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Hörbuch-Vergleich: Dickens' "Weihnachtslied" Drucken E-Mail
Geschrieben von Jano Rohleder   
Mittwoch, 22. Dezember 2010

Seit vielen Generationen bringt Charles Dickens' "Christmas Carol" den Menschen den Geist der Weihnacht näher. Die Geschichte vom kaltherzigen Geizhals Ebenezer Scrooge gehört zu den beliebtesten Werken des Autors und wurde bereits zahlreiche Male für Theater, Film & Fernsehen adaptiert. Seit Neuestem existiert sogar eine Graphic Novel. Wir haben uns mit der Buchvorlage beschäftigt und 2008 sieben aktuell erhältliche Hörvarianten des Stoffs verglichen. Außerdem wurden im Dezember 2010 nochmals fünf neue Fassungen mit in den Vergleich einbezogen.
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Den Anfang macht - wie könnte es anders sein - das englischsprachige Original, "A Christmas Carol". Dieses liegt in einer sehr schön produzierten Hörbuchfassung des Verlags Bertz + Fischer vor (ISBN 978-3-86505-532-3; 19,90 EUR), der sich auf die Veröffentlichung englischsprachiger Klassiker in der ungekürzten Originalfassung spezialisiert hat. "A Christmas Carol" kommt als MP3-CD daher, hat eine Laufzeit von 167 Minuten und wird vom erfahrenen Schauspieler Ralph Cosham gelesen, der bereits an über 100 Hörbuchproduktionen beteiligt war. Cosham hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört, und verleiht jeder Figur ihren eigenen Charme, ohne dabei in übertriebene Stimmverstell-Experimente abzudriften. Die Tracks sind gut gesetzt und mit Laufzeiten von jeweils etwa fünf Minuten nicht zu lang. Etwas schade ist lediglich, dass sie auf fünf Ordner verteilt wurden und kryptische Bezeichnungen wie "001_FD01.mp3" tragen. Die CD hält aber zusätzlich eine PDF-Datei mit einer Trackübersicht parat, sodass das nicht übermäßig negativ ins Gewicht fällt.

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass man zusätzlich auch gleich noch den kompletten Originaltext im PDF-Format geliefert bekommt. Und für alle Zuhörer, die "mitlesen" möchten, sind darin direkt die enstprechenden Einstiegstracks der jeweiligen Kapitel angegeben. Durch diesen Umfang wird "A Christmas Carol" zu einer klaren Kaufempfehlung für alle, die die englische Originalfassung im Regal stehen haben möchten. Michael Caine in einem Foto aus der "Muppets-Weihnachtsgeschichte" hätte man allerdings nicht unbedingt aufs Cover packen müssen. Die Scheibe bekommt damit zwar einen höheren Wiedererkennungswert, dieses Vorgehen könnte jedoch für Verwirrung sorgen, wenn jemand meint, hier eine Hörspielfassung des Films zu erwerben.

Ebenfalls in der Originalfassung wird die BBC-Audio-Produktion "A Christmas Carol" (ISBN 978-3-86717-493-0; 19,95 EUR) vom Hörverlag präsentiert. Als Sprecherin kommt hier die Schauspielerin Miriam Margolyes zum Einsatz, die man unter anderem aus "End of Days" und als Vermieterin von Simon Pegg aus "New York für Anfänger" kennt. Margolyes liest sehr passend mit einem kernigen britischen Akzent, allerdings gelegentlich ein bisschen arg schnell, sodass man dem Englischen schon einigermaßen gut mächtig sein sollte, um der Handlung folgen zu können. Die Tonqualität ist sehr gut, die Kapitel sind mit Längen zwischen knapp vier und zehn Minuten genau richtig gesetzt und es gibt keine auffälligen Übergänge zwischen ihnen. Fans von Musikuntermalungen wird interessieren, dass es sich hierbei um eine reine Lesung ohne Hintergrundklänge oder Soundeffekte handelt. Mit einer Laufzeit von rund 195 Minuten liegt hier die ungekürzte Fassung der Erzählung vor.

