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Vampire Kisses: Blood Relatives 1  Drucken E-Mail
Comics: Manga Funnys & Humor
Geschrieben von Konstanze Tants   
Donnerstag, 2. Oktober 2008

Vampire Kisses: Blood Relatives 1

Zeichner: REM

Originaltitel: Vampire Kisses: Blood Relatives
Übersetzt von: Monja Reichert

1. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: August 2008
ISBN: 978-3-86719-478-5
Preis: 5,00 EUR

116 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

In ihrem langweiligen Heimatort Dullsville fühlt sich das Gothic-Girl Raven doch etwas fehl am Platz. Nur gut, dass sie einen süßen Freund hat, der perfekt zu ihr passt. Doch Ravens und Alexanders Beziehung ist alles andere als normal, denn Alex ist ein Vampir! Trotz der damit verbundenen Schwierigkeiten schweben die beiden im siebten Himmel, bis eines Tages Alex' Cousin Claude auftaucht! Er und seine Halbvampir-Gang führen nichts Gutes im Schilde und mit einem Schlag ist es mit der Friedhofs-Romantik vorbei!

Meinung:

Bevor die Autorin Ellen Schreiber sich mit dem Verfassen von Romanen beschäftigte, versuchte sie ihr Glück als Schauspielerin und Stand-up-Comedian. Der Humor, den sie für ihre Bühnenauftritte brauchte, spiegelt sich auch in ihren Geschichten um Raven und Alexander wider. Das ungewöhnliche Pärchen hatte seinen ersten Auftritt in den "Vampire Kisses"-Romanen, von denen in Amerika inzwischen schon die Bände sieben und acht in Planung sind. Allerdings ist das Vorwissen aus den Romanen für das Verständnis von "Vampire Kisses: Blood Relatives" nicht nötig.

Raven ist vom Scheitel bis zur Sohle ein vampirverrücktes Gothic-Girl. In ihrem langweiligen Heimatort Dullsville sticht sie mit ihren Vorlieben dementsprechend heraus. Kein Wunder, dass nur Becky, mit der sie seit Kindertagen befreundet ist, ihr exzentrisches Benehmen akzeptieren kann. Doch nicht einmal die beste Freundin weiß, dass Ravens neuer Freund Alexander ein Vampir ist. Keiner von der gewalttätigen und blutrünstigen Sorte, sondern eher ein sensibler Typ, der seine Zeit am liebsten mit dem Malen von Bildern verbringt.

Doch auch mit einem so netten Kerl ist es nicht einfach, eine Beziehung zu führen, wenn man sich erst nach Sonnenuntergang treffen kann. Trotzdem gelingt es Raven und Alexander, sich zu einem romantischen Picknick auf dem Friedhof zu verabreden. Ihr gemütliches Beisammensein wird jedoch plötzlich gestört: Die beiden finden vier frische Gräber auf dem Friedhof - und schnell stellt sich heraus, dass Alexanders Cousin, der Halbvampir Claude, sich mit seiner Gang auf dem Friedhof herumtreibt. Der Halbvampir will nichts lieber, als ein vollständiger Vampir zu sein, und im Gegensatz zu Alexander ist er kein besonders netter Kerl. Umso mehr erschreckt sich Raven, als sie feststellen muss, dass Claude und seine Gangmitglieder Kat, Rocco und Tripp auf ihre Schule gehen werden.

Die Geschichte von "Vampire Kisses: Blood Relatives" ist locker und leicht erzählt, es gibt einige humorvolle Momente und die Charaktere sind durchgehend cool dargestellt - vielleicht sogar ein bisschen zu cool, da so kaum Spannung aufkommt und die Story obendrein auch noch etwas dürftig wirkt. Immerhin sind Raven und Alexander ein besonders süßes Pärchen, und das Aufkreuzen von Claude und seinen ungewöhnlichen Freunden verspricht für die Fortsetzung etwas mehr Handlung.

Die Zeichnungen von REM (Priscilla Hamby) sind wirklich wunderbar gelungen. Die wenigen Hintergründe hat die Künstlerin stimmungsvoll angelegt und ihre Charaktere strotzen geradezu vor liebevollen Details. Gerade das Gothic-Girl Raven weiß von der Totenkopf-Haarspange bis zu den gestreiften Strümpfen in jedem Outfit zu überzeugen, während die Gesichter angenehm ausdrucksvoll gestaltet sind. Nur der schnuckelige Alexander wirkt etwas blass neben seinem rebellischen Cousin und dessen cooler Gang.

Größter Kritikpunkt an dem ersten Band von "Vampire Kisses: Blood Relatives" ist der geringe Umfang. Zwar bietet Tokyopop diesen auch zu einem besonders günstigen Preis an, doch die Geschichte um Raven und Alexander beansprucht nicht gerade viele Seiten. Außerdem besteht ungefähr ein Viertel des Buchs aus (interessanten) Entwurfszeichnungen und Werbung. Dafür kann sich der Leser allerdings an der gewohnt hohen Druckqualität der Tokyopop-Ausgaben erfreuen.

Fazit:

Eine tiefgehende Geschichte kann man bei "Vampire Kisses: Blood Relatives" nicht erwarten. Dafür werden allerdings die Schwierigkeiten, die in Ravens und Alexanders Beziehung auftreten, von der Autorin Ellen Schreiber leicht und humorvoll erzählt. Die Handlung des Manga ist zwar etwas dürftig, doch die liebevollen Zeichnungen und das schöne Charakterdesign von REM machen das wieder wett. Vor allem Gothic-Girl Raven weiß zu überzeugen, während der Halbvampir Claude und seine coole Gang in der Fortsetzung bestimmt für einigen Trubel sorgen werden.
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