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Aishiteruze Baby 3  Drucken E-Mail
Comics: Manga Allgemeines
Geschrieben von Konstanze Tants   
Samstag, 21. Februar 2009

Aishiteruze Baby 3

Autor: Yoko Maki
Zeichner: Yoko Maki

Originaltitel: Aishiteruze Baby
Übersetzt von: Maria Römer

3. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: Januar 2009
ISBN: 978-3-86719-515-7
Preis: 6,50 EUR

170 Seiten
Inhalt
8.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.6

Wertung:
7.6
von 10
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Zum Inhalt:

Im Kindergarten taucht plötzlich eine Unbekannte auf. Den ganzen Tag beobachtet sie die Kinder von Weitem beim Spielen, doch sobald die Erzieherinnen die Frau ansprechen, läuft sie davon. Als Kippei kommt und Yuzuyu abholen will, stellt sich heraus, dass es sich bei der Fremden um seine Tante Miyako, Yuzuyus Mutter, handelt! Kann er sie dazu überreden, zu bleiben? Sie muss sich doch wieder um ihre Kleine kümmern!

Meinung:

Der dritte Teil der Mangareihe "Aishiteruze Baby" ist wieder etwas ernsthafter als der Vorgänger. Yoko Maki konzentriert sich mehr auf die Probleme der kleinen Yuzuyu, die von ihrer Mutter bei der Verwandtschaft abgegeben wurde, da sie sich nicht in der Lage fühlte, für das Kind zu sorgen. Überhaupt ist die Überforderung von Müttern in diesem Band ein großes Thema.

Nachdem Kippei, der seine kleine Cousine inzwischen fast vorbildlich versorgt, von den Erzieherinnen gebeten wurde, sich um die unbekannte Frau zu kümmern, die sich vor Yuzuyus Kindergarten herumtreibt, findet er heraus, warum seine Tante Yuzuyu abgegeben hat. Miyako fühlte sich nach dem Tod ihres Mannes nicht nur von der Erziehung des Kindes überfordert, sie hatte das Mädchen auch geschlagen, ohne dass das Verhalten der Kleinen sie dazu provoziert hätte. Bevor sie Gefahr lief, Yuzuyu noch weiter zu misshandeln, wollte sie sie lieber weggeben, damit das Mädchen vor ihren Gefühlsausbrüchen in Sicherheit war.

Für Kippei ist dies eine erschütternde Erkenntnis, denn er erlebt jeden Tag, wie sehr sich seine kleine Cousine nach ihrer Mutter sehnt. Yuzuyu vermisst Miyako nicht nur, sondern gibt sich häufig selbst die Schuld daran, dass ihre Mutter sie weggegeben hat. Doch unter diesen Umständen kann der Junge seine Tante auch nicht dazu überreden, sich wieder mehr um Yuzuyu zu kümmern.

Als Yuzuyu im Kindergarten Shota Nashiya kennenlernt, ist Kippei anfangs fast ein wenig eifersüchtig, dass er für seine kleine Cousine nicht mehr der wichtigste Mensch ist. Doch bald findet Kippei heraus, dass Yuzuyus fröhlicher Spielkamerad zu Hause auch keinen leichten Stand hat. Shotas Eltern sind schon etwas älter, sein Vater ist arbeitslos und die Mutter fühlt sich davon überfordert, mit den jüngeren Müttern in der Nachbarschaft unter diesen Umständen mithalten zu müssen. Als Kippei von den genaueren Familienumstände Shotas erfährt, beweist der Teenager, wie sehr er durch die Verantwortung für Yuzuyu gereift ist. Er beschließt, mit Shotas Mutter zu reden und ihr die Augen dafür zu öffnen, was ihr Verhalten bei dem Jungen bewirkt.

Aber auch Kippeis Beziehung zu seiner Klassenkameradin Kokoro entwickelt sich weiter. Nicht nur, dass er öffentlich zu seinen Gefühlen für sie steht, er benötigt auch immer wieder ihren Rat und ihre Unterstützung. War es früher Kokoro, die Kippei brauchte, um sich immer wieder aufzurichten, wird ihr Verhältnis nun langsam gleichberechtigter und auch etwas ernsthafter.

Yoko Maki gelingt es mit ihrem leichten und feinen Zeichenstil wieder einmal hervorragend, die vielen verschiedenen Stimmungen der Charaktere in diesem Band einzufangen. Gerade die feinen Gefühlsregungen auf den Gesichtern ihrer Figuren bezaubern den Leser. Und obwohl die Grundstimmung in diesem dritten Teil wirklich ernsthaft ist, gelingt es ihr auch immer wieder, sehr amüsante Szenen einzubauen, ohne die Handlung dadurch unglaubwürdig zu machen. Das Auftauchen einer neuen Figur am Ende dieses Mangas verspricht darüber hinaus noch eine spannende Entwicklung für den nächsten Band.

Fazit:

Mit dem dritten Teil der Reihe "Aishiteruze Baby" wird Yoko Maki in der Handlung wieder etwas ernsthafter als im vorhergehenden Band. Trotz des immer wieder durchschimmernden Humors und der vielen liebevollen Szenen zwischen Kippei und seiner kleinen Cousine Yuzuyu liegt der Schwerpunkt der Handlung auf dem Thema "überforderte Mütter". Sowohl Kippeis Tante Miyako als auch die Mutter von Yuzuyus Kindergartenfreund Shota sind mit ihren Aufgaben überfordert und lassen dies an ihren Kindern aus. Yoko Makis feiner Zeichenstil spiegelt die verschiedenen Gefühlsregungen der Charaktere hervorragend wider und macht diesen Manga zu einem wirklichen Genuss.
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