer von ihnen ermordet.

Die restlichen Kapitel des Bandes verfolgt Conan eine Spur, auf die ihn Heiji Hattori - ebenfalls ein Schülerdetektiv, allerdings aus Osaka -, gebracht hat. Es geht um Eisuke Hondo, einen Mitschüler von Ran Mori, der sich in verdächtiger Weise für ein Mitglied der Schwarzen Organisation interessiert, das vor einiger Zeit verschwunden ist. Conan ist sich noch nicht so ganz sicher, ob Eisuke ein Mitglied der Organisation ist, die nach der vermissten Person sucht, oder ob der Junge eigene Interessen verfolgt. Während er weiter ermittelt, gelingt es ihm, noch zwei kleinere Fälle zu lösen beziehungsweise einen Betrug zu verhindern.

Wie gewohnt bieten die verschiedenen Kriminalfälle dem Leser die Möglichkeit mitzuraten, wer der Täter sein könnte. Doch nach über fünfzig Bänden mit diversen Abenteuern des kleinen Detektivs kommt das Gefühl auf, dass man die besonderen Kniffe des Autors schon kennt und genau weiß, welche Hinweise zur Lösung führen. Der Mord innerhalb eines verschlossenen Raums oder einer sehr begrenzten Gesellschaft wurde von Gosho Aoyama schon so oft eingesetzt, dass einen auch bei neuen Fällen ein Gefühl von Vertrautheit überkommt. Doch selbst wenn die Verbrechen für den Leser nicht mehr so viel Herausforderung bieten, kann man sich weiterhin an den ungewöhnlichen und sehr detaillierten Zeichnungen und den überzeugenden Charakteren erfreuen. Außerdem begrüßt man jede Weiterentwicklung der Hintergrundgeschichte sowie jede neue Information über die Schwarze Organisation.

Gerüchten zufolge will der Zeichner und Autor Gosho Aoyama schon lange seine seit 1994 laufende Mangareihe um den kleinen Meisterdetektiv zu einem Ende bringen, aber die begeisterten Fans (und nicht zuletzt der japanische Verlag) haben ihn bis jetzt immer noch zur Weiterarbeit überreden können. Diese mangelnde Motivation des Schöpfers könnte die nicht mehr ganz so hohe Qualität der verschiedenen Fälle erklären - abgesehen davon, dass nach so vielen Jahren wohl auch langsam die Inspiration für wirklich Aufsehen erregende Kriminalfälle verloren gegangen ist. Trotzdem macht es immer wieder großen Spaß, einen neuen Detektiv-Conan-Band in die Hand zu nehmen und bei den Abenteuern des kleinen Detektivs mitzufiebern.

Fazit:

Der 56ste Band der "Detektiv Conan"-Reihe bietet für den langjährigen Leser wenig Neues. Routiniert baut Gosho Aoyama die verschiedenen Fälle auf und erweckt dadurch weniger Erstaunen beim Leser als vielmehr das Gefühl, auf Altbekanntes zu treffen. Doch die überzeugenden Charaktere, die kleinen Informationen, die man über die Hintergründe der Schwarzen Organisation erfährt, und vor allem die detaillierten und stimmigen Zeichnungen sorgen dafür, dass man die Abenteuer des kleinen Conan und seiner Freunde trotz der nicht mehr ganz so hohen Qualität der Kriminalfälle immer noch genießen kann.
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