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Aishiteruze Baby 4  Drucken E-Mail
Comics: Manga Allgemeines
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 17. Mai 2009

Aishiteruze Baby 4

Autor: Yoko Maki
Zeichner: Yoko Maki

Originaltitel: Aishiteruze Baby
Übersetzt von: Maria Römer

4. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: März 2009
ISBN: 978-3-86719-516-4
Preis: 6,50 EUR

170 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Miki, eine Kusine von Yuzuyu, taucht auf und will das kleine Mädchen unter einer fadenscheinigen Begründung mit zu sich nehmen. Doch natürlich lassen die Katakuras dies nicht so einfach zu! Irgendetwas stimmt mit Miki nicht. Sie ist aggressiv und hat sich mit ihren Eltern verkracht. Ist Miki wirklich nur ein rebellischer Teenager oder steckt mehr hinter ihrem Verhalten? Und welches Interesse hat sie wirklich an Yuzuyu?

Meinung:

Im vierten Band der "Aishiteruze Baby"-Reihe lernt der Leser Yuzuyus und Kippeis Kusine Miki Sakashita kennen. Das Mädchen hatte am Ende des vorherigen Mangas Yuzuyu aufgelauert und Kippei verkündet, dass sie sich von nun an um die Kleine kümmern würde. Doch so schnell gibt der Junge seine Kusine nicht aus seiner Obhut. Er zwingt Miki dazu, mit ihm nach Hause zu gehen und ihm ein paar Fragen zu beantworten.

Schnell steht fest, dass das Mädchen gar nicht von seinen Eltern beauftragt wurde, Yuzuyu zu holen, stattdessen ist es selbst zuhause weggelaufen. Als die Sakashitas bei Kippeis Familie eintreffen, um klarzustellen, dass sie sich nicht um Yuzuyu kümmern wollen, kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Miki und ihren Eltern. Dabei greift das Mädchen ihren Vater mit einem Messer an - und für die Katakuras steht fest, dass Miki in diesem Zustand nicht zu ihrer Familie zurückkehren darf.

Kippeis große Schwester Reiko sorgt dafür, dass Miki für die Sommerferien bei den Katakuras bleiben darf. Nun muss sich der Schüler nicht nur um seine kleine Kusine kümmern, sondern auch noch aufpassen, dass die aggressive Miki dem kleinen Mädchen nichts antut. Doch nachdem Kippei miterlebt hat, wie die Sakashitas mit Miki umgehen, hegt er nicht nur Misstrauen gegenüber der Vierzehnjährigen. Stattdessen versucht er - genauso wie anfangs bei Yuzuyu - mit Freundlichkeit das Vertrauen des Mädchens zu erringen. Vor allem die Zuneigung, die seine kleine Kusine für Miki empfindet, zeigt Kippei, dass hinter all den Vorfällen mehr stecken muss als pubertäre Aufmüpfigkeit.

Während Kippei den Sommer damit verbringt, für Yuzuyu und Miki da zu sein, vernachlässigt er seine Freundin Kokoro. So kommt es nach den Ferien zu einem unschönen Wiedersehen zwischen den beiden, als ihm klar wird, dass er sich in den ganzen Wochen nicht ein einziges Mal bei seiner Mitschülerin gemeldet hat. Da ist es auch kein Wunder, dass Kokoro von dem Geständnis eines Jungen aus der Nachbarklasse, dass er in sie verliebt sei, aus der Bahn geworfen wird.

Hat sich Yoko Maki im dritten Band auf die Problematik von überforderten Müttern konzentriert, dreht sich die Handlung in diesem Teil vor allem um Miki und ihre Probleme. Obwohl die Mangaka betont, dass sie viele Szenen aufgrund der Veröffentlichung des Originals in einem Magazin nicht so heftig darstellen konnte, wie es ihr lieb gewesen wäre, gelingt es ihr, Mikis psychische Probleme deutlich zu machen. Trotzdem bekommt man als Leser das Gefühl, dass so schwerwiegende Störungen, wie sie bei Miki vorhanden sind, nicht so einfach zu bewältigen sind, wie es einem in dem Manga suggeriert wird.

Trotz des nicht so einfachen Themas gelingt es Yoko Maki auch in diesem "Aishiteruze Baby"-Band, immer wieder humorvolle und bezaubernde Szenen einzubauen, die dafür sorgen, dass die Geschichte nicht zu bedrückend wird. Unabhängig davon, ob es sich um eine dramatische oder eine fröhliche Szene handelt: Yoko Makis detaillierter Stil kann den Leser aufgrund der stimmigen Details durchgehend überzeugen, auch wenn er sich auf den ersten Blick nur unwesentlich von dem anderer Mangaka, die für Mädchen Geschichten entwerfen, unterscheidet.

Fazit:

Auch im vierten Band der Reihe "Aishiteruze Baby" findet Yoko Maki ein stimmiges Verhältnis zwischen amüsanten Szenen und schwerwiegenderen Themen. Inzwischen kümmert sich der Junge Kippei vorbildlich um seine kleine Kusine Yuzuyu, doch nun stellen ihn Miki und ihre psychischen Problemen vor ganz neue Herausforderungen. Trotz des recht schweren Themas gelingt es der Zeichnerin sehr schön, die verschiedenen Emotionen darzustellen. Schwungvolle Zeichnungen - und vor allem die glaubwürdige Darstellung der verschiedenen Emotionen der Charaktere - machen auch diesen Manga wieder zu einem stimmigen Gesamtwerk.
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