Cujo 
Bücher: Belletristik Horror
Geschrieben von Sabine Hut   
Freitag, 21. März 2008

Cujo

Originaltitel: Cujo
Übersetzt von: Harro Christensen

2. Band der Reihe

Verlag: Heyne
Erschienen: Oktober 2007
ISBN: 978-3-453-43271-0
Preis: 7,95 EUR

382 Seiten
Inhalt
6.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
6.2

Wertung:
6.2
von 10
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Zum Inhalt:

Cujo ist ein liebeswerter Bernhardiner und in ganz Castle Rock beliebt. Er lebt bei Familie Cambers, welche etwas außerhalb der Stadt einen Bauernhof bewirtschaftet. Der Sohn Brett ist das Herrchen von Cujo und geht mit ihm durch dick und dünn. Eines Tages jagt Cujo einen Hasen in ein Erdloch. Im Eifer des Gefechts werden Fledermäuse aufgeschäucht, die einen bösartigen Virus übertragen. Dieser Virus macht Cujo innerhalb von kürzester Zeit zu einer reißenden Bestie.

Meinung:

Die Familie Camber hat es nicht einfach. Der Mann Joe verachtet die besser verdienenden Menschen, trinkt, schreit und terrorisiert seine Frau. Diese Versucht, den schlechten Einfluss etwas von ihrem Sohn abzuwenden. Doch natürlich bleibt auch etwas von dieser Art und Weise an Brett hängen. Außerdem gibt es noch die Familie Trenton. Sie besteht aus Vic, Donna und deren vierjährigem Sohn Tad. Donna vermisst New York, die Kleinstadt ist nichts für sie und sie will auch keine Hausfrau sein. Kurzerhand beginnt sie eine Affäre mit dem Tennislehrer, den sie jedoch bald wieder in den Wind schießt. Vic hat gerade großen Stress, da er um seine Werbeagentur bangen muss. Als er auch noch erfährt, dass seine Frau ihn betrügt, versucht er seine Familie und seine Arbeit zu retten. Der kleine Tad hat riesige Angst vor einem Monster, das in seinem Kleiderschrank wohnen soll. Eine Anspielung auf die spätere Verwandlung von Cujo

King baut eine Idylle auf, die sich nach und nach in einen Albtraum verwandelt. Die Morde von Cujo werden zwar beschrieben, doch nicht so detailreich, dass es ekelhaft wird. Der Schreibstil ist relativ einfach gehalten. Gedanken (auch die von Cujo) werden kursiv geschrieben in den Text eingebaut. Cujo unterscheidet dabei die Menschen zwischen "der Mann, das Mädchen, die Frau etc.". Er scheint auch in gewisser Weise das Alter schätzen zu können, was zeigt, dass er ein intelligenter Hund ist. Aber dies macht ihn nur noch gefährlicher.

Es ist eins von Kings realistischeren Büchern. Keine auferstandenen Toten oder sonstige Monster kommen hier zum Einsatz, sondern "nur" ein Hund, der sich mit einer Art Tollwut infiziert hat, deren Auswirkungen dieses Ausmaß annehmen. Die Szene, in der Donna und Tad in einem Auto bei sengender Hitze eingeschlossen sind, ist super beschrieben und man kann sich in die Charaktere hineinversetzen. Jedoch gibt es wieder einige Stellen, die etwas zu sehr in die Länge gezogen werden. Das Ende berühert den Leser, vor allem der letzte Absatz, der deutlich macht, dass Cujo eigentlich ein lieber Kerl war.

Die Buchaufmachung ist gut gelungen, allerdings mit dem Manko, dass der Hund auf dem Cover kein Bernhardiner ist und somit eigentlich nicht wirklich passend wirkt.

Fazit:

Die Idee der Geschichte von "Cujo" ist sehr vielversprechend und einzelne Passagen sind auch sehr gut beschrieben. Jedoch zieht sich der Roman an manchen Stellen wirklich übertrieben in die Länge, was beim Lesen einfach keinen Spaß macht.
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