Kami Kami Kaeshi 01 
Comics: Manga Fantasy & Sci-Fi
Geschrieben von Konstanze Tants   
Dienstag, 26. Februar 2013

Kami Kami Kaeshi 01

Autor: Ema Toyama
Zeichner: Ema Toyama

Originaltitel: Kami Kami Kaeshi Vol. 1
Übersetzt von: Claudia Peter

1. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Juli 2012
ISBN: 978-3-7704-7811-8
Preis: 6,50 EUR

160 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
7.5

Wertung:
7.5
von 10
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Zum Inhalt:

Mashiro ist ein kleines Mädchen, das eingesperrt in einem Zimmer lebt und dem alten Ritual "Kami Kami Kaeshi" gemäß Kami, also Shinto-Götter, in seinem Haar beherbergt, damit sie wieder zu Kräften kommen. Bis eines Tages einer der versiegelten Kami hervorkommt ...

Meinung:

Mit "Kami Kami Kaeshi" bringt EMA eine weitere Reihe von Ema Toyama auf den deutschen Markt. Doch im Gegensatz zu "An deiner Seite" und "xx me!" beinhaltet "Kami Kami Kaeshi" auch fantastische Aspekte. So wurde die junge Mashiro auserwählt, um erschöpften Kami (Shinto-Göttern) Zuflucht in ihren langen Haaren zu gewähren, damit die Götter dort neue Kraft tanken können. Obwohl diese Aufgabe eine große Ehre für das Mädchen ist, gibt es auch so einige Schattenseiten, die damit verbunden sind. Mashiro ist seit ihrem dritten Lebensjahr in einem Zimmer eingesperrt und hat somit seit dreizehn Jahren so gut wie keinen Kontakt zur Außenwelt.

Die einzige Person, die Mashiro wohlwollend gegenüberzustehen scheint, ist der junge Mann Hayate. Seine Aufgabe ist es, die unglaublich langen Haare des Mädchens zu pflegen - und er ist es auch, der sie immer wieder aufmuntert, wenn sie sich einsam fühlt. Trotzdem sehnt sich Mashiro nach gleichaltrigen Freunden und hofft, dass sie irgendwann einmal die Gelegenheit bekommt, ein paar der Tiere, die sie aus ihren Büchern kennt, real zu sehen. Dabei hätte Mashiro in der Welt außerhalb ihres Zimmers große Probleme, da ihr Wachstum sich durch das Kami-Ritual deutlich verlangsamt hat und sie mit ihren sechzehn Jahren wie ein kleines Kind aussieht.

Erst als eines Tages endlich ein Kami aus ihren Haaren entsteigt, erfährt Mashiro, dass sie fast ihr ganzes Leben lang getäuscht wurde. Gemeinsam mit dem - durch die Zeit in ihren Haaren frisch gestärkten - Feuergott Hinokagu flieht sie aus dem Anwesen der Familie. Und schnell muss sie herausfinden, dass sie durch ihre Bücher auf die Welt da draußen nur unzureichend vorbereitet wurde. Zusätzlich muss Mashiro noch damit fertig werden, dass sich ihr kindlicher Körper neuerdings hin und wieder in den einer wohlgeformten Sechzehnjährigen verwandelt, was Hayate, der sich ihr und Hinokagu angeschlossen hat, ziemlich irritiert.

Auch wenn man nach diesem ersten Band von "Kami Kami Kaeshi" noch nicht abschätzen kann, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, scheint sich Ema Toyama bei vielen Elementen an klassischen magical-girl-Manga zu orientieren. Allein schon die Verwandlung der sehr süßen kindlichen Mashiro in einen etwas spärlich bekleideten, attraktiven Teenager erinnert sehr an dieses Genre, obwohl die Reihe vom Verlag unter "Romance" eingeordnet wurde. Hinokagu hingegen bringt einige amüsante Momente in die Handlung, vor allem, wenn es um seine persönliche Einschätzung seiner Bedeutung als Feuergott geht. Im Laufe des Manga tauchen weitere Figuren in der Geschichte auf, die für skurrile oder amüsante Szenen sorgen, während Mashiros Leben gleichzeitig von ihrer rachsüchtigen Verwandtschaft bedroht wird.

Wie schon in den vorhergehenden Veröffentlichungen setzt Ema Toyama auch in "Kami Kami Kaeshi" bei ihren Zeichnungen eher auf niedliche und kulleräugige Figuren als auf eine realistischere Darstellung. So wirkt besonders die kleine Mashiro sehr puppenhaft und zuckersüß, während der Feuergott Hinokagu in seiner überschwänglichen Art etwas Lausbubenhaftes hat. Auf der anderen Seite fällt in diesem Manga auf, dass sich die Zeichnerin sehr viel Mühe mit den Kostümen der verschiedenen (fantastischen) Charaktere gemacht hat. Man bekommt fast das Gefühl, dass sie es genießt, dass diese Geschichte mal nicht in einem Schulsetting mit den dazugehörigen Uniformen spielt und dass sie sich deshalb in diesem Bereich richtig austoben konnte.

Fazit:

Der erste Band der "Kami Kami Kaeshi"-Serie erinnert trotz des "Romance"-Labels des Verlags an eine klassische magical-girl-Geschichte inklusive der Verwandlung der kindlich wirkenden Mashiro in einen attraktiven Teenager. Dabei bietet die Handlung niedliche Zeichnungen, amüsante Momente und sympathische Figuren. Doch vor allem die Tatsache, dass bislang nicht abzuschätzen ist, in welche Richtung sich die unterhaltsame Geschichte noch entwickeln wird, macht neugierig auf die folgenden Bände.
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