Die Vampirschwestern 8: Bissgeschick um Mitternacht 
Bücher: Belletristik Kinder & Jugend
Geschrieben von Konstanze Tants   
Montag, 6. Februar 2012

Die Vampirschwestern 8: Bissgeschick um Mitternacht

8. Band der Reihe

Untergenre: Fantasy
Verlag: Loewe
Erschienen: November 2011
ISBN: 978-3-7855-7247-4
Preis: 9,90 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.1

Wertung:
7.1
von 10
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Zum Inhalt:

Fumpfs! Was ist nur los mit den halbvampirischen Schwestern? Silvania wachsen Damenbärte und auf Dakas Stirn prangt seit Tagen ein fieses Pickelkreuz. Klar, die beiden stecken mitten in der Pubertät, aber nicht nur das: An ihrem 13. Geburtstag wird sich nach einem Verpuppungsritual entscheiden, in welcher Form Daka und Silvania ihr weiteres Leben fristen werden: als normaler Mensch oder als echter Vampir ...

Meinung:

In "Bissgeschick um Mitternacht", dem achten Band rund um die Vampirschwestern Daka und Silvania, müssen die beiden Halbvampirmädchen dieses Mal nicht mit Herausforderungen von Außen fertig werden. Stattdessen spielen den beiden Mädchen ihre eigenen Körper gerade täglich neue Streiche. So muss Daka zum Beispiel mit einer kreuzförmigen und unübersehbaren Pickelansammlung auf ihrer Stirn leben, während sich Silvania unter anderem mit einem Damenbart verziert sieht. Unter diesen rätselhaften Umständen wird der Schulbesuch für die beiden Schwestern zur Qual, auch wenn ihre Freunde Helene und Ludo alles tun, um ihnen zur Seite zu stehen.

Und Geburtstagsstimmung will bei Daka und Silvania auch nicht aufkommen, solange sie nicht wissen, welche Seltsamkeiten ihre Körper als nächstes für sie bereithalten. Dabei ist der 13. Geburtstag einer der wichtigsten im Leben eines Vampirs, da sich in der Nacht davor die vampirischen Fähigkeiten voll entwickeln. Doch welche Auswirkungen dieser Tag auf die beiden Halbvampirmädchen haben wird, kann keiner vorhersagen. So müssen sich Daka und Silvania einem seltsamen Verpuppungsritual unterziehen, bei dem sich entscheiden soll, ob die Mädchen in Zukunft als Vampire oder als Menschen durchs Leben gehen.

Während die Schwestern sich zwar auf der einen Seite davor fürchten, dass sie ihre Vampirkräfte verlieren könnten, möchten sie auf der anderen Seite auch nicht ihre Menschlichkeit verlieren. Denn dann könnten Silvania und Daka ja schließlich keine Zeit mehr mit ihren Freunden verbringen, ohne befürchten zu müssen, Appetit auf Helene und Ludo zu entwickeln. Doch nicht nur der 13. Geburtstag der Zwillinge, sondern auch die erneuten Angriffe des vampirjagenden Nachbarn Dirk van Kombast, zwei Naturkatastrophen und die Einfälle der unternehmungslustigen Vampir-Oma Zezcilia Morta Dentiba Tepes sorgen für Unterhaltung beim Leser.

Nachdem man so viele Bände nur von Oma Zezci, wie Daka und Silvania ihre reiselustige Großmutter zu nennen pflegen, gehört hat, ist es schön, die rüstige Vampirin mal in Aktion zu erleben. Dabei benimmt sich die alte Dame nicht gerade unauffällig, was natürlich prompt den Vampirjäger van Kombast auf den Plan ruft. Dieses Mal - so ist Dirk van Kombast sich sicher - hat er eine erfolgreiche Methode gefunden, um der Welt zu beweisen, dass Vampire wirklich existieren. Und so kann man auch in diesem Band der Reihe mit einem gespannten Schmunzeln verfolgen, wie er seinen vampirischen Nachbarn eine Falle stellt.

Trotz der relativ langen Pause zwischen "Der Meister des Drakung-Fu" und "Bissgeschick um Mitternacht" haben die Vampirschwestern von Franziska Gehm nichts von ihrem Charme verloren. Amüsiert verfolgt der Leser, wie Daka und Silvania mit den kreuzförmigen Pickelansammlungen, dem Damenbärtchen, meterlangen Achselhaaren und ähnlichen Auffälligkeiten fertig werden, während ihre liebevolle Familie alles tut, damit am 13. Geburtstag der Mädchen doch noch alles gut wird.

Die vielen kleinen humorvollen Szenen, der augenzwinkernde Umgang mit den Auswirkungen der (vampirischen) Pubertät und das spannende Finale, bei dem die Zwillinge gemeinsam mit Helene und Ludo ihre Heimatstadt vor einer Katastrophe bewahren müssen, machen diesen achten Band der Reihe um "Die Vampirschwestern" wieder zu einer vergnüglichen Lektüre. Dabei ist die Sprache von Franziska Gehm weiterhin so gehalten, dass auch relativ ungeübte Leser die einzelnen Kapitel bewältigen können, während das "vampwanische Wörterbuch" am Ende des Romans Stoff für eine erfrischende Wortschatzerweiterung liefert.

Fazit:

Auch mit "Bissgeschick um Mitternacht", dem achten Band der Reihe rund um die Vampirschwestern, erzählt Franziska Gehm eine amüsante Geschichte, die auch ungeübte Leser unterhält. Die Auswirkungen der vampirischen Pubertät, die Einfälle des vampirjagenden Nachbarn und ihrer Oma Zezci sowie zwei Naturkatastrophen stellen die beiden Schwestern wieder vor so manche lustige und spannende Herausforderung, die sie nur dank der Hilfe ihrer beiden Freunde Helene und Ludo bewältigen können. Bei einer so charmanten Serie bleibt nur zu hoffen, dass Franziska Gehm viele weitere Ideen hat, die das Leben der beiden Vampirschwestern auf den Kopf stellen.
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