Blaue Rosen 4 
Comics: Manga Liebe & Romantik
Geschrieben von Konstanze Tants   
Sonntag, 1. Mai 2011

Blaue Rosen 4

Autor: Mayu Shinjo
Zeichner: Mayu Shinjo

Originaltitel: Ai wo utau yori ore ni oborero! Vol. 4
Übersetzt von: Christine Steinle

Reihe: Blaue Rosen
4. Band der Reihe

Verlag: Egmont Manga
Format: Taschenbuch
Erschienen: Januar 2011
ISBN: 978-3-7704-7211-6
Preis: 6,50 EUR

192 Seiten
Inhalt
4.0
Zeichnungen
7.0
Verarbeitung
8.0
Preis/Leistung
7.0
Gesamtwertung
5.9

Wertung:
5.9
von 10
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Zum Inhalt:

Putzige Katzenöhrchen machen den süßen Akira noch viel anziehender, doch für romantische Stunden mit Mizuki bleibt kaum Zeit ... Der Wirbel um den Sänger wird immer heftiger, er entgeht kaum noch dem Blitzlichtgewitter der Medien und Fans. Doch dann wird´s gefährlich, denn ein junger Mann zeigt aufdringlich sein Interesse und Akira kommt in eine bedrohliche Lage ...

Meinung:

Beim vierten Band von "Blaue Rosen" gewinnt der Leser den Eindruck, dass sich Mayu Shinjo mit der Geschichte rund um die jungenhafte Mizuki und den mädchenhafte Akira nur noch im Kreis dreht. In dem vorangegangenen Manga musste sich die Schülerin damit auseinandersetzen, dass sie ein Problem damit hat, dass sie von anderen Menschen in Akiras Gegenwart nie als Mädchen wahrgenommen wird. In diesem Teil der Serie hingegen wimmelt es von mehr oder weniger amüsanten Begebenheiten, die die Handlung nicht weiter voranbringen.

So richten sowohl die Dankaisan-Oberschule der Jungen als auch die St.-Nobara-Schule der Mädchen ein Schulfest aus. Während Akira von seinen Mitschülern bei ihrem Schulfest als Köder für Mädchen verwendet wird, hat sich Mizuki heimlich auf das Schulfest der Jungenschule geschlichen, um ihren Freund zu suchen. So kommt es für Akira zu einem überraschenden Zusammenstoß mit seiner Liebsten, bei dem sie sich erstaunlich dominant zeigt.

Akira hingegen muss sich nicht auf das Fest der St.-Nobara-Schule schleichen, da er dort ja als (vermeintlich weibliches) Mitglieder der Band "Blaue Rosen" bekannt ist. Während es Mizuki genießt, dass sie an diesem Tag wieder in ihrer Rolle als "Prinz" der Schule aufgehen kann, versucht Akira alles, um sie für sich allein zu haben. So stört er nicht nur die Theateraufführung, bei der Mizuki eine Gastrolle angenommen hat, sondern versucht auch, ihren Platz beim Rosenball einzunehmen, um ihr zu beweisen, dass er ein besserer "Prinz" ist als sie.

Die restlichen Kapitel dieses Bandes zeigen, wie Mizuki und Akira die Feiertage gemeinsam mit ihren Freunden verbringen. Während Akira immer wieder hofft, dass er dieses Mal ein paar ungestörte Momente mit seiner Freundin verbringen und ihr endlich näherkommen kann, will Mizuki die Zeit wie immer mit ihren Freunden genießen. So baut Mayu Shinjo immer wieder kleine Unglücksfälle ein, die verhindern, dass Akira und Mizuki intimer werden können. Am Schluss des Manga taucht ein neuer Rivale um die Gunst der Musikerin auf, der im fünften Band der "Blauen Rosen" für Unruhe sorgen wird.

So niedlich oder amüsant manche Szenen mit Mizuki und Akira und ihren Freunden auch sein mögen, bleibt nach dem Lesen dieses Bandes vor allem der Eindruck zurück, dass Mayu Shinjo diese Geschichte lieber in nur drei Teilen erzählt hätte. Fans der (in Deutschland schon seit Herbst 2009 erscheinenden) Reihe "Ai Ore" werden sich zwar über jedes weitere Kapitel dieser Vorgeschichte freuen, aber für alle anderen bietet "Blaue Rosen" auf Dauer einfach zu wenig Inhalt, um zu unterhalten.

Dabei präsentiert die Mangaka weiterhin sehr schön die zwei Seiten ihrer Hauptfiguren. Die niedliche Darstellung von Akira (zum Teil mit Katzenöhrchen) und sein männlicher Auftritt als "Prinz" sind ebenso hübsch anzuschauen wie die Zeichnungen von der coolen Mizuki, die bei dem Schulfest der St.-Nobara-Schule aufblüht oder als schüchternes Mädchen gezeigt wird, das in einem langen Kleid mit seinem Freund tanzt. Außerdem hat Mayu Shinjo ein Händchen dafür, die Individualität der verschiedenen Nebenfiguren zu unterstreichen, sodass der Leser auch weniger häufig auftretende Charaktere immer auf Anhieb wiedererkennen kann.

Fazit:

Obwohl Mayu Shinjo auch bei dem vierten Teil von "Blaue Rosen" zeichnerisch wieder sehr ansprechende Szenen zeigt, kann die Mangaka inhaltlich mit diesem Band nicht überzeugen. Inzwischen gewinnt der Leser den Eindruck, dass ihr einfach nicht genügend Handlung eingefallen ist, um ihre Geschichte über fünf Bände zu erzählen. So erlebt man in diesem Teil viele kleine - und zum Teil recht amüsante - Szenen, in denen Akira und Mizuki die gegensätzlichen Seiten ihrer Charaktere zeigen und ihre Freunde Akira immer wieder in die Quere kommen, wenn er mit Mizuki allein sein will. Das alles lässt die Handlung sehr dahinplätschern, auch wenn Akiras neu eingeführter Rivale für den kommenden Abschlussband wieder etwas mehr Inhalt verspricht.
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