Wer "A Christmas Carol" auf Deutsch kaufen möchte, darf im Handel erst ein bisschen suchen, um sich einen Überblick über die erhältlichen Fassungen zu verschaffen. Leider hat die Geschichte nämlich nie einen einheitlichen Titel bekommen und wird mal als "Eine Weihnachtsgeschichte", mal als "Ein Weihnachtslied" oder auch gelegentlich als "Ein Weihnachtsmärchen" angeboten.

Unter "Weihnachtslied" (ISBN 978-3-8337-1675-1; 18,95 EUR) läuft die komplette Lesung von Dietmar Mues (207 Minuten, 3 CDs) aus dem Hause GoyaLit, während Radioropa mit "A Christmas Carol - Eine Weihnachtsgeschichte" (ISBN 978-3-86667-680-0; 7,00 EUR) einen Namenskompromiss für die vollständige Lesung von Cornelia Schönwald (216 Minuten, 3 CDs) fand. Beide verfügen über angenehme Tracklängen und sind gut produziert. Im Gesamteindruck hat jedoch die Lesung von Dietmar Mues die Nase vorn. Cornelia Schönwalds Version wirkt leider sehr steril und abgelesen, die Betonungen hören sich dabei immer recht ähnlich an und die Lesung erfolgt immer im gleichen Sprachtempo. Frau Schönwald schafft es nicht, die richtige Atmosphäre aufkommen zu lassen und der Erzählung Leben einzuhauchen. Zudem ist die Übersetzung öfters mal etwas holprig. Wen diese Punkte nicht stören, bekommt hier eine zumindest technisch einwandfreie Ausgabe zum unschlagbar günstigen Preis von 7,00 EUR.

Für die Fassung von Dietmar Mues muss man fast das Dreifache auf den Tisch legen, was sich für echte Hörbuch-Liebhaber aber durchaus lohnt. Dem Schauspieler merkt man seine Erfahrung deutlich an und mit seiner rauen, etwas kratzigen Stimme sowie dem richtigen Gespür für Betonung macht er seine Lesung zu einem Fest für die Ohren und erinnert gelegentlich sogar ein bisschen an Sprecherlegende Hans Paetsch. Der Text folgt der klassichen deutschen Übersetzung von Richard Zoozmann und wirkt ein gutes Stück flüssiger und in sich stimmiger als die Textfassung von Radioropa.

Seit der ersten Veröffentlichung dieses Hörbuchvergleichs sind außerdem zwei weitere Komplettlesungen erschienen. Zum einen wäre da die auf 3 CDs vorliegende Version "Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens" (ISBN 978-3-86549-730-7; 9,99 EUR) von ZYX Music aus dem Jahr 2008. Als Sprecher der rund 210-minütigen Lesung kommt Andreas Muthesius zum Einsatz, der seit vielen Jahren für den WDR tätig ist. Muthesius hat zwar eine angenehme Stimme, übertreibt es aber manchmal zu sehr mit den Betonungen. Mag es noch passend sein, dass er unterschiedlichen Figuren auch unterschiedliche Stimmen gibt, wirkt es doch etwas irritierend, wenn er in gewöhnliche Sätze des Erzählers ungewöhnliche Betonungen oder Pausen einbaut. Die Tonqualität leidet zudem darunter, dass das Hörbuch keine durchgehend gleichbleibende Lautstärke hat und einige Takes deutlich leiser sind als andere.

