Detektiv Conan 74 
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 14. Dezember 2012

Detektiv Conan 74

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 74
74. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: November 2012
ISBN: 978-3-7704-7830-9
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.6

Wertung:
7.6
von 10
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Zum Inhalt:

Welche Absichten verfolgt eigentlich Masumi Sera? Jedenfalls ist sie es, die einen Detektiv-Wettstreit zwischen Conan und Heiji anstachelt! Auch die Geiselnahme in der Detektei Mori kommt zu einem glimpflichen Abschluss und es gilt, die entführte Ayumi wiederzufinden!

Meinung:

Mit dem 74. Teil seiner "Detektiv Conan"-Reihe bringt Gosho Aoyama den Handlungsstrang rund um die Geiselnahme in der Detektei Mori, der in Band 73 begonnen hatte, zu einem spannenden Ende. Obwohl seine geliebte Ran und weitere Freunde des jungen Meisterdetektivs in Gefahr schweben, gelingt es Conan, eine Situation herbeizuführen, in der der Geiselnehmer aufgeben muss. Aber selbstverständlich sorgt er auch dafür, dass der Mörder von Miku Sawaguri seiner gerechten Strafe entgegenblickt. Nach so einem dramatischen Abschluss wird es mit dem nächsten Fall Zeit für eine etwas weniger actionreiche Geschichte.

Conan, Ai und die Detective Boys verbringen den Tag mit Professor Agasa, wobei die beiden Mädchen für den Rest der Gruppe ein besonderes leckeres Curry gekocht haben. Doch bevor sich die ganze Bande den Bauch vollschlagen kann, passiert ein Missgeschick, und so müssen Ai, Conan, Mitsuhiko und Genta noch einmal einkaufen gehen. Verfolgt werden sie dabei von dem geheimnisvollen Subaru, der seit einiger Zeit in Shinichis Haus lebt, und auch Masumi Sera legt ein unangebrachtes Interesse an den Tag, als sie Mitsuhiko und Genta über Ai und Shinichi befragt. Als Conan mit seinen Freunden vom Einkauf zurückkommt, erwartet sie ein schockierendes Szenario: Während der Professor bewusstlos am Boden liegt, wurde Ayumi von unbekannten Tätern entführt.

In der darauf folgenden Geschichte kommt es mal wieder zu einem Wettstreit zwischen Conan und Heiji Hattori. Angestachelt von Sera, die sich mit Rei angefreundet hat, soll Heiji in einem Restaurant einen Mordfall auflösen, während sich Conan bei der Ermittlung angeblich von Shinichi per Handy beraten lässt. Dabei gibt es ein überraschendes Wiedersehen mit Agent Camel vom FBI, der die Leiche auf der Restauranttoilette entdeckt und für eine Sicherung des Tatorts gesorgt hat. Und auch ihm fällt Sera auf, da sie ihn an jemanden erinnert, mit dem er anscheinend beruflich schon mal in Verbindung gestanden hat. Zuletzt müssen sich Heiji und Conan noch mit unheimlichen Mordfällen in einer Villa herumschlagen, während Ran und Kazuha mit viel privateren Herausforderungen beschäftigt sind.

Es ist erstaunlich, dass es Gosho Aoyama auch noch mit dem 74. Band seiner "Detektiv Conan"-Reihe gelingt, überzeugende und interessante Kriminalfälle zu präsentieren. Durch die Einführung von Sera gewinnen auch die üblichen Auseinandersetzungen zwischen Heiji und Conan neuen Reiz. Jetzt geht es nicht mehr nur darum herauszufinden, wer von beiden der bessere Detektiv ist, sondern auch um den Schutz von Conans Geheimnis. Außerdem ist es immer wieder interessant, wie der Mangaka japanische Traditionen und Eigenheiten in seine Fälle einbaut - so sorgt zum Beispiel eine sprachliche Eigenheit der Osaka-Region für die amüsante Auflösung eines Mordes.

Aber nicht nur die verschiedenen Fälle, die je nach Grundvoraussetzung mal dramatisch, mal spannend und dann wieder humorvoll erzählt werden, sorgen nach all den Jahren immer wieder für tolle Lesestunden. Auch die Zeichnungen von Gosho Aoyama können den Betrachter jedes Mal aufs Neue überzeugen. So individuell sein Zeichenstil ist, so ist er doch hervorragend geeignet, um all die notwendigen Details für die Lösung eines Kriminalfalls zu präsentieren. Und obwohl immer wieder bestimmte Stereotype aufgegriffen werden, so lassen sich selbst bei kurzen Handlungssträngen sofort die verschiedenen Figuren auseinanderhalten und haben einen so hohen Wiedererkennungswert, dass man sie auch einige Bände später sofort einordnen und sich an ihren früheren Auftritt erinnern kann.

Fazit:

Auch der 74. "Detektiv Conan"-Band bietet wieder die gewohnte und beliebte Mischung aus fesselnden Kriminalfällen und sympathischen Charakteren. Dazu werfen sowohl der mysteriöse Subaru als auch die neu eingeführte Sera viele Fragen auf, die die Neugier des Lesers auf die kommenden Entwicklungen weiter anfachen. Obendrein sorgen das Wiedersehen mit den vertrauten Charakteren, der ansprechende Humor und der detaillierte Zeichenstil dafür, dass die Serie auch nach so langer Zeit noch immer für unterhaltsame und spannende Lesestunden gut ist und keine Langeweile aufkommen lässt.
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