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Code:Breaker 01  Drucken E-Mail
Comics: Manga Horror & Mystery
Geschrieben von Konstanze Tants   
Dienstag, 22. Dezember 2009

Code:Breaker 01

Zeichner: Akimine Kamijyo

Originaltitel: Code:Breaker Vol. 01
Übersetzt von: Björn Oke Maas

Reihe: Code:Breaker
1. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: November 2009
ISBN: 978-3-7704-7172-0
Preis: 6,50 EUR

208 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.6

Wertung:
7.6
von 10
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Zum Inhalt:

Ein Junge, der Verbrecher in blauen Flammen aufgehen lässt ... und ein Mädchen hat zu viel gesehen! Das Aufeinandertreffen der beiden wird die Welt ins Chaos stürzen ...

Meinung:

"Code:Breaker 1" ist der vielversprechende Auftakt einer neuen Manga-Reihe von Akimine Kamijyo, die sich um das Mädchen Sakura und ihren unheimlichen Mitschüler Rei dreht. Eines Tages beobachtet Sakura, als sie mit der Bahn nach Hause fährt, eine gruselige Szene. Ein Junge verbrennt in einem Park einige Menschen mit einer ungewöhnlichen blauen Flamme. Doch statt die Polizei zu alarmieren, versucht das Mädchen am nächsten Tag herauszufinden, was am Abend zuvor passiert ist.

Obwohl im Park wirklich Brandspuren zu finden sind, gibt es keine Leichen und auch die Polizei ermittelt nur wegen Vandalismus. Kurz darauf kommt ein neuer Schüler in Sakuras Klasse - und sie erkennt in ihm den Jungen aus dem Park. Unerschrocken beschuldigt das Mädchen Rei Ogami des Mordes, doch der Mitschüler leugnet die Tat. Und statt sich über Sakuras Beschuldigungen aufzuregen, verhält er sich ihr gegenüber fast schon zu freundlich.

Als Sakura nicht locker lässt und Rei beobachtet, findet sie heraus, dass der Junge es als seine Aufgabe ansieht, diejenigen Menschen hinzurichten, die Böses tun und dafür nicht von den normalen Gesetzen belangt werden können. Sein Motto heißt "Auge um Auge, Zahn um Zahn, Böses um Böses" und er arbeitet nicht allein. Doch so unerbittlich Rei sich gegenüber seinen Opfern benimmt, entdeckt Sakura doch auch immer wieder eine mitfühlende Seite an ihm.

Aber auch Sakura ist kein ganz normales Mädchen. Hinter ihrer zierlichen Gestalt, die in fast jedem Jungen an ihrer Schule den Beschützerinstinkt weckt, verbirgt sich eine begeisterte Kampfsportlerin. So verwundert es auch nicht, dass sie jedem einen Korb gibt, der mit ihr ausgehen will. Ein Junge, der sie nur als zartes, sensibles und adrettes Mädchen wahrnimmt, passt einfach nicht zu ihr. Stattdessen bietet sie ihren abgeschlagenen Galanen lieber an, dass sie ihnen im Notfall zur Hilfe kommen könnte. So verwundert es auch nicht, dass Sakura wild entschlossen ist, Rei an weiteren bösen Taten zu hindern - und die Menschen vor ihm zu beschützen.

In diesem ersten Band bereitet der Mangaka den Boden für eine spannende und ungewöhnliche Geschichte. Dem Leser bleibt am Ende die Hoffnung, dass Akimine Kamijyo die hohen Erwartungen, die dieser vielversprechende Anfang geweckt hat, auch in den nächsten Bänden erfüllt. Vor allem die nicht ganz einfache Thematik grenzt dieses Werk von der Masse ab. "Code:Breaker" beschäftigt sich intensiv mit der Frage, ob es akzeptabel ist, einen Menschen zu töten, wenn man damit vielleicht weitere schlimme Taten dieser Person verhindern kann.

Das ernsthafte Grundthema sorgt ebenso wie die sehr ansprechenden Zeichnungen dafür, dass dieser Manga auch hervorragend für eine ältere Zielgruppe geeignet ist, obwohl ein Großteil der Handlung in einer Schule spielt. Akimine Kamijyo bedient sich eines sehr klaren Stils, der sowohl für die härteren Szenen als auch für die humorvollen oder alltäglichen Momente sehr gut geeignet ist. Besonders hervorzuheben sind dabei die Actionszenen und die gelungene Mimik seiner Charaktere.

Die beiden Hauptfiguren, Sakura und Rei, wurden von dem Mangaka mit starken und unverwechselbaren Persönlichkeiten ausgestattet, aber auch die Nebenfiguren weisen angenehm individuelle Züge auf. Reis Überzeugung, mit seinen bösen Taten das Richtige zu tun, und Sakuras Zerrissenheit gegenüber seinen Morden versprechen einen spannenden Verlauf für die zukünftige Handlung - und bringen den Leser dazu, seine eigenen moralischen Vorstellungen zu überdenken.

Fazit:

Thematisch und grafisch unterscheidet sich "Code:Breaker 1" angenehm von dem Großteil der aktuellen Mangaveröffentlichungen in Deutschland. Akimine Kamijyo spricht mit der Frage, ob es gerechtfertigt ist, einen Menschen zu töten, wenn man damit verhindern kann, dass dieser weiterhin Böses tut, kein einfaches Thema an. Doch vor allem sorgen die ansprechenden, klaren Zeichnungen und das überzeugende Charakterdesign dafür, dass dieser Band für die Zukunft eine spannende und unterhaltsame Entwicklung der Handlung verspricht.
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