Detektiv Conan 70 
Comics: Manga Krimi & Thriller
Geschrieben von Konstanze Tants   
Freitag, 14. Oktober 2011

Detektiv Conan 70

Autor: Gosho Aoyama
Zeichner: Gosho Aoyama

Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 70
70. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: September 2011
ISBN: 978-3-7704-7537-7
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
7.0
Zeichnungen
8.0
Verarbeitung
7.0
Preis/Leistung
8.0
Gesamtwertung
7.5

Wertung:
7.5
von 10
Jetzt kaufen



Zum Inhalt:

Das neueste Ankündigungsschreiben von Kaito Kid sorgt für Furore, da er diesmal nicht etwas stehlen, sondern zurückgeben will: wertvolle Memorabilia des historischen Patrioten Ryoma Sakamoto! Doch was steckt wirklich hinter seiner ungewöhnlichen Absicht?! Ferner findet der Fall um die Arie auf der G-Saite seinen Abschluss und eine spektakuläre Mordserie, die sich um die Legende eines Hundedämons dreht, wartet auf unsere Meisterdetektive!

Meinung:

Nachdem der letzte Band der Detektiv-Conan-Reihe in einem rätselhaften Haus endete, bringt Gosho Aoyama den Fall rund um eine Kindesentführung nun schon fast zu schnell zu einem Abschluss. Conan und die restlichen Detective Boys waren nach einer Autopanne gezwungen, in einem - anscheinend verlassenen - Haus Zuflucht zu suchen, während Professor Agasa Hilfe holen wollte. In dem Gebäude fanden die Kinder schnell Hinweise darauf, dass eine Kindesentführung stattgefunden hatte - und dass der Täter mit ihnen Verstecken spielt. Doch nicht alle Vorfälle passen zum ersten Eindruck der Detective Boys, sodass die Auflösung noch eine Überraschung bietet.

Eine weitere Herausforderung bietet Kaito Kid für den Schülerdetektiv: Der geniale Meisterdieb hat eines seiner berühmten Ankündigungsschreiben an Jirokichi Suzuki geschickt. Doch dieses Mal warnt Kaito Kid nicht vor einem Diebstahl, sondern verspricht die Rückgabe von drei Kunstwerken, die vor vielen Jahren gestohlen wurden. Dieses einmalige Ereignis soll während einer Ausstellung im Suzuki-Museum stattfinden, bei der Artefakte gezeigt werden, die einst dem Volkspatrioten Ryoma Sakamoto gehörten. Während Jirokichi Suzuki und die Polizei nicht wissen, wie sie mit einem Kriminellen umgehen sollen, der Diebesgut zurückgeben will, beschäftigt sich Conan mit ganz anderen Dingen. Dabei ist die Geschichte rund um Kaito Kid und die Museumsausstellung weniger aufregend als amüsant und informativ.

Spannung kommt erst beim nächsten Fall auf, bei dem Conan gemeinsam mit Heiji Hattori, seiner Freundin Kazuha, Detektiv Mori und seiner Tochter Ran das Geheimnis eines Hundedämons lüften muss. Dieser Hundedämon scheint wie ein Fluch auf der Familie Inubushi zu lasten und dafür zu sorgen, dass ein Nachkomme nach dem anderen ums Leben kommt. Dabei gehörten die getöteten Personen erst seit kurzer Zeit offiziell zur Familie, da sie als illegitime Kinder des verstorbenen Familienoberhauptes von seiner Witwe Satomi Inubushi adoptiert wurden.

Nähere Details erhoffen sich Heiji und Conan von demjenigen Mann, der die Ermittlungen überhaupt in Auftrag gegeben hat. Doch Shinichi Kudo (dessen Namensgleichheit mit Conans wirklicher Identität Heiji sehr amüsiert) kann den beiden keine Auskunft mehr geben, da er - ebenso wie seine Adoptivgeschwister Miwako und Keiji - unter rätselhaften Umständen verstirbt. So gibt es für den Leser wieder einen schönen Kriminalfall, bei dem diverse Hinweise, mehr oder weniger sympathische Charaktere und die Legende um den Hundedämon zum Mitraten einladen.

Nach dem nicht ganz so überzeugenden Vorgängerband bietet Gosho Aoyama mit dem siebzigsten Detektiv-Conan-Manga eine gut konstruierte und interessante Kriminalgeschichte. Nicht nur beschäftigt den Leser die Frage, ob die bislang überlebenden Adoptivkinder Miyuki, Takako, Tomoaki, Yoshiya oder Saki Inubushi für die Morde verantwortlich sind, sondern auch, was es mit dem Hundedämon auf sich hat. Dass es sich dabei um einen echten Dämon handelt, kann der erfahrene Detektiv-Conan-Leser zwar nicht glauben, aber den Trick hinter dem unheimlichen Hund herauszufinden, stellt wieder eine unterhaltsame Herausforderung dar.

Fazit:

Nach einem amüsanten Ausflug ins Suzuki-Museum, wo Kaito Kid zu aller Überraschung drei vor Jahren gestohlene Gegenstände zurückgibt, bringt der siebzigste Detektiv-Conan-Band vor allem eine Geschichte rund um eine anscheinend verfluchte Familie mit sich. Der Hundedämon, der die Adoptivkinder der Familie Inubushi tötet, stellt Conan und seinen Freund Heiji Hattori vor große Rätsel und bereitet so dem Leser eine spannende und unterhaltsame Lesezeit.
Weiterführende Infos