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Rhesus positiv - Rh+ 2  Drucken E-Mail
Comics: Manga Fantasy & Sci-Fi
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 12. September 2009

Rhesus positiv - Rh+ 2

Autor: Ayako Suwa
Zeichner: Ayako Suwa

Originaltitel: RH Plus Vol. 02
Übersetzt von: Burkhard Höfler

2. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: August 2009
ISBN: 978-3-7704-7081-5
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
6.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.7

Wertung:
6.7
von 10
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Zum Inhalt:

Im Wohnheim Gecchoukan geht auf den ersten Blick alles mit rechten Dingen zu. Doch die beiden Schüler Makoto und Ageha liegen nachts nicht brav schlafend in ihren Betten, wie sie eigentlich sollten, sondern bewachen die Welt nach Sonnenuntergang und schreiten dort ein, wo die Macht der Polizei an ihre Grenzen stößt. Ein dunkles Geheimnis umgibt Makoto, Ageha, den Studenten Masakazu und auch den kühlen Verwalter Kiyoi ... eines, das um jeden Preis geschützt werden muss: Sie sind alle keine normalen Menschen, sondern Vampire!

Meinung:

Der zweite Band von "Rhesus Positiv - Rh+" bietet dem Leser einen deutlich weniger konfusen Eindruck als der Auftakt der Reihe. Während der erste Teil noch ein Gefühl vermittelte, als ob Ayako Suwa noch nicht recht wüsste, was man aus den vielen verschiedenen Zutaten machen kann, konzentriert sich die Handlung im aktuellen Manga mehr auf die Hintergründe der Bewohner des Gecchoukan-Wohnheims. Vor allem erfährt der Leser Gravierendes über die Vergangenheit von Makoto Nogami und über die Probleme, die dieser als Kind mit seinem Vampirsein hatte.

Makoto wächst ohne Vater bei einer Mutter auf, die es kaum erträgt, einen Vampir als Kind zu haben. So sehr sie sich auch bemüht: Sie schafft es nicht, mit dem Jungen normal umzugehen. In ihrer Not bittet sie den Pater ihrer Kirche, sich des verfluchten Kindes anzunehmen. Für Makoto wird das Leben in der Obhut des Kirchenmannes zu einer Tortur, denn diesem gefällt es, das Kind zu quälen. Und so sehr der Junge sich bemüht, er kann seinen Blutdurst nicht unterdrücken und muss jeden Tag gegen diesen besonders drängenden Hunger ankämpfen. Erst als Makoto Ageha kennenlernt und ihn dieser mit zu sich nach Hause nimmt, lernt er, seinen Blutdurst in den Griff zu bekommen, damit er unerkannt unter Menschen leben kann.

Als Makoto aus den Nachrichten erfährt, dass seine Mutter und der Pater ermordet wurden, muss er sich mit den Dingen auseinandersetzen, die ihm in seiner frühen Kindheit passiert sind. Der Junge erfährt mehr über seine Herkunft und das Verhältnis seiner Mutter zu ihm. Während er noch versucht, all die neuen Informationen zu verarbeiten, werden die Vampire von dem "Mister" auf einen älteren Mordfall aufmerksam gemacht. Bei diesem Verbrechen wurde ein damals zwölfjähriger Junge als Täter verdächtigt. Doch bevor die Polizei dem Kind die Morde nachweisen konnte, verschwand es mitsamt dem Familienvermögen. Nun aber wurde in der Stadt ein junger Mann gesichtet, der der gesuchte Mörder sein könnte und Kiyoi und seine Schützlinge sollen die Augen nach dieser Person aufhalten.

Da sich Ayako Suwa in diesem Manga auf Makotos Geschichte und sein Verhältnis zu Ageha konzentriert, wirkt der Band deutlich stimmiger als der Auftakt der Reihe. Kleine Hintergrundinformationen werden durch Dialoge oder Rückblenden eingestreut und der Krimianteil wurde deutlich ausgebaut. Durch die Suche nach dem Mörder von Makotos Mutter entsteht ein ganz persönlicher Bezug zwischen dem Fall und dem jungen Vampir.

Die kurze Begegnung zwischen Makoto und demjenigen, der verdächtigt wird, vor ein paar Jahren seine gesamte Familie ermordet zu haben, könnte auf eine vielversprechende Weiterführung der Geschichte im kommenden dritten Band hindeuten. Zusätzlich bekommt der Leser in einem kleinen Kapitel am Schluss dieses Mangas noch gezeigt, wie der Student Masakazu von Kiyoi aufgenommen wurde und wie er sich anfangs mit dem kleinen Ageha vertrug.

Auch zeichnerisch wirkt dieser Band ein wenig überzeugender als der Vorgänger. Vor allem fällt auf, dass Ayako Suwa bei erwachsenen (und düsteren) Charakteren einen ansprechenderen Stil hat als bei den eher kindlichen Vampiren. Je heiterer eine Szene ist, desto skizzenhafter wirken die Darstellungen, während bei den dramatischeren Momenten deutlich mehr Details zum Tragen kommen. Auch wenn eine durchgehendere Qualität wünschenswert gewesen wäre, kann man den Zeichnungen einen gewissen Charme nicht absprechen.

Fazit:

Mit dem zweiten Teil der "Rhesus Positiv - Rh+"-Reihe zeigt Ayako Suwa eine überzeugendere Leistung als mit dem Auftakt der Serie. Auch wenn diese Mischung aus Vampir-, Schul- und Kriminalgeschichte von Anfang an ihren Reiz hatte, sorgt die Konzentration auf eine durchgehende Handlung in diesem Band doch für einen wesentlich ansprechenderen Inhalt. Der Leser kann die Kindheit des jungen Vampirs Makoto verfolgen und erfährt, welche Probleme seine christliche Mutter mit seiner Existenz hatte. Mit der Suche nach einem jungen Mann, der als Kind seine gesamte Familie ausgelöscht haben soll, beginnt ein vielversprechender Handlungsstrang, der von Ayako Suwa hoffentlich im nächsten Band stimmig weitergeführt wird.
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