Des Weiteren gibt es dann noch eine 2008 von Audible produzierte Fassung, die für 4,95 EUR exklusiv dort als Download mit dem Titel "Eine Weihnachtsgeschichte" erhältlich ist. Als Sprecher der dreieinhalbstündigen Komplettlesung ist hier Helmut Krauss zu hören, den man nicht nur als Nachbar Paschulke aus "Löwenzahn" kennt, sondern der auch diverse Synchronrollen und Hörbücher gesprochen hat. Krauss leistet ähnlich gute Arbeit wie Dietmar Mues und hat eine angenehm ruhige, leicht kratzige Stimme. Manchmal ist Krauss allerdings fast schon zu ruhig und wirkt dann ein bisschen gelangweilt. Lautstärkeschwankungen gibt es nicht zu beklagen, dafür ist der Klang aber leider eine Katastrophe. Selbst bei der besten verfügbaren Downloadqualität mit 128 kBit/s hört sich Krauss' Stimme ganz extrem blechern an, die Datei lässt jegliche Höhen sowie Brillanz vermissen. Es scheint fast so, als hätte man hier einfach eine alte 64-kBit/s-Datei noch mal mit doppelter Datenrate neu kodiert (was natürlich keinen Sinn hat), statt das Originalmaster als 128-kBit/s-Version auszugeben.

Doch nicht nur vollständige Lesungen existieren: Der Ueberreuter-Verlag präsentiert unter dem Titel "Ein Weihnachtsmärchen" (ISBN 978-3-8000-8027-4; 9,95 EUR) eine gekürzte Fassung, die auf Richard Zoozmanns Übersetzung basiert. 158 Minuten liegen hier auf zwei CDs vor, als Sprecher fungiert Bodo Primus. Wie Dietmar Mues hat auch er eine leicht raue Stimme, die sehr gut zur Geschichte passt und Mr. Scrooge zum Leben erweckt. Die Betonung ist bei Primus nicht immer ganz so schön wie bei Mues, aber dennoch auf einem hohen Niveau und insgesamt durchaus gelungen. Das trifft leider auf die Produktionsseite nicht ganz zu. Die Kürzungen halten sich in Grenzen und beschränken sich auf ausschweifende Formulierungen von Dickens, weshalb sie nicht negativ auffallen. Allerdings sind die Tracks mit einer Laufzeit zwischen 13 und 30 Minuten viel zu übertrieben lang, was für den Hörer sehr unkomfortabel ist. Zudem irritiert die gelegentlich einsetzende Hintergrundmusik, die mit ihren "Nicht von dieser Welt"-Plimbim-Klängen eher zu Yoga-, Entspannungs- oder Atemübungen passen würde als zum Thema Weihnachten.

"Ein Weihnachtsmärchen oder Die Weihnachtsgeister" (ISBN 978-3-86717-314-8; 14,95 EUR) aus dem Hörverlag ist in dieser Hinsicht deutlich angenehmer. Die Tracks der ebenfalls gekürzten Fassung haben genau die richtige Länge (zwischen drei und sieben Minuten) und die musikalische Untermalung, die mit Violine, Bassklarinette und Percussion erfolgt, passt gut zum Inhalt. Allerdings wird sie manchmal zu laut und drängt dann zu aufdringlich in den Vordergrund, was den Hörer vom Text ablenkt. Die Lesung basiert auf einer Neuübersetzung von Annelie Knoblauch, die im Hinblick auf die Formulierungen zum Teil etwas moderner wirkt als die von Zoozmann. Zwar wäre sie nicht zwingend nötig gewesen, ist aber flüssig und passend, sodass sie dem Text auch nicht schadet. Als Sprecher kommt der bekannte Schauspieler Joachim Król zum Einsatz. Króls ruhige Stimme vermittelt die Geschichte auf angenehme Weise. Seine Lesung schafft es allerdings nicht, die atmosphärische Dichte der Fassungen von Dietmar Mues oder auch Bodo Primus zu erreichen, die dazu beiträgt, den Hörer richtig zu fesseln und mitzureißen. Mit 156 Minuten entspricht die Hörverlag-Produktion der Länge der Ueberreuter-Ausgabe. Auch hier gibt es keine allzu negativen Kürzungen, die Auslassungen sind jedoch nicht immer so geschickt gewählt wie bei Ueberreuter und lassen den Textfluss manchmal etwas ins Stocken geraten - vor allem, wenn Joachim Król an diesen Stellen auch noch eine Sprechpause setzt.

