Blaue Rosen 5 
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 1. Mai 2011

Blaue Rosen 5

Autor: Mayu Shinjo
Zeichner: Mayu Shinjo

Originaltitel: Ai wo utau yori ore ni oborero! Vol. 5
Übersetzt von: Christine Steinle

Reihe: Blaue Rosen
5. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: März 2011
ISBN: 978-3-7704-7212-3
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
5.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
6.3

Wertung:
6.3
von 10
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Zum Inhalt:

Akira liebt Mizuki und Mizuki liebt Akira ... dennoch bleibt die Lage kompliziert. Der neue Mitschüler Tsubasa ist ein supersüßer Junge, der in Kyoto sogar heimlich als Geisha gearbeitet hat. Und er ist ebenfalls in Mizuki verliebt! Nach allerlei fiesen Tricks fordert er Akira zu einem ungewöhnlichen Duell heraus ...

Meinung:

Nachdem der vierte Teil der Serie "Blaue Rosen" nur viele kleine Szenen zu bieten hatte, die die Handlung nicht weiter voranbrachten, endete der Manga mit dem Auftauchen eines Rivalen für Akira. Tsubasa Hanazono scheint Mizuki schon seit Längerem zu kennen, auch wenn er bislang in Kyoto gelebt hat. Dort hatte der Schüler eine Ausbildung zur Geisha gemacht und als Maiko (Nachwuchsgeisha) reihenweise Männerherzen gebrochen, ohne dass je jemand dahintergekommen wäre, dass er ein Junge ist. Doch seine Liebe gilt nur Mizuki, auch wenn man als Leser nicht so recht nachvollziehen kann, warum der Schüler so auf sie fixiert ist.

Für Akira stellt Tsubasa eine besondere Herausforderung dar, denn dieser kann es an Niedlichkeit mit der amtierenden "Prinzessin" der Dankaisan-Oberschule durchaus aufnehmen. Auch ist es Tsubasa gelungen, in Mizuki Zweifel an Akira zu wecken, und nun befürchtet sie, dass ihr Freund nur mit ihr zusammen ist, weil er sich seiner eigenen Homosexualität schämt und deshalb ein möglichst jungenhaftes Mädchen zur Freundin gewählt hat.

So lässt sich Akira mit Tsubasa auf einen Kampf um Mizukis Gunst ein: Wer von ihnen den Prinzessinen-Wettbewerb der Dankaisan-Schule gewinnt, dem soll Mizuki gehören. Doch weder gefällt es Mizuki, dass Akira ihre Freundschaft bei einem solchen Wettkampf aufs Spiel setzt, noch kann sie die Mittel ertragen, mit denen ihr Freund auf Stimmenjagd bei seinen Mitschülern geht. Und so sieht Akira in seiner Besessenheit nicht, dass gerade seine Bemühungen, den Rivalen auszustechen, ihn Mizukis Liebe kosten könnten.

Während die Handlung im vierten "Blaue Rosen"-Manga nur vor sich hindümpelte, bietet der fünfte Band zwar auch keine großen Höhepunkte in der Geschichte, enthüllt aber immerhin, wann und warum sich Akira überhaupt erst in Mizuki verliebt hat. Diese Anfänge - von denen das Mädchen bis heute nichts ahnt - sind wirklich nett zu verfolgen und geben der Handlung etwas mehr Tiefe. Auch zwingt die Rivalität mit Tsubasa Akira dazu, über seine Rolle in der Beziehung zu Mizuki nachzudenken. So glücklich er eigentlich mit seiner Freundin ist, fällt es ihm doch immer schwerer, sich als Mädchen zu verkleiden, um ein Teil der Band zu sein und Mizuki so nahe sein zu können.

Diese Unsicherheit zwischen Akira und Mizuki nutzt hingegen Akiras Schulfreund Ran aus. Er lässt von seinem Vater ein Heiratsvermittlungsgespräch mit Mizukis Familie arrangieren. Mizukis Mutter, die immer befürchtete, dass ihre jungenhafte Tochter nie einen Freund finden würde, geht natürlich begeistert darauf ein, während Akira wieder einen Weg finden muss, um seine Freundin für sich zu behalten. Auch wenn dieses Kapitel erneut von der eigentlichen Handlung ablenkt, gelingt es Mayu Shinjo am Ende doch noch, die Serie "Blaue Rosen" zu einem befriedigenden Abschluss für die Leser zu führen.

Zeichnerisch bietet die Mangaka auch im finalen "Blaue Rosen"-Band das gewohnte Niveau. Mayu Shinjo spielt mit den verschiedenen Seiten ihrer beiden Hauptfiguren und kann so sowohl ihr Talent für wirklich niedliche Darstellungen als auch für männliche Charaktere ausreizen. Auch wenn die Serie "Blaue Rosen" inhaltlich nicht immer überzeugen konnte, sind die Zeichnungen durchgehend wirklich hübsch anzuschauen.

Fazit:

Nach einem etwas belanglosen vierten Teil bringt Mayu Shinjo mit dem fünften Band die Serie "Blaue Rosen" zu einem netten Ende. Hier erfährt der Leser endlich, wie es dazu kam, dass sich Akira überhaupt in Mizuki verliebt hat, und warum der Junge bereit ist, sich als Mädchen auszugeben, um mit Mizuki zusammen sein zu können. Doch es wird auch klar, dass er auf Dauer mit dieser Verstellung nicht leben kann. Was die Zeichnungen angeht, so präsentiert die Mangaka in diesem Band wieder all die gegensätzlichen Seiten von Mizuki und Akira und beweist dadurch erneut ihr Händchen für sehr süße und ebenso für wirklich coole Figuren.
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