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Twinkle Stars 1  Drucken E-Mail
Comics: Manga Allgemeines
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 11. April 2011

Twinkle Stars 1

Zeichner: Natsuki Takaya

Originaltitel: Hoshi Wa Utau
Übersetzt von: Nina Olligschläger

Reihe: Twinkle Stars
1. Band der Reihe

Verlag: Carlsen Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: März 2011
ISBN: 978-3-551-78203-8
Preis: 5,95 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

Sakuyas 18. Geburtstag verläuft völlig anders als erwartet! Statt einen gemütlichen Abend mit ihrem Cousin Kanade zu verbringen, taucht der gut aussehende Chihiro auf und überrascht sie mit einem ganz besonderen Geschenk! Erst am nächsten Tag stellen Sakuya und Kanade fest, dass keiner von ihnen Chihiro vorher kannte und Kanade ihn nur aus einem Missverständnis heraus eingeladen hatte ... Wer ist der mysteriöse Gast, der Sakuyas Herz so sehr zum Klopfen bringt?

Meinung:

Wie so oft bei Geschichten von Natsuki Takaya, aus deren Feder z.B. auch "Fruits Basket" stammt, muss der Leser auch bei "Twinkle Stars" inhaltlich viel zwischen den Zeilen lesen. Doch dies bietet Raum, um die eigene Fantasie in die romantische Handlung einzubringen und die rätselhafte Geschichte von Natsuki Takayas aktueller Reihe (die auch schon in der Manga-Anthologie "Daisuki" veröffentlicht wurde) zu genießen.

Der erste Teil von "Twinkle Stars" beginnt mit dem 18. Geburtstag von Sakuya. Das Mädchen lebt bei seinem Cousin Kanade und arbeitet regelmäßig neben der Schule in einem kleinen Laden, der der Familie seines Schulfreundes Yuri gehört. In der Nachbarschaft gibt es daher immer wieder Gerede darüber, dass Sakuya arbeiten muss, um ihren Teil zum Lebensunterhalt beizutragen, während Kanade sich als Künstler gerade eine Auszeit nimmt. Auch Sakuyas Freundin Hijiri hat keine besonders gute Meinung von dem jungen Mann, kann aber akzeptieren, dass das Mädchen ihm dafür dankbar ist, dass er es bei sich aufgenommen hat.

Leider kann Sakuya den Abend ihres Geburtstags nicht mit ihren Freunden Yuri und Hijiri zusammen verbringen, da beide schon andere Verpflichtungen haben, doch sie freut sich auf das gemeinsame Essen mit Kanade. Als sie dann nach der Arbeit nach Hause kommt, wartet nicht nur ihr Cousin auf sie, sondern auch der geheimnisvolle Chihiro. Sakuya ist gerührt, dass Kanade einen Freund zu der Feier eingeladen hat, auch wenn sie sich wundert, warum sie diesen Jungen vorher noch nie gesehen hat.

Erst am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass ihr Cousin Chihiro gar nicht kannte - und nur davon ausging, dass dieser Fremde mit dem Geschenk in der Hand Sakuya besuchen wollte. Während der folgenden Tage geht für die Schülerin der Alltag ganz normal weiter, doch sie kann Chihiro nicht vergessen. Vor allem beschäftigt sie die Frage, warum der Junge an ihrem Geburtstag den Abend mit ihnen verbracht hat, obwohl er keinen von ihnen kannte. Zum Glück sind Yuri und Hijiri bereit, ihr bei der Suche nach Chihiro zu helfen, auch wenn ihnen die ganze Angelegenheit sehr dubios vorkommt.

Wie schon in "Fruits Basket" erzählt Natsuki Takaya eine eher leise Geschichte mit sympathischen Charakteren. Sakuya ist, obwohl sie es in der Vergangenheit nicht immer einfach hatte, ein ausgeglichenes und freundliches Mädchen, das fest daran glaubt, dass sich seine Träume eines Tages erfüllen werden. Ihre Begeisterung für das Sternengucken, die sie mit Yuri und Hijiri teilt, ihre Bemühungen, Kanade aus seiner trüben Stimmung zu reißen, und ihre offene Art machen sie schon auf den ersten Blick sehr liebenswert.

Auch Yuri, der offensichtlich mehr für Sakuya empfindet, und Hijiri, deren energische Art so manchem Angst macht, sind, ebenso wie Kanade, sehr sympathisch - wenn auch nicht ganz klischeefrei - dargestellt. Doch vor allem reizt es den Leser, mehr über Sakuyas Familiengeschichte und den mysteriösen Chihiro zu erfahren. Während sich nämlich Sakuya auf den ersten Blick in den Jungen verliebt, zeigt dieser ein sehr widersprüchliches und eher abweisendes Verhalten, nachdem er den ganzen Abend mit ihr und Kanade verbracht hatte.

Von den Zeichnungen her hat Natsuki Takaya auch diesen Manga wieder sehr schlicht, aber ansprechend gehalten. Die Mangaka verwendet nur selten Hintergründe, ihre Figuren glänzen nicht gerade durch ausgefeiltes Mienenspiel und auch ihre Seitenaufteilung ist eher wenig spannungsvoll, aber gerade diese ruhigen Darstellungen passen hervorragend zu ihren leisen und rätselhaften Geschichten.

Fazit:

Der Auftaktband von "Twinkle Stars" bringt dem Leser Sakuya und ihr Umfeld näher und man erfährt ein wenig über ihr Familienleben, ihre Freunde und ihren Alltag. Doch vor allem beschäftigt einen die Frage, was es mit dem mysteriösen Chihiro auf sich hat, der uneingeladen auf Sakuyas Geburtstagsfeier auftaucht und dann ohne eine Erklärung wieder verschwindet. Unterstützt wird die ruhige und unaufgeregte Erzählweise durch Natsuki Takayas klare und schlichte Zeichnungen, die - ebenso wie die Geschichte - Raum für die Fantasie des Lesers lassen.
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