Leicht gekürzt kommt auch die auf einer komplett anderen Übersetzung basierende Fassung "Ein Weihnachtsmärchen" (ISBN 978-3-8218-5221-8; 9,95 EUR) von Eichborn Lido daher. Auf zwei CDs mit einer Laufzeit von etwa 157 Minuten bekommt man die Geschichte von Hanns Zischler vorgelesen, den man unter anderem aus Filmen wie "Im Winter ein Jahr" kennt. Zischler liest den Text mit angenehm ruhiger Stimme und einer stimmigen Prise an passend gesetzten Betonungen vor. Die Kürzungen an der Story fallen so gut wie nicht auf, was daran liegen dürfte, dass der Übersetzer Volker Kriegel gleichzeitig auch für die Bearbeitung zuständig war. Die Tonqualität der Lesung ohne Musikuntermalung ist sehr gut, allerdings fallen zwischenzeitig deutliche Absätze auf, die durch verschiedene Aufnahmetakes entstanden sind. Stark gestört wird man dadurch beim Zuhören aber nicht.

Als kleine Mogelpackung entpuppt sich die exklusiv als Download erhältliche Fassung "Ein Wintermärchen" (ab 4,95 EUR) von media in concept aus dem Jahr 2009. Diese wird nämlich überall als ungekürzt angepriesen, hat aber nur eine Laufzeit von zweieinhalb Stunden und weist gleich zu Beginn bereits mehrere sehr starke Kürzungen auf. Schade, dass man hier vor dem Kauf falsche Tatsachen vorgetäuscht bekommt, denn vom Klang her ist die Fassung sehr gut gelungen. Der bekannte Schauspieler Lutz Riedel, der unter anderem auch die deutsche Stimme von Timothy Dalton ist, kommt als Sprecher zum Einsatz. Die MP3-Datei wird mit einer Datenrate von 192 kBit/s angeboten und klingt jederzeit klar und sauber. Riedels raue Stimme passt zur Geschichte fast genauso gut wie die von Dietmar Mues, Riedel gibt dem Ganzen aber eine etwas kantigere Atmosphäre als sein Kollege. Er verwendet bei seiner Lesung, die ohne Musik auskommt, ansprechende, passende Betonungen, die (im Gegensatz zu den willkürlich erscheinenden von Andreas Muthesius) immer korrekt platziert wirken.

Wer Hörspiele gegenüber reinen Lesungen bevorzugt, kann beispielsweise auf "Eine Weihnachtsgeschichte" von Random House Audio oder auf "Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!" von Titania Medien zurückgreifen. "Eine Weihnachtsgeschichte" (ISBN 978-3-86604-020-5; 19,95 EUR) ist eine Produktion der Hamburger Künstlergruppe Unart, die einen Großteil des Erlöses an die Deutsche Muskelschwund-Hilfe spendet. Zwar muss man bei einer Laufzeit von nur 50 Minuten inhaltlich einige Einschränkungen in Kauf nehmen, aber eine wortgenaue, komplette Umsetzung der Vorlage ist ja in der Regel auch nicht die Absicht von Hörspielen. Dafür zeigt sich die Produktion sehr stimmig und schafft es, den Geist der Geschichte zu vermitteln. Schön auch, dass man viele Ausdrücke von Dickens beibehalten hat. Das Hörspiel setzt stark auf Musik und so dürfen dann auch mal die Statthalter ein Liedchen über den geizigen Scrooge trällern, das an "Die Muppets-Weihnachtsgeschichte" erinnert. Die Tracks haben angenehme Längen und die Sprecher, zu denen u.a. Peer Augustinski und Martin Semmelrogge (als Weihnachtsgeister) gehören, können durchwegs überzeugen. Gerade auch (der mittlerweile bereits verstorbene) Will Quadflieg als Erzähler und Manfred Steffen als Scrooge machen eine gute Figur, wobei sich Steffens Scrooge zwar ruppig, aber manchmal schon fast etwas zu sanft anhört. Der Preis ist leider für eine einzelne CD extrem teuer.

Auch in "Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!" von Titania Medien (ISBN 978-3-7857-3255-7; 14,95 EUR) ist Peer Augustinski als Weihnachtsgeist zu hören. Hier allerdings als Geist der gegenwärtigen Weihnacht, während er in der Unart-Produktion den Geist der vergangenen Weihnacht verkörperte. Die Titania-Produktion ist mit zwei Stunden deutlich länger und daher auch inhaltlich merklich umfangreicher als die Unart-Version. Die Dialoge selbst wurden etwas freier gehalten und es kommen keine direkten Dickens-Zitate zum Einsatz. Bei den Sprechern gefällt neben Peer Augustinski vor allem Friedrich Schoenfelder als leicht krächziger Erzähler im gemütlichen Großvater-Stil. Scrooge hat hier - im Gegensatz zu seinem etwas weichgespülten Unart-Pendant - dann auch die typische barsche Kaltherzigkeit, wobei er sich bei Christian Rode (obwohl der Schauspieler schon über 70 ist) eher wie ein missmutiger 50-Jähriger als wie ein grantiger älterer Herr anhört. Dem Hörgenuss tut das aber keinen großen Abbruch, denn das Hörspiel ist insgesamt sehr stimmungsvoll, lebendig und atmosphärisch stimmig inszeniert.

Fazit:

Wer das Original von "A Christmas Carol" hören möchte, kommt an der hervorragenden MP3-CD von Bertz + Fischer nicht vorbei. Doch auch die BBC-Version ist sehr gelungen. Für die Hörer, die die Geschichte lieber auf Deutsch haben möchten, sei die sehr stimmige komplette Lesung "Weihnachtslied" von Dietmar Mues empfohlen, die bei GoyaLit erschienen ist. Ähnlich gut liest Helmut Krauss in dem Download-Hörbuch "Eine Weihnachtsgeschichte" von Audible, leider klingt der Ton aber bei dieser Fassung selbst mit der besten verfügbaren Datrenrate extrem blechern. Die Radioropa-Fassung "A Christmas Carol - Eine Weihnachtsgeschichte" kränkelt unter der sterilen Lesung von Cornelia Schönwald und der etwas holprigen Übersetzung, ist aber dafür beim Preis (7,00 EUR für eine komplette Lesung auf drei CDs) unschlagbar. Die ZYX-Lesung "Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens" hat das genau entgegengesetzte Problem: Andreas Muthesius liest nicht zu steril, sondern mit viel zu vielen seltsamen Betonungen, die den Fluss der Geschichte stören.

Die gekürzte Lesung "Ein Weihnachtsmärchen" aus dem Ueberreuter-Verlag gefällt durch ihren Sprecher Bodo Primus, der fast an Dietmar Mues heranreichen kann, hat aber mit zu langen Tracks und nerviger Musik zu kämpfen. Ebenfalls "Ein Weihnachtsmärchen" ist die gekürzte Fassung des Hörverlags betitelt, die durch die Neuübersetzung von Annelie Knoblauch und die stimmige Musikuntermalung interessant wird. Leider wurde die Musik allerdings oft zu laut abgemischt, wodurch sie ablenkt, und Sprecher Joachim Król macht zwar keine schlechte, aber auch keine wirklich überragende Figur, da seine Lesung zwar stimmlich passend wirkt, aber den Hörer nicht wirklich mitreißen kann. Ohne störende Hintergrundklänge kommt die von Volker Kriegel übersetzte und von Hanns Zischler gelesene leicht gekürzte Fassung mit dem Titel "Ein Weihnachtsmärchen" daher, hier fallen die Kürzungen am wenigsten auf. Bei "Ein Wintermärchen" wäre es hingegen ganz gut, wenn die Kürzungen deutlicher auffallen würden, denn die Lesung hat zwar mit Lutz Riedel einen tollen Sprecher, wird aber überalls als "ungekürzt" vermarktet, obwohl hier rund eine Stunde an Inhalt fehlt!

Hörspielfans greifen bei den gelungenen Produktionen "Eine Weihnachtsgeschichte" von Random House Audio oder "Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge" von Titania Medien zu, die beide auf ihre jeweilige Art zu gefallen wissen.




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