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Aishiteruze Baby 7  Drucken E-Mail
Comics: Manga Allgemeines
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 31. Mai 2010

Aishiteruze Baby 7

Autor: Yoko Maki
Zeichner: Yoko Maki

Originaltitel: Aishiteruze Baby
Übersetzt von: Maria Römer

7. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: September 2009
ISBN: 978-3-86719-519-5
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.5

Wertung:
7.5
von 10
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Zum Inhalt:

Yuzuyu hat das Foto von ihrer Mama weggeworfen. Sie behauptet, sich nicht mehr an die Frau darauf erinnern zu können. Auch im Kindergarten ist die Kleine plötzlich ganz verändert und nachts wacht sie weinend aus bösen Träumen auf. Nicht mal ein Zoobesuch kann sie aufmuntern. Hat die Trennung von der Mutter dem kleinen Mädchen mehr Schaden zugefügt, als alle bisher dachten?

Meinung:

Mit dem siebten Band findet die "Aishiteruze Baby"-Serie von Yoko Maki ihren Abschluss. Zu Beginn des Manga kommt Kippei dahinter, dass seine Freundin Kokoro dachte, dass sie schwanger sei. Der Schreck darüber, dass sie nicht mit ihm darüber geredet hat, sondern sich immer weiter zurückzog, bringt ihn dazu, sich endlich Zeit für sie zu nehmen. Als Kokoro nun im Mittelpunkt von Kippeis Aufmerksamkeit steht, vertraut sie ihm all die Gedanken an, die sie schon so lange beschäftigen.

Für Kippei steht danach fast, dass seine Freundin zu ihm und seiner Familie ziehen muss. So ist Kokoro nicht immer so alleine und die beiden können mehr Zeit miteinander verbringen, ohne dass der Schüler seine Cousine Yuzuyu vernachlässigen würde. Denn nachdem das Mädchen mitangehört hatte, wie Kippeis große Schwester Reiko ihm erzählte, dass Yuzuyus Mutter noch nicht bereit sei, sich wieder um ihr Kind zu kümmern, geht es der Kleinen immer schlechter. Erst scheint es, als ob Yuzuyu ihre Mutter vergessen hätte, was in Kippei die Hoffnung aufkommen lässt, dass sie sich mit der ganzen Situation abgefunden hat.

Doch obwohl sich Yuzuyu anscheinend nicht mehr an ihre Mutter erinnern kann, leidet sie mehr denn je darunter, dass diese wohl keine Zuneigung mehr für sie empfindet. So benimmt sich das kleine Mädchen im Kindergarten sehr merkwürdig, hat vor allem Angst und befürchtet sogar, dass Kippei sie nicht mehr lieben würde. Für den Schüler ist es nicht gerade einfach, mit all den seelischen Problemen seiner Cousine fertig zu werden. Eigentlich möchte er das kleine Mädchen ja vor allem beschützen, aber manchmal klingt auch durch, wie schwierig es für ihn zu verkraften ist, dass all seine Zuwendung nicht ausreicht, um Yuzuyu glücklich zu machen.

So ist die Handlung in dem "Aishiteruze Baby"-Abschlussband zu Beginn deutlich trauriger und nachdenklicher als in dem vorhergehenden Teil der Serie. Erst als es darum geht, dass Kippei für Yuzuyus Geburtstag einen Kuchen zu backen versucht, klingt wieder etwas mehr Humor in der Geschichte durch. Doch vor allem beschäftigt den Leser in diesem Band die Frage, ob es für Yuzuyu wohl besser wäre, wenn sie weiterhin bei Kippei und seiner Familie wohnen würde, oder wenn ihre Mutter doch endlich wieder die Verantwortung für ihre Tochter übernähme.

Für Yoko Maki ist diese eher melancholische Handlung wieder eine hervorragende Gelegenheit zu zeigen, wie gut sie es beherrscht, Gefühle in Mimik und Gestik ihrer Charaktere darzustellen. Yuzuyus Verzweiflung berührt den Leser ebenso wie Kippeis hilflose Versuche, seiner kleinen Cousine zu helfen. Und gespannt hofft man darauf, dass sich am Ende dieser Manga-Serie für das Mädchen alles zum Guten entwickelt.

Nach dem Abschluss der aktuellen Handlung gibt es noch ein paar Seiten, die zeigen, wie das Leben von Kippei und seiner Familie, seiner Freundin Kokoro und seiner Cousine Yuzuyu ein paar Jahre später aussieht. So bietet Yoko Maki ihren Lesern das befriedigende Gefühl zu wissen, was aus all den sympathischen Figuren geworden ist, die einem im Laufe der Serie so ans Herz gewachsen sind. Und wer nach dieser Reihe Lust auf einer weitere Geschichte der Mangaka hat, in der ein kleines einsames Mädchen die Hauptrolle spielt, kann auf die ebenfalls bei Tokyopop erschienene vierteilige Serie "Between the Worlds" zurückgreifen.

Fazit:

Bevor die Geschichte rund um Kippei und seine Cousine Yuzuyu zu einem Abschluss kommt, muss das kleine Mädchen so manche traurige Stunde überstehen. So lässt Yoko Maki gegen Ende ihrer "Aishiteruze Baby"-Reihe den Leser wieder einmal bangen, ob die Handlung für Yuzuyu doch noch gut ausgeht - und wieder einmal die Frage aufkommen, ob es dem Kind bei seiner Mutter oder bei seiner Pflegefamilie auf Dauer besser ergehen würde. Neben der mitreißenden Geschichte bietet auch dieser Band wieder fein gezeichnete Bilder, bei denen der Betrachter vor allem durch die ausdrucksvolle Mimik der Figuren bezaubert wird. Am Ende sorgen spätestens die Extraseiten, die die Hauptfiguren ein paar Jahre später zeigen, dafür, dass man den Manga mit dem befriedigenden Gefühl aus der Hand legt, eine rundum gelungene Geschichte gelesen zu haben.
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