Bis(s) zur Mittagsstunde 
Bücher: Belletristik Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Donnerstag, 20. März 2008

Bis(s) zur Mittagsstunde

Originaltitel: New Moon
Übersetzt von: Sylke Hachmeister

2. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Carlsen
Erschienen: Februar 2007
ISBN: 978-3-551-58161-7
Preis: 19,90 EUR

557 Seiten
Inhalt
6.0
Preis/Leistung
10.0
Gesamtwertung
6.4

Wertung:
6.4
von 10
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Zum Inhalt:

Ein halbes Jahr nach den Ereignissen in "Bis(s) zum Morgengrauen", dem ersten Roman um Bella und Edward, steht Bellas achtzehnter Geburtstag vor der Tür. Für Bella ein schrecklicher Tag, ist sie doch nun ein Jahr älter als Edward, der als Vampir nicht weiter altern kann. Doch nach einem unglücklichen Zwischenfall auf Bellas Geburtstagsparty scheint diese Tatsache nicht mehr von Belang zu sein, denn nun stehen Bella weitaus größere Sorgen ins Haus.

Meinung:

"Bis(s) zur Mittagsstunde" von Stephenie Meyer ist die gelungene Fortsetzung der Reihe um Bella und Edward. Seit einem halben Jahr sind die beiden nun ein Paar und für Bella sind die vergangenen Monate wie im Traum vergangen. Sie und Edward scheinen einfach füreinander bestimmt zu sein - wäre da nicht die Tatsache, dass Edward niemals älter als 17 Jahre sein wird, während Bellas 18. Geburtstag vor der Tür steht.

Bella wird in den Tagen vor ihrem Geburtstag von Albträumen geplagt, in denen sie sich als alte Frau sieht, während Edward so wunderschön und jugendlich ist wie immer. Gegen Bellas Willen veranstalten Edward und seine Familie eine Geburtstagsfeier für sie, bei der es zu einem folgenschweren Missgeschick kommt. Als Bella sich beim Auspacken ihrer Geschenke an einem Stück Papier schneidet, fällt es den Vampiren der Familie Cullen zum großen Teil sehr schwer, dem Drang nach Blut zu widerstehen.

Edward beschließt, dass es für Bella besser ist, wenn er und seine Familie wegziehen und sie so nicht mehr der Gefahr ausgesetzt ist, dass einer von ihnen sich nicht mehr unter Kontrolle hält. Nach Edwards Trennung von ihr fällt Bella in tiefe Depressionen, aus denen sie erst nach Monaten mithilfe ihres alten Freundes, dem Indianer Jacob Black, wieder herauskommt. Dieser Teil des Buchs, in dem sich Bella ihrer Trauer um Edward hingibt, ist für den Leser nur erträglich, wenn man sich die Einzigartigkeit der Beziehung zwischen Bella und dem Vampir vor Augen hält. Denn leider hat die Autorin es für notwendig gehalten, Bellas Leiden in epischer Länge zu schildern.

Ansonsten muss man zugeben, dass "Bis(s) zur Mittagsstunde" inhaltlich einiges mehr zu bieten hat als der erste Roman der Reihe, "Bis(s) zum Morgengrauen". Nachdem Bella wieder aktiver am Leben teilnimmt, geschehen einige Dinge, die sowohl für ihr als auch für Edwards Leben entscheidende Wendungen bewirken. Böse Vampire treiben ihr Unwesen im Gebiet der Cullens, die Indianer besinnen sich auf ihre Legenden über die "Kalten Wesen" und versuchen auf ihre Weise, etwas gegen die gefährlichen Monster in ihrer Gegend zu unternehmen. Auch Edward gerät in Gefahr, als er fern von Bella eine folgenschwere Entscheidung trifft. In ihrer Not wendet sich seine Familie an Bella, hoffend, Edward noch retten zu können.

Wirklich verbessert hat sich der Schreibstil von Stephenie Meyer nicht, aber trotzdem merkt man "Bis(s) zur Mittagsstunde" eine deutliche Weiterentwicklung an. Die Autorin schafft es, mehr Spannung aufzubauen, ohne dass dabei die romantische Seite, die die Leserinnen an der Reihe um Bella und Edward so lieben, zu kurz kommt. Und auch wenn Bella in ihrer endlosen Depression ein wenig nervig ist, so gleichen die Geschehnisse rund um die junge Frau dieses Gefühl schnell wieder aus.

Das Niveau von "Romeo und Julia", mit dem die Autorin ihre Geschichte anscheinend vergleicht, erreicht "Bis(s) zur Mittagsstunde" zwar noch lange nicht, aber die Leserin bekommt hier ein romantisches Buch, das die Erwartungen, die an die Reihe gestellt werden, mehr als erfüllt und Lust macht auf den dritten Teil, "Bis(s) zum Abendrot".

Fazit:

Mit "Bis(s) zur Mittagsstunde" hat Stephenie Meyer eine gelungene Fortsetzung in ihrer Reihe um den Vampir Edward und das Mädchen Bella geschaffen. Selbst wenn sich die Autorin sprachlich nicht wirklich verbessert hat und ihre Charaktere zum Teil den Leser nerven, so bietet doch auch dieser Roman die Romantik, für die die Reihe so beliebt ist. Zusätzlich ist es der Autorin gelungen, wesentlich mehr Spannung als in "Bis(s) zum Morgengrauen" einzubauen, sodass diese Erzählung einige romantische und spannende Lesestunden für die Leserin bereithält.
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