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Aishiteruze Baby 5  Drucken E-Mail
Comics: Manga Allgemeines
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 20. Juni 2009

Aishiteruze Baby 5

Autor: Yoko Maki
Zeichner: Yoko Maki

Originaltitel: Aishiteruze Baby
Übersetzt von: Maria Römer

5. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: Mai 2009
ISBN: 978-3-86719-517-1
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
6.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.7

Wertung:
6.7
von 10
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Zum Inhalt:

Yuzuyu muss diesmal stark sein: Ihr Bruderherz Kippei fährt auf Klassenfahrt! Doch was nach Spaß klingt, stellt sich als ein merkwürdiger Trip heraus: Kokoro geht Kippei aus dem Weg. Sie traut sich nicht, ihm von dem Zwischenfall mit dem Jungen vom Baseballklub zu erzählen. Die ganze Klasse glaubt schon, sie wären kein Paar mehr. Wird Kokoros Schweigen die beiden noch tatsächlich auseinanderbringen?

Meinung:

Im fünften Band der "Aishiteruze Baby"-Reihe konzentriert sich Yoko Maki vor allem auf die Beziehung zwischen Kippei und Kokoro. Von Anfang an war es für die beiden nicht leicht, befreundet zu sein: Während Kokoro Probleme mit ihrer Familie hat und inzwischen allein in einer Wohnung lebt, weil sie mit der erneuten Hochzeit ihrer Vaters nicht zurechtkommt, sehnt sie sich eigentlich nur nach jemandem, der für sie da ist. Unter diesen Umständen ist es für die beiden Verliebten nicht einfach, dass Kippei sein Leben für seine kleine Kusine Yuzuyu vollständig umstellen musste.

Aus dem leichtlebigen Herzensbrecher ist inzwischen ein verantwortungsvoller "großer Bruder" geworden, der sogar seine Gefühle für Kokoro zugunsten der kleinen Yuzuyu beiseite geschoben hat. Doch nun steht die Klassenfahrt vor der Tür und Kippei hofft, dass er und seine Freundin nun endlich mal ein wenig Zeit für sich finden werden. Aber Kokoro verhält sich ihm gegenüber abweisend und aggressiv, da sie sich nicht traut, ihm zu gestehen, dass ihr ein fremder Junge einen Kuss geraubt hat.

Itagaki verehrte Kokoro schon seit längerer Zeit aus der Ferne, und am Ende des vierten "Aishiteruze Baby"-Bandes konnte der Leser miterleben, wie der Baseballspieler die Schülerin überrumpelte und sie mit Gewalt küsste. Kokoro hat keine Ahnung, wie sie mit dieser Tat umgehen soll. Mit langen Hosen kann sie zwar die blauen Flecken verbergen, die bei Itagakis Übergriff entstanden sind, aber die seelischen Verletzungen lassen sich nicht so einfach kaschieren. Erst Kippeis liebevolle und aufmerksame Art hilft dem verstörten Mädchen, sich wieder zu öffnen, und sorgt dafür, dass sich die beiden näher kommen als zuvor.

Obwohl die kleine Yuzuyu nicht mit auf Klassenfahrt kommt, muss der Leser auf das niedliche Mädchen nicht verzichten. Im zweiten Teil des Mangas wird erzählt, wie Kippeis Geschwister versuchen, ihn während seiner Abwesenheit bei der kleinen Kusine zu ersetzen. Während die sehr resolute große Schwester Reiko sich mehr oder weniger erfolgreich um das Essen kümmert und die Betreuungszeiten organisiert, ist es in erster Linie Kippeis kleiner Bruder, der die Verantwortung für Yuzuyu aufgedrückt bekommt. Sehr geschickt stellt sich Satsuki dabei nicht an - hier rächt es sich, dass er den Familienzuwachs in den letzten Monaten hauptsächlich ignoriert hat.

Insgesamt bieten die vielen kleinen Begebenheiten, von denen Yoko Maki in diesem Manga erzählt, der Mangaka die Möglichkeit, wieder die unterschiedlichsten Emotionen darzustellen. Mit ihrem feinen Zeichenstil gelingt es ihr hervorragend, Kokoros Unglück, Kippeis liebevolle Art oder Reikos Ungeschick deutlich zu machen. Aber auch die kleine Yuzuyu und ihre Verzweiflung darüber, von ihrer Mutter verlassen worden zu sein, berühren den Leser. Leider führt die Vielzahl der Themen in diesem fünften Band dazu, dass man die verschiedenen Situationen nicht so intensiv miterlebt wie in den vorhergehenden Teilen der "Aishiteruze Baby"-Reihe.

Fazit:

Auch mit dem fünften Band der "Aishiteruze Baby"-Reihe unterhält Yoko Maki die Leser mit heiteren und nachdenklichen Szenen rund um den freundlichen Jungen Kippei, seine kleine Kusine Yuzuyu und seine Freundin Kokoro. Der Mangaka gelingt es trotz der Leichtigkeit ihrer Geschichte, immer wieder problematische Themen anzusprechen. Allerdings leidet dieser Teil der Serie ein wenig darunter, dass sich Yoko Maki nicht auf ein großes Problem konzentriert, sondern mehrere kleine Geschichten erzählt. Trotzdem kann sie weiterhin mit ihren schwungvollen Zeichnungen und der gelungene Mimik und Gestik ihrer Figuren überzeugen.
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