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Aishiteruze Baby 2  Drucken E-Mail
Comics: Manga Allgemeines
Geschrieben von Konstanze Tants   
Dienstag, 16. Dezember 2008

Aishiteruze Baby 2

Autor: Yoko Maki
Zeichner: Yoko Maki

Originaltitel: Aishiteruze Baby
Übersetzt von: Maria Römer

2. Band der Reihe

Verlag: Tokyopop
Format: Taschenbuch
Erschienen: Dezember 2008
ISBN: 978-3-86719-514-0
Preis: 6,50 EUR

208 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.2

Wertung:
7.2
von 10
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Zum Inhalt:

Dank einer neuen Sitzordnung in der Klasse rückt Kippei Kokoro näher. Um das Eis zu brechen, scheint Yuzuyu das ideale Gesprächsthema für die beiden zu sein. Mithilfe der Kleinen erfährt Kippei sogar, warum seine Mitschülerin immer so cool und distanziert ist! Als Kokoro jedoch bei Yuzuyus Kindergarten auftaucht, hat Kippei die Rechnung wieder einmal ohne sein fünfjähriges Kusinchen gemacht ...

Meinung:

Während der erste Teil von Yoko Makis "Aishiteruze Baby" vor allem dadurch bestach, dass sich der Teenager Kippei alle Mühe gab, für seine kleine Cousine Yuzuyu eine gute "Ersatzmutter" zu sein, steht in dem zweiten Band der Reihe sein Verhältnis zu seiner Klassenkameradin Kokoro etwas mehr im Vordergrund. Durch eine geänderte Sitzordnung und ihr durch Yuzuyu etwas engeres Verhältnis kommen die beiden miteinander ins Gespräch. So erfährt Kippei - und mit ihm der Leser - einiges mehr über Kokoros familiären Hintergrund.

Dabei geht ihm auf, dass es seiner Klassenkameradin gar nicht so viel anders ergeht als seiner kleinen Cousine. Kokoro ist gerade in eine eigene Wohnung gezogen, da sie sich durch die erneute Vermählung ihres Vaters in ihrer Familie fehl am Platz fühlt. Das Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören, ist der Grund für ihre zurückhaltende und beobachtende Art. Doch Kippei findet auch heraus, dass Kokoro ihn um einiges lieber mag, als sie zugeben möchte. Durch Kippeis unbeschwerte Fröhlichkeit gelingt es ihr, wenigstens für ein paar Augenblicke ihre negativen Gedanken zu vergessen und sich am Leben zu erfreuen.

So sehr Kokoro durch Kippeis Aufmerksamkeit aufblüht, so sehr verstört es die kleine Yuzuyu, dass ihr "großer Bruder" nicht mehr ausschließlich für sie da ist. Obwohl sie Kokoro eigentlich sehr mag, ist sie unsicher und eifersüchtig - und bringt sich selbst dadurch in ziemliche Schwierigkeiten. Schnell wird Kippei klar, dass er sich zwischen den beiden Mädchen entscheiden muss, da seine kleine Cousine - die ja von ihrer Mutter bei seiner Familie zurückgelassen wurde - es nicht ertragen könnte, wieder von einem Menschen verlassen zu werden, dem sie ihr ganzes Herz geschenkt hat.

Immer deutlicher wird Yuzuyus Abhängigkeit von Kippei, die dem Leser immer wieder vor Augen führt, dass - trotz all der fröhlichen Momente und lustigen Szenen - die Geschichte des kleinen Mädchens eigentlich sehr traurig ist. Yuzuyu versucht alles, um Kippeis Aufmerksamkeit zu erregen und sich seine Liebe zu verdienen. Und auch Kippeis Familie - vor allem seine große Schwester, die ihm anfangs die Verantwortung für die kleine Cousine aufgetragen hatte - muss feststellen, dass der Junge trotz aller Mühe, die er sich gibt, eigentlich nicht in der Lage ist, allein mit dieser großen Aufgabe fertig zu werden.

So erfährt der Leser nicht nur mehr über Kokoros Hintergründe, sondern auch einiges über das Verhältnis der verschiedenen Mitglieder von Kippeis Familie zueinander. Die chaotische Familie Katakura ist vielleicht nicht sehr gut darin, ihre Kinder auch kindgerecht großzuziehen, aber trotz aller ungewöhnlichen Verhaltensweisen bemerkt man doch die große Zuneigung zwischen ihnen. Obwohl in diesen Band nicht so viele mitreißende Szenen zu sehen sind und auch die Spannung sich weiter zurückhält als im ersten Teil der Reihe, lacht und leidet man doch zusammen mit den Figuren. Mit jeder Seite wachsen dem Leser die Charaktere weiter ans Herz - und lassen einen schon voller Vorfreude auf den nächsten Teil der Reihe warten.

Auch in diesem Band fallen die gute Druckqualität der Tokyopop-Mangas sowie die gute Übersetzung ins Auge. Die Zeichnungen von Yoko Maki zeigen auch hier einen wunderbar leichten und gefälligen Stil, der sehr gut zu einem Shojo-Manga passt. Besonders die Details, gerade wenn es um feine Mimikveränderungen geht, beherrscht die Zeichnerin wirklich gut. So entsteht ein unterhaltsames Zusammenspiel zwischen den Zeichnungen und der teils lustigen, teils traurigen Geschichte.

Fazit:

Der zweite Band von "Aishiteruze Baby" ist zwar nicht ganz so hinreißend wie der Auftakt der Reihe, aber trotzdem findet der Leser hier wunderbar komische, mitreißende und auch traurige Szenen, die eine Menge Unterhaltung versprechen. Vor allem aber bekommt man hier mehr Hintergrunddetails zu Kippeis Klassenkameradin Kokoro geboten - und schnell wird klar, dass der Junge nicht gleichzeitig seiner Zuneigung zu dem Mädchen und seiner Fürsorgepflicht für seine kleine Cousine Yuzuyu nachgehen kann. Da Yoko Maki gerade die feinen Mimikdarstellungen in ihren Zeichnungen besonders gut beherrscht, unterstreichen diese sehr schön sowohl die amüsanten als auch die melancholischen Elemente der Handlung